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	<title>Citizen Times &#187; Thomas Böhm</title>
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	<description>Das liberale Politikmagazin</description>
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		<title>Lasst die armen Schweine! - Satire: Die Politik geht vor die Hunde</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 15:25:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Politik geht vor die Hunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Satire: Die Politik geht vor die Hunde]]></description>
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<p class="wp-caption-text">Gibt es die Rasse Nazischweine wirklich? &#8211; Blid: Markus Walti / pixelio.de</p>
</div>
<p>Mir ist neulich etwas sehr Merkwürdiges passiert. Ich war bei einer Freundin zu Besuch, eine engagierte Tierschützerin wie ich und wir haben uns verplaudert, so dass ich erst in der Dämmerung ihre Wohnung verließ.</p>
<p>Draußen vor der Haustür war irgendein Krieg ausgebrochen. Vermummte gegen Polizisten, das alte Spiel. Und ich so mir nichts, dir nichts mitten drin. Mein Pech: Ich trug einen braunen Mantel und unter meiner Nase befanden sich noch ein paar Krümel meines Schnupftabaks. So was kann zu Verwechselungen führen.</p>
<p>Ich wurde dann auch sogleich von mehreren Vermummten persönlich angesprochen: „Nazisau“ und „Rassistenschwein“ brüllten sie. Dabei zeigten sie mit dem Mittelfinger auf mich und ihre Gesichter waren hassverzerrt. Die Antifa mal wieder voll unter Strom.</p>
<p>Ich bin ganz schnell wieder hoch zu meiner Freundin und erzählte ihr mit zittriger Stimme von dem Vorfall. Meine Freundin ist ziemlich cool. Sie ging zum Bücherregal und zog <em>Brehms Tierleben</em> raus. Dann blätterte sie eifrig darin herum, schüttelte den Kopf und konnte mich wieder beruhigen: „Es gibt keine Nazisäue und auch keine Rassistenschweine.“</p>
<p>Sie hat natürlich Recht. Es ist bislang nicht bekannt, dass sich in der Fauna Tiere herumtreiben, die andere Tiere aufgrund ihrer Fellfarbe oder Rasse in Konzentrationslager stecken und umbringen. Selbst Schweine nicht.</p>
<p>Da hat sich die Antifa wohl mal wieder geirrt. Aber das ist ja menschlich. Das geht ja vielen so – auch den Linken und Grünen. Da wird gerne mal ein südamerikanischer Vogel zum <em>Pleitegeier</em> gemacht und ein kleiner einheimischer Piepmatz als <em>Schnapsdrossel</em> stigmatisiert. Kein Problem, Tiere zu beleidigen, in dem man sie mit menschlichen – negativen – Attributen versieht. Die wehren sich ja nicht.</p>
<p>Aber liegt nicht hier genau das Problem? Abgesehen davon, dass der Mensch Tiere foltert und vernichtet, er benutzt sie sogar, um eigene Schwächen zu kaschieren. Wie menschlich. Und all die Linken und Grünen, die jeden Andersdenkenden ganz schnell als „Rassisten“ beschimpfen, sind im Grunde genommen noch etwas viel Schlimmeres – sie sind ARTISTEN.</p>
<p>Unter ARTISTEN verstehe ich Leute, die meinen und behaupten, sie wären etwas Besseres als eine andere Art, zum Beispiel besser als Tiere. Das ist mehr als arrogant, das ist die Steigerung von Rassismus! Der Mensch ist ggf. eine andere, aber keineswegs bessere Art als eine andere.</p>
<p>Wie soll ich das verstehen, wenn in Schleswig-Holstein grüne Ökobauern migrierte Emus zum Abschuss freigeben, um das heimische Biotop zu schützen? Diese Machenschaften kommen uns doch recht bekannt vor, oder? Und „unmenschlich“ können nur Menschen sein &#8211; dieses Synonym für alles Böse dieser Welt sollte dringend aus unserem Wortschatz gestrichen und nicht den Tieren untergeschoben werden. Also liebe Antifa, liebe Grüne und Linke, wenn Ihr schon pöbeln wollt, lasst die armen Schweine aus dem Spiel!
<div class="shr-publisher-5855"></div>
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		<title>Tritt Wulff zurück? Ja! - Citizen Comic: Karikatur der Woche</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 19:54:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Citizen Comic]]></category>

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		<title>Merkel und die Juchtenkäfer - Citizen Comic: Karikatur der Woche</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 09:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Citizen Comic]]></category>

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		<title>Unmenschliches bei Maischberger - Satrie: Die Politik geht vor die Hunde</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 08:49:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Politik geht vor die Hunde]]></category>

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		<description><![CDATA[Satrie: Die Politik geht vor die Hunde]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Satrie: Die Politik geht vor die Hunde</h3>
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<div id="attachment_5305" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-5305" title="genfer-konventionen" src="http://www.citizentimes.eu/wp-content/uploads/2011/12/genfer-konventionen.jpg" alt="" width="640" height="480" />
<p class="wp-caption-text">Original der Genfer Konventionen von 1864 &#8211; Bild: Kevin Quinn, Ohio, US</p>
</div>
<p>Laut dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Genfer_Konventionen" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia"><em>Genfer Abkommen III</em></a> von 1949</p>
<blockquote><p>„sind Kriegsgefangene unter allen Umständen menschlich zu behandeln (Artikel 13). Streng verboten sind insbesondere ihre Tötung, jede Gefährdung ihrer Gesundheit, Gewaltanwendung, Folter, Verstümmelung, medizinische Experimente, Bedrohung, Beleidigungen, Erniedrigungen und das öffentliche Zurschaustellen, ebenso Repressalien und Vergeltungsmaßnahmen. Das Leben, die körperliche Unversehrtheit und die Ehre von Kriegsgefangenen sind unter allen Umständen zu schützen“ (Artikel 14)</p></blockquote>
<p>Für Sandra Maischberger ist die Pfählung mit einer Eisenstange dagegen im Kriegsfall legitim. Das behauptete die Moderatorin in ihrer Sendung „Menschen bei Maischberger“ in der ARD (Mo. 13. Dezember, 22.45 Uhr) gegenüber ihrem Gast, dem Nahost-Experten Peter Scholl-Latour. Der zeigte sich schockiert, obwohl er – auch nicht gerade christlich zimperlich, dem Kriegsgefangenen immerhin eine Kugel in den Kopf gegönnt hätte.</p>
<p>Der Kriegsgefangene war der libysche Diktator Gaddafi, dessen Tod am 20. Oktober der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde. Das macht die Aussage von Frau Maischberger aber nicht weniger schlimm.</p>
<p>Die ARD, in der diese Talkshow lief, ist ein Aushängeschild für Deutschland. Wenn eine Moderatorin dort öffentlich die Folterung legitimiert, ist das ein ungeheurer Vorgang, der sofort zur Absetzung von Sandra Maischberger führen müsste. Wenn die Verantwortlichen der ARD noch über einen Funken Verstand verfügen würden.</p>
<p>Für eine zivilisierte Gesellschaft gehört es sich, Kriegsgefangene menschlich zu behandeln und Folter zu verurteilen. Dazu gehört Frau Maischberger nun nicht mehr.</p>
<p><em>Diese Medienkritik erschien zuerst bei <a href="http://www.journalistenwatch.com/book-review/unmenschliches-bei-maischberger/" target="_blank" class="liexternal">journalistenwatch</a>.</em>
<div class="shr-publisher-5303"></div>
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		<title>Warum gehen die Deutschen nicht wählen? - Citizen Comic: Karikatur der Woche</title>
		<link>http://www.citizentimes.eu/2011/12/14/warum-gehen-die-deutschen-nicht-wahlen/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 10:48:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Citizen Comic]]></category>

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		<title>Ohne Worte? - Citizen Comic: Karikatur der Woche</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 09:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Citizen Comic]]></category>

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		<title>Effektiv gegen Rechts vorgehen - Citizen Comic: Karikatur der Woche</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 08:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Citizen Comic]]></category>

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		<item>
		<title>Sind wir nicht alle Rassisten? - Satire: Die Politik geht vor die Hunde</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 07:29:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Politik geht vor die Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<h3>Satire: Die Politik geht vor die Hunde</h3>
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<div id="attachment_5179" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://www.citizentimes.eu/wp-content/uploads/2011/12/Mischlingshund.jpg" class="liimagelink"><img class="size-medium wp-image-5179" title="Mischlingshund" src="http://www.citizentimes.eu/wp-content/uploads/2011/12/Mischlingshund-300x225.jpg" alt="" width="215" height="161" /></a>
<p class="wp-caption-text">Keine reine Rasse: ein Husky-Schäferhund-Mischling (Bild: RaveDog; Quelle: Wikipedia)</p>
</div>
<p>Wir sind alle Rassisten!</p>
<p>Ich war gestern mal wieder mit meiner portugiesischen Querbeethündin auf einer Rassehundeausstellung. Tolle Tiere, ein Hund schöner als der andere. Aber was die Züchter so geredet haben – da wurde dem kleinen Gutmenschen in mir so richtig schlecht. Von wegen: Diese Rasse ist pflegeleichter als die andere, die andere Rasse ist mehr was für Jäger, eine weitere Rasse ist tierisch im Kommen, die nächste Rasse dagegen kurz vor dem Aussterben.</p>
<p>Rassisten im Rausch, eindeutig.</p>
<p>In der U-Bahn, auf dem Nachhauseweg ging das dann gleich weiter. Zwei leicht angetrunkene Herren erzählten sich gegenseitig Witze. Der eine Ostfriesenwitze, der andere Blondinenwitzen. Gelacht hat keiner. Im Gegenteil, nach dem elften schlechten Witz stand eine junge Frau auf, und fing an, die Herren zu beschimpfen: „Diese Witze sind zutiefst rassistisch, man kann doch nicht einfach Menschen, die flach leben für dumm verkaufen und Frauen auf Grund ihrer Haartönung der Lächerlichkeit preis geben.“</p>
<p>Die Herren ließen sich nicht beirren und quatschten weiter: „Treffen sich ein Ostfriese und eine Blondine an der Uni…“</p>
<p>Doch das war erst der Anfang. An der nächsten Station stieg ein bärtiger, mittelaltiger Typ dazu, Marke „Hippie reloaded“, Kopfhörer auf und hinter ihm direkt im Tanzschritt ein homosexuelles Pärchen. Der Bärtige setzte sich auf den Boden und fing an, seine verfilzte Mähne zu schütteln und zu singen:</p>
<p>„Männer kaufen Frauen, Männer stehn ständig unter Strom, Männer baggern wie blöde, Männer lügen am Telefon“.</p>
<p>Herbert Grönemeyer. Fürchterlich. Das fanden auch die beiden Homos: „Was soll denn das geschlechtsrassistische Gejammer?, keifte der eine. „Was ist das denn für schreckliche Musik? Ihr bekloppten Heteros seid doch alle so was von spießig!“, quiekte der andere. Da riss der Bärtige seine Kopfhörer aus den Lauschern und bellte zurück: „Was heißt hier eigentlich Ihr bekloppten Heteros? Das ist sexualrassistisch!“</p>
<p>Die drei Bauarbeiter hinten in der Ecke, die bis jetzt mit sich und ihren Bierflaschen beschäftigt waren, mischten nun ebenfalls lauthals mit: „Ihr Schwuchteln habt doch alle einen Sockenschuss!“, sagte der eine. „Ihr Hippies seid doch alle zurückgeblieben“, pöbelte der andere. „Ich trage keine Socken, ich trage nur Netzstrümpfe“, weinte der eine Süße. „Das ist Kleidungsrassismus“, blökte der andere Homo. „Das ist Haarschnittsassismus“, behauptete der Hippie und schwang drohend seinen Kopfhörer durch die dicke Luft im Abteil.</p>
<p>Das war heute wirklich nicht mein Glückstag. Links neben mir zankten sich jetzt ebenfalls zwei Herren, währen zwischen ihnen eine Bockwurst und eine Karotte gemeinsam über den Boden trudelten. „Ihr Fleischfresser seid doch alles Mörder“, meckerte der eine. „Na und, ihr bröseligen Vegetarier seid dafür alle hautkrank“, höhnte der andere. „Und ihr beiden seid Ernährungsrassisten“, mischte sich zum wiederholten Male der Hippie ein.</p>
<p>Auch hinter mir gab es Geschrei. Eine Mutter hatte ihrem Jungen einen Comic aus der Hand gerissen und knüllte ihn in ihre Einkaufstasche. Der Kleine brüllte wie am Spieß, die Mutter dagegen &#8211; ich schätze mal pädagogisch, psychologisch gut geschult &#8211; blieb ruhig und sanft:</p>
<p>„Wie oft soll ich Dir denn noch sagen, dass Asterix und Obelix nichts für Dich sind. Ich versuche Dir nun schon seit Deiner Geburt beizubringen, dass alle Menschen, die zu uns kommen, gute Menschen sind und wir sie mit offenen Armen empfangen müssen. Aber was machst Du? Du ließt Du diesen Schund, wo wir doch alle wissen, dass Asterix und Obelix ganz schlimme Rassisten waren, die ständig diese armen italienischen Einwanderer aus ihrem Dorf geprügelt haben.“</p>
<p>Darauf konnte der Knabe nichts erwidern, also weinte er einfach weiter.</p>
<p>Als dann zwei Stationen später Ihab, mein libanesischer Freund, einstieg, war dann alles vorbei. Wie immer, wenn er mich sieht, versuchte er mich zu ärgern. Dieses Mal passte es. Er riss seine Arme in die Höhe und brüllte so laut, dass es auch noch auf der Endstation der Linie U7 zu hören war: „Ey, Alter, haste das Spiel gestern gesehen? Ihr Deutschen seid doch alle so was von scheiße, ihr kriegt ja nicht mal den Ball rein, wenn ihr alleine vor dem Tor steht!“</p>
<p>Jetzt aber ganz schnell raus aus der U-Bahn!</p>
<p>&nbsp;
<div class="shr-publisher-4880"></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich glaube, also bin ich – nackt - Die Politik geht vor die Hunde: Konvertieren ohne Verhüllung</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 06:40:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Politik geht vor die Hunde]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<h3>Die Politik geht vor die Hunde: Konvertieren ohne Verhüllung</h3>
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<div id="attachment_4794" class="wp-caption alignnone" style="width: 594px"><img class="size-full wp-image-4794" title="nackte-menschen_daniel stricker_pixelio.de" src="http://www.citizentimes.eu/wp-content/uploads/2011/12/nackte-menschen_daniel-stricker_pixelio.de_.jpg" alt="" width="584" height="356" />
<p class="wp-caption-text">Anhänger der WGUSCH-Religion? &#8211; Foto: Daniel Stricker / pixelio.de</p>
</div>
<p>Ich bin konvertiert. Musste mal sein. Vorgestern, in der Sauna. War höchste Zeit. Jetzt wo Hinz und Kunz voller Glauben sind und sich die Gelehrten und Ungelehrten über Gott und die Welt streiten, als fiele ihnen der Himmel auf den Kopf. Ich wollte bei so viel Frömmigkeit nicht mehr als Ungläubiger auffallen, weder nachts in der U-Bahn oder beim Gemüsehändler. Aber einfach war das nicht, das sage ich Ihnen. Ich konnte mich nur schwer entscheiden. Religionen gibt es mittlerweile ja überall im Sonderangebot. Man muss nur zugreifen, die Preise, außer bei einigen Luxus-Sekten, sind gottlob auch human. Aber dennoch, die angebotenen Hauptreligionen sind für mich als Skeptiker irgendwie nicht das richtige. Die Christen sind mit zu gutgläubig, die Buddhisten zu leichtgläubig und die Islamisten zu strenggläubig. Ich hätte gerne etwas dazwischen gehabt, sozusagen von jedem ein bisschen. Aber das ging natürlich nicht, da hätten mir die Religionsführer ihre heiligen Schriften ins Gehirn geschraubt.</p>
<p>Aber vorgestern in der Sauna war mir das Glück einfach mal hold, andere würden sagen, da hätte ich eine Erscheinung gehabt. Egal, auf jeden Fall saß neben mir ein fülliger Mann, nackt und schwitzend wie ich und lächelte verträumt gegen die beschlagende Tür, während der vierte Aufguss gerad am Abklingen war, also bei knapp 120 Grad Celsius.</p>
<p>Diese Lächeln steckte mich an und so grinsten wir uns kurz darauf gegenseitig an und kamen ins Gespräch. Ich erzählte ihn von meiner Suche nach dem rechten Glauben und er erzählte mir, er hätte ihn erst kürzlich gefunden. Na, das traf sich gut. Nach der kalten Dusche schlürften wir in den Ruheraum und er holte aus seiner Sporttasche ein Müsliriegel und ein Blatt Papier, auf dem stand folgendes:</p>
<p><strong>Die nackte Wahrheit &#8211; oder die</strong><strong> Wie-Gott-uns-schuf-Lehre (WGUSCH-Lehre)</strong></p>
<p>Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde und siehe da: Adam und Eva waren nackt. Nicht mal ein Feigenblatt verdeckte ihre Scham – bis die Zensur sie etwas Besseres lehrte. Gott aber, so glauben wir, wollte nicht, dass wir Menschen uns verhüllen und mit Stoff beschweren. Denn nackt ist die Wahrheit und nackt sind die Tatsachen.</p>
<p>Wir Mitglieder der WGUSCH-Gemeinde glauben an diese nackte Wahrheit und laufen deshalb ohne zweite Haut herum, blank, wie Gott uns eben schuf. Wir trotzen Kälte und Nässe, tun Buße wenn uns friert und waschen im eisigen Regen oder Schnee unsere Seele rein.</p>
<p>Wir verhüllen uns nicht, denn wir haben vor Gott und den Menschen nichts zu verbergen.</p>
<p>Aber bitte, liebe Mitglieder der WGUSCH-Gemeinde: Achtet die Sitten und Gebräuche, die Gesetze und die Kultur der Menschen, dessen Gäste ihr seid. Verhüllt Euch, wenn sie es Euch befehlen, mit ihren Lumpen und Lappen. Es wird Euch schmerzen, Eure Seele quälen, aber Euren Leib schützen vor denen, die unseren Glauben verhöhnen und missachten wollen.</p>
<p>Macht Euch nicht zu Herrschern über andere. Zürnt nicht den Andersgläubigen, den Strenggläubigen, den Gutgläubigen, den Leichtgläubigen. Bekehrt sie nicht, zieht nicht über sie her und zieht sie auch nicht aus. Denn siehe da, es kommt der Tag (oder die Nacht) da werden sie, von Wolllust gepeinigt und von Gier geschlagen, sich wieder ihre Kleider vom Leibe reißen und zu uns kommen.</p>
<p>Das klang freundlich, einleuchtend und einladend. Und es passte hervorragend zu meinem Zustand und der Umgebung.</p>
<p>Ich fand es nur komisch, dass ich von diesem Glauben noch nichts gehört hatte. Aber auch dafür hatte der nette Herr, der sich jetzt als Oberhirte dieser Gemeinde zu erkennen gab, eine Erklärung.</p>
<blockquote><p>„Die WGUSCH-Lehre ist so alt wie die Menschheit, Adam und Eva waren die ersten Anhänger, doch die Lehre konnte sich nicht so recht verbreiten. Zu gefährlich lebten deren Mitglieder, sie wurden verfolgt von den anderen und ob Ihrer Nacktheit verflucht und verdammt. So mussten sie sich heimlich treffen. Es gab keine weiteren Schriften, die Lehre wurde von Mund zu Mund verbreitet. Nur hier und da, auf FKK-Geländen zum Beispiel, trafen sie sich heimlich und unerkannt. Erst jetzt, tausende Jahre später, in einer Zeit, in der fast jeder im Internet einen anonymen Blog betreibt, haben sich die treuesten WGUSCH-Glaubensbrüder in die Öffentlichkeit gewagt: <a href="http://www.wie-gott-uns-schuf.de" target="_blank" class="liexternal">www.wie-gott-uns-schuf.de</a>“</p></blockquote>
<p>Aufgeregt zog ich daraufhin einige Zeitungen aus dem Ständer. Die Aufmachergeschichten waren voll mit nackten Menschen, die bei Protesten blank gezogen hatten, selbst in islamisch geprägten Ländern wie Ägypten. Die aufgebrachten Menschen nahmen kein Blatt mehr vor den Mund oder sonstige Körperteile.</p>
<p>Ganz klar ein Zeichen: Diese Religion war eindeutig im Kommen. Da musste ich einfach dabei sein. Also unterschrieb ich noch vor Ort – zog mich aber vorsichtshalber an, als ich die Sauna verließ.</p>
<p>Doch ich freue mich schon auf nächste Woche, wenn wir WGUSCH-Gemeinde-Mitglieder nackt durch Kreuzberg schlendern. Das hat doch was, wo sich in unserem Land immer mehr Menschen aus religiösen Gründen bedeckt halten, wäre es doch alleine für das Stadtbild zum Vorteil, wenn auf der anderen Seite wieder Menschen wie ich herum laufen würden, wie Gott uns schuf. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie unsere Religionsfreiheitskämpfer der Piraten, Grünen und Linken darüber denken</p>
<p>Ich glaube, sie werden jubeln und ebenfalls konvertieren. Aber Glauben heißt nicht wissen.
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		<title>Herr Ströbele kriegt sie alle - Citizen Comic | Karikatur der Woche</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 13:33:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Böhm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Citizen Comic]]></category>

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