Grassierender Israelhass an deutschen Schulen?

3. August 2014 6

Interview mit dem Hauptschullehrer Klaus Kroth über Antisemitismus und Homophobie unter muslimischen Schülern

Hauptschullehrer Klaus Kroth - Bild: Daniel Krause

Hauptschullehrer Klaus Kroth – Bild: Daniel Krause

Der Hass vieler in Deutschland lebender Muslime auf Israel und auf Juden allgemein nimmt immer entsetzlichere Dimensionen an: Mal wird, wie vor wenigen Tagen in Wuppertal, eine Synagoge mit Molotowcocktails attackiert, ein anderes Mal werden israelische Teams vom Sportplatz gejagt oder Hamas-Flaggen auf Demonstrationen gehisst. Immer mehr Kommentare in Zeitungen brechen das politisch korrekte Schweigen, wobei der Zentralrat der Juden (zu Recht) noch deutlich mehr an Zivilcourage verlangt. Jetzt meldet sich mit Klaus Kroth ein Hauptschullehrer aus Köln zu Wort, der insbesondere an Schulen einen zunehmenden Judenhass und muslimische Demokratiefeindlichkeit sieht. Angesichts der erfreulichen Tatsache, dass Gerichte in NRW die Meinungsfreiheit von islamkritischen Lehrern und generell von Beamten zuletzt immens gestärkt haben, redet Kroth im CT-Interview Klartext.

Herr Kroth, Sie sind Lehrer an einer großstädtischen Hauptschule – bereuen Sie es inzwischen, diesen beruflichen Weg gegangen zu sein?

Klaus Kroth: Im Gegenteil. Ich war früher als Ingenieur in der freien Wirtschaft tätig und freue mich, als Lehrer viel stärker meine soziale Ader ausleben zu können. Seit fünf Jahren bin ich nun an der gleichen Hauptschule tätig und ich freue mich jedes Schuljahr aufs Neue, mit jungen Menschen zu tun zu haben, die ich in ihrer Sozialisation ganzheitlich fördern kann. Anders, als das Klischee über Hauptschulen es besagt, ist die Stimmung an meiner Schule immer sehr höflich und geradezu gemütlich-familiär. Das liegt vielleicht auch daran, dass es sich um eine vergleichsweise kleine Schule handelt. Wir haben etwa 200 Schüler.

Der Migrantenanteil an Ihrer Schule ist sehr hoch. In diesem Zusammenhang spitzen sich zurzeit Probleme zu, wegen derer Sie sich nun öffentlich äußern möchten.

Kroth: Ja. Das hat mit dem Konflikt in Nahost zu tun. Der Migrationshintergrund eines Großteils meiner Schüler ist muslimisch. Fast ausschließlich von diesen Schülern erfahre ich, im persönlichen Gespräch wie über soziale Netzwerke, dass Israel unreflektiert als Feind und Aggressor gesehen wird und die Mitteilungen von als Islamisten bekannter Personen verbreitet werden. Das macht mir Sorgen. Und darüber möchte ich offen sprechen.

Würden Sie sagen, dass innerhalb Ihrer Schülerschaft eine besonders strenge Form des Islams das Leben dominiert?

Kroth: Das kann ich so nicht beurteilen. Aber gerade während des Ramadans war zu sehen, dass viele Schüler den ganzen Tag nicht gegessen und trotz großer Hitze auch nichts getrunken haben. Ich finde das deshalb bedenklich, weil die dahinter stehenden Regelwerke nicht hinterfragt werden bzw. nicht hinterfragt werden dürfen. Diese Kritiklosigkeit gegenüber Allahs Geboten prägt einen Großteil des Denkens und des Lebens.

Zurück zum Nahostkonflikt. Wie macht sich diese Einseitigkeit im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt besonders bemerkbar?

Kroth: Nun, es wird ganz plump die These vertreten, „die Muslime“ seien ausschließlich die Opfer – Punkt. Die Gräueltaten des Propheten Mohammed, von denen wir aus dem Koran wissen, werden schlichtweg ausgeblendet. Geschichtliche Fakten, wie der Angriff aller an Israel angrenzenden Staaten auf Israel nach seiner Unabhängigkeitserklärung 1948, kennt man nicht.  Dabei treten manche dieser Schüler im Gespräch mit einer Selbstherrlichkeit auf, als seien sie Professoren für Geschichte.

Versuchen Sie dann, durch Diskussion dieser einseitigen, zu vereinfachenden Weltsicht zu begegnen?

Kroth: Bei z.B. Facebook bin ich mit Diskussionen eher sparsam. Da ist die Schule schon ein geeigneteres Umfeld. Allerdings kommt man als Lehrer gegen die anderen Einflüsse nur schwer an. Zum Beispiel gegen ein muslimisches Umfeld, in dem der Koran verherrlicht und Israel verteufelt wird. Und ich kann auch nicht beeinflussen, in welche Moscheen die Schüler in ihrer Freizeit gehen und was dort gelehrt wird.

Gibt es außer den judenfeindlichen Äußerungen noch Abwertungen anderer Minderheiten durch Schüler an Ihrer Schule?

Kroth: Ich bin bekennend schwul und auch in diesem Zusammenhang gab es schon mehrfach Probleme, fast ausschließlich mit muslimischen Schülern oder Eltern. Das reichte von Anfeindungen bis hin zu absurden Vorwürfen der sexuellen Belästigung. Muslimische Schüler haben sich wiederholt darüber beschwert, dass es schwule Lehrer an Ihrer Schule gäbe, muslimische Eltern drohten damit, sich beim Schulamt zu beschweren.

Bekommen Sie in Ihrem Kampf gegen den Judenhass und die Homophobie hinreichend Unterstützung von Vorgesetzen?

Kroth: Bezüglich des Islamismus gibt es zunehmend Fortbildungen, doch solche Maßnahmen stecken noch in den Kinderschuhen. Was die Homophobie angeht: An einer der Hauptschulen, wo ich bis vor fünf Jahren unterrichtet hatte, verletzte der Schulleiter seine Fürsorgepflicht. Er sah mich als mitverantwortlich für die Anfeindungen der Schüler und Eltern: Ich hätte die Frage der Schüler, ob ich schwul sei, ja nicht beantworten müssen, meinte er. Das führte dann dazu, dass ich die Schule gewechselt habe. Dabei war das Verhalten der zuständigen Behörde vorbildlich.

Ist die Situation diesbezüglich an der neuen Schule besser?

Kroth: Vor einiger Zeit besuchte meine Klasse ein schwul-lesbisches Jugendzentrum zur Durchführung des so genannten SchLAu-Projektes, ein von staatlicher Seite unterstütztes Aufklärungsprojekt, das speziell für Schulklassen angeboten wird. Danach beschwerten sich Eltern eines muslimischen Schülers bei der Schulleitung über dieses Projekt. Hier hat der Schulleiter dann richtig gehandelt und die Eltern aufklärend beruhigt. Doch es bleibt ein strukturelles Grundproblem:

Kein Schulleiter möchte gern die Nerven „seiner Eltern“ überstrapazieren. Gewünschte, hohe Anmeldezahlen gibt es natürlich umso mehr, je mehr man die Bedürfnisse dieser Eltern befriedigt. Dies erschwert eine meines Erachtens notwendige Kritik am Islam. Schaut man sich die demographische Entwicklung mancher Stadtteile an, könnten ähnliche Problem in Zukunft wohl eher zunehmen.

6 Comments »

  1. Kerstin 4. August 2014 at 14:49 - Reply

    Islam ist nun mal nicht mit Demokratie kompatibel

    Die ungehinderte Massenimmigration von Mohammedanern birgt viel Sprengstoff

    ÜBERALL wo Islam zuhause, dort Mord & Totschlag

  2. HG 4. August 2014 at 16:12 - Reply

    Es ist doch ganz klar woher der Judenhaß kommt.
    Herr Mazyek hat einmal vor Jahren in einer Quasselshow die Ursachen benannt. Elternhaus, Moschee, Öffentlichkeit und Schule. Wobei beide letztere Gründe wohl nicht zutreffen. Oder macht z.B. das ZDF antijüdische Propaganda?
    Wer mehr Zuwanderung fordert, importiert das wohl mit. Ist das bisher niemand aufgefallen?
    Zauberlehrlinge!
    Auch Nichtbestrafung fördert Kriminalität!

  3. Theodor 4. August 2014 at 17:15 - Reply

    Klare Worte, gut wenn sich nun immer mehr Lehrer trauen, das Problem Islam deutlich anzusprechen, denn es geht um unser aller Zukunft.

    Wollen wir weiter in Freiheit und Zivilisation leben oder lassen wir es zu, dass sich auch in Europa immer mehr die islamische Bestialität ausbreitet?

  4. Die Lilly 9. August 2014 at 17:41 - Reply

    Noch vor Kurzem war „schwul“ das häufigste Schimpfwort auf den Schulhöfen von Hauptschulen, jetzt ist es „Jude“. Dass gerade ein schwuler Hauptschullehrer sich so frei und offen äußert, ist mutig und verdient Nachahmer. Nächster möglicher Schritt: Zum Unterrichten ein Israel-T-Shirt anziehen.

  5. Alexander Scheiner, Israel 11. August 2014 at 13:43 - Reply

    In der Regel haben islamische Jugendliche keine Ahnung über das Judentum, über Israel oder gar über Gaza. Sie plappern sinn- und gedankenlos nach, was ihnen ihre Ideologen in Hetzpredigten einbläuen. In diesem Alter sind sie leicht beeinflussbar. Die grosse Gefahr kommt nach meiner Meinung von den islamischen Hetzpredigern. Leider werden diese in Deutschland ungeprüft auf die islamische Jugend losgelassen.
    Dieselbe islamische Jugend wird sich in Deutschland in einer Parallelgesellschaft abkapseln und sich einem kriminellen Gewerbe zuwenden. Armes Deutschland.

  6. Reiner Schöne 30. August 2014 at 11:22 - Reply

    Man muss nur Zeitung lesen und Nachrichten schauen, dann weiß man wie es kommt. Als Überschrift war ungefähr: „Israelis schießen wieder, Waffenstillstand gebrochen“. Bei genauerem lesen, fand man heraus, das abermals Raketen Israel getroffen haben, daraufhin hat Israel zurück geschossen, aber das stand im Artikel weiter unten. Der erste Eindruck wurde vermittelt, das Israel den Waffenstillstand gebrochen hat. Und mal ehrlich, bei den Anti-Israel Demos, war nur ein kleiner Bruchteil davon deutsch. Dazu kommt das ständige berieseln der Menschen mit Nachrichten aus der Region immer im negativen Sinn gegenüber Israel.

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