Islam in der Grundschule?

4. Februar 2014 2

Medien und Politik haben kein Problem mit der Indoktrination von Schulkindern durch nationalistische und sexistische Islamverbände

Welche Schule ist gut für mein Kind? - Bild: knipseline / pixelio.de

Welche Schule ist gut für mein Kind? – Bild: knipseline / pixelio.de

Gefährden staatliche Schulen in Deutschland durch übertriebene Islamverliebtheit die Entwicklung unserer Kinder? Mein Autorenkollege Lukas Elberfeld hat vor einigen Wochen hier bei Citizen Times diese Frage in Bezug auf Gymnasien bereits bejaht. Ebenfalls zu Recht wies er daraufhin, dass neben Gymnasien auch andere Schulformen betroffen sein könnten. Und tatsächlich: Eine Grundschule in Kirdof (Taunus) geht mit fragwürdigem Beispiel voran und wird hierfür von der örtlichen Presse auch noch als positives „Musterbeispiel“ zelebriert.

Die Journalistin Sabine Münstermann von der Taunus-Zeitung bezeichnet die Kirdorfer Bildungseinrichtung wörtlich als „veritable Vorzeigeschule“. Grund für die Euphorie von Frau Münstermann: Die Grundschule hat islamischen Religionsunterricht eingeführt und das mit geradezu pompöser Begleitrhetorik: „Unser Gott heißt Allah“, heißt es schon in der Überschrift ihres Artikels ganz unverblümt. Dieser Vorgang ist ein bedenkliches Beispiel für mangelnde Sachkompetenz und naive Islamophilie vieler Journalisten, besonders bei weiterer Betrachtung des sträflichst unkritischen Artikels: „Der Unterrichtsplan wurde mit Hilfe der türkischen Moscheengemeinschaft Ditib und der Ahmadiyya Muslim Jamaat erstellt“, schreibt Frau Münstermann voller Begeisterung. Und spätestens hier ertönen bei sachkundigen Demokraten zu Recht die Alarmglocken. An dieser Stelle sei noch einmal daran erinnert, was DİTİB und Ahmadiyya in Wahrheit sind:

Zunächst zur DİTİB, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion: Lukas Elberfeld hat hier bei Citizen Times vor Kurzem bereits ausführlich über diesen verfassungsbedenklichen Verband berichtet, damals mit Bezug auf ein islamophiles Gymnasium in Münster: Die berechtige Kritik aus dem Artikel an der DITIB sei an dieser Stelle kurz zusammengefasst: Der Holocaust-Überlebende Ralph Giordano warnt vor der DİTİB, weil es ihr eher um die Bewahrung des Türkentums als um Eingliederung in die deutsche Gesellschaft geht. Die DİTİB leugne den Völkermord an den Armeniern und ersetze Religion durch Ultrapatriotismus (Die Welt). Sogar die Heinrich-Böll-Stiftung, bekanntlich von den Grünen betrieben, kritisierte den Islamverband. Die DİTİB betreibe eher  „die Pflege der nationalen Identität unter den türkischen Einwanderern“. Damit kollidiere die die DİTİB mit jeglichen integrativen Bemühungen, Türken in Deutschland bei der Loslösung von ihrer Herkunftskultur zu helfen. Die SPD-Linke Lale Akgün wirft der DITIB „integrationsfeindliche“ Ziele vor, da dieser Verband die „Absonderung“ von Muslimen hinein in Parallelgesellschaften vorantreibe.

Und was Ahmadiyya angeht: Diese muslimische Sekte fällt seit jeher international und immer mehr auch in Deutschland durch ungeheuerliche Frauenfeindlichkeit auf. Die bedeutendsten und gründlichsten Studien zu Ahmadiyya stammen im deutschsprachigen Raum von der (leider inzwischen verstorbenen) Sozialforscherin Hiltrud Schröter. Sie zeigte z. B., wie oberste Geistliche den Ehemännern das Züchtigungsrecht zusprachen, auch Frauentausch sei als Ritual verbreitet. Bezogen auf Deutschland entlarvte Schröter, wie die Ahmadiyya einerseits liberal auftritt, jedoch im Kern demokratiefeindlich ausgerichtet ist. Hier bei Citizen Times habe ich im August einen ausführlichen Artikel über die fragwürdigen Offensiven dieser Sekte im hessischen Bildungssystem veröffentlicht.

Besonders hervorzuheben ist die Position der Sekte zu Homosexualität. Denn Ahmadiyya leugnet die Anlagebedingtheit der sexuellen Orientierung und sieht die Ursache fürs Schwulsein im Verzehr Schweinefleisch (Die Welt).

Ausgerechnet in Hessen – dem Bundesland mit der oben kritisierten Grundschule – sind nun die Grünen an der Regierung, jene Partei also, die sich den Kampf gegen Homophobie an Schulen auf den Plan geschrieben hat. Aus Überzeugung und von ganzen Herzen befürworte ich die Bestrebungen der grün-roten Regierung in Baden-Württemberg, die sexuelle Vielfalt im Unterricht stärker zu berücksichtigten. Und ich begrüße es natürlich auch, dass die neue schwarz-grüne Landesregierung in Hessen ebenfalls in diese Richtung tendiert. Doch wie passt das damit zusammen, dass man eine fragwürdige, sexistische und insgesamt rückständige Sekte wie Ahmadiyya dermaßen im Schulsystem vorpreschen lässt?

Der erzkonservative Realschullehrer Gabriel Stängle (taz) ist bekanntlich ein Feindbild der Grünen, nachdem er eine öffentliche Petition gegen die verstärkte Thematisierung von Homosexualität im Unterricht ins Leben gerufen hat. Zweifelsohne ist Gabriel Stängle ein komischer Kauz, man darf ihn getrost als „Spaltpilz“ bezeichnen. Doch weder bezeichnet dieser Realschullehrer Homosexualität als „Krankheit“ noch käme er jemals darauf, die sexuelle Orientierung eines Menschen auf Schweinefleisch zurückzuführen. Gemessen am grünen Widerstand gegen Stängle müsste der grüne Widerstand gegen Ahmadiyya noch viel, viel größer sein. Oder ist Homophobie nur dann schlimm, wenn sie vom Christentum kommt? Nein, sicher nicht. Wer (zu Recht) Homophobie bei Christen bekämpft, darf nicht zeitgleich vor muslimischer Homophobie die Augen verschließen.

2 Comments »

  1. DausB 7. Februar 2014 at 13:07 - Reply

    Habe den Artikel meinen Bekannten im Taunus geschickt, damit sie ihn weiterverbreiten und möglichst viele Eltern dort vor dieser Schule warnen. Und vor der Gehirnwäsche der islamophil verseuchten Lokalpresse.

  2. Herr Richter 9. Februar 2014 at 20:32 - Reply

    Und jetzt auch noch das! Heute erschienen: Islam-KINDERGARTEN http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/IZRS-Aktivisten-wollen-Islam-Kindergarten-26387058

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