Über „Fundis“ und „Realos“

4. November 2013 8

Sind die Thesen der AfD-Führung zum Islam die Chance für einen Neuanfang der islamkritischen Szene Deutschlands?

Nach monatelanger Unklarheit äußern sich AfD-Chefs nun doch zum Islam - Bild: blu-News

Nach monatelanger Unklarheit äußern sich AfD-Chefs nun doch zum Islam – Bild: blu-News (CC-Lizenz)

Erst vor einer Woche habe ich bei Citizen Times meinen Frust als Wähler darüber artikuliert, dass die neugegründete Alternative für Deutschland (AfD) inhaltlich unbestimmt und mutlos bleibt. Eine Kritik, die ausdrücklich nicht auf das vieldiskutierte Verhältnis der AfD zum Islam beschränkt war. Als islamkritischer Autor jedoch muss ich nach der letzten Woche verblüfft feststellen, dass AfD-Politiker bei diesem Thema realistischere Ansätze offenbaren, als so mancher hauptberufliche Islam-Kritiker – und trotzdem inhaltlich unbestimmt bleiben.

Eine längst überfällige Klarstellung

Am Dienstag stellte der nordrhein-westfälische Noch-Landesvorsitzende der AfD, Alexander Dilger, in einem Interview der Tageszeitung Die Welt das Verhältnis der AfD zu Islam und Islam-Kritik klar. So sagte Dilger auf die Frage, ob man eine islamkritische Haltung in der AfD als Problem sieht, wörtlich:

Wenn jemand islamkritisch ist, findet er Platz bei uns. Aber nicht, wenn jemand islamfeindlich ist. Man muss unterscheiden, worum es geht. Wenn man beispielsweise keine Scharia oder keine extremistischen islamischen Gruppen haben will, finde ich das völlig in Ordnung, das möchte ich auch nicht. Wenn es aber heißt, der Islam als Weltreligion ist böse und muss bekämpft werden, ist dies nicht mit dem Grundgesetz und dem Recht auf Religionsfreiheit zu vereinbaren.“

Eine längst überfällige Klarstellung, die ich auch ausdrücklich begrüße. Wobei mir natürlich bekannt ist, dass Islam und Scharia zusammengehören wie Topf und Deckel. Und dass eine Religion, in deren Namen unablässig Menschen massakriert werden, das Gegenteil von böse – also gut – sein soll, halte ich für eine mehr als gewagte These. Aber man kann Dilgers Wortwahl auch als Abgrenzung verstehen. Eine Abgrenzung, die mir auch dringend geboten scheint, denn ich habe nie verstanden, welchen Sinn es machen soll, eine Religion als solche frontal anzugreifen.

Zum einen, weil wir in Zeiten leben, in denen Salafisten auf deutschem Boden Bomben legen und lautstark die Scharia fordern, sich aber Politiker wie etwa der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) restriktiven Maßnahmen gegen solche Anhänger Allahs konsequent verweigern. Und gleichzeitig in Nordrhein-Westfalen rechtsextreme Türken der Grauen Wölfe, Muslim-Brüder und auch Mitglieder der judenfeindlichen Gruppierung Islamische Gemeinschaft Milli Görüș (IGMG) längst sogenannte Integrationsräte unterwandern, in der Hoffnung, danach auf dem Ticket großer Volksparteien in Parlamente zu kommen. Wer in einer solchen Situation nichts Besseres zu tun hat, als Koran-Suren in der Endlosschleife zu zitieren, der bringt den unmittelbaren und schnell näherkommenden Bedrohungen unseres Landes durch den radikalen Islam mehr Ignoranz entgegen als jeder AfD-Politiker.

Zum anderen, weil wir nun einmal eine Verfassung haben, die Religionsfreiheit gewährleistet, ohne diese an die Verfassungskonformität der jeweiligen Religion zu knüpfen. Auf den Gedanken einer solchen Verknüpfung sind die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes bekanntlich nicht gekommen. Und wer ernsthaft glaubt, er könne den Islam unter Verweis auf Professor Karl Albrecht Schachtschneider durch das Bundesverfassungsgericht verbieten zu lassen, gar Muslime bewegen, sich von den Tötungs-Befehlen im Koran zu distanzieren, den erlaube ich mir freundlich darauf hinzuweisen, dass die moderne Psychiatrie bei der Behandlung von Größenwahn und Realitätsverlust inzwischen bemerkenswerte Erfolge erzielt hat. Hinzu kommt, dass frontale Attacken auf den Islam als Religion nur all jene auf den Plan rufen, die nichts lieber tun, als Islam-Kritik und Antisemitismus gleichzusetzen. Was sachlich betrachtet natürlich grober Unfug ist, aber leider höchst erfolgreicher Unfug. Nein, die Koran-Fetischisten helfen uns nicht weiter; die verschrecken nur das Bürgertum. Pragmatiker, die so argumentieren, wie Dilger am Dienstag in der Welt, sehr wohl.

Die Botschaft hör‘ ich wohl

Nur ist es sehr verwunderlich, dass mit Dilger ausgerechnet ein AfD-Politiker mit dieser klaren Aussage an die Öffentlichkeit gegangen ist, der im Wahlkampf eher blass und unbestimmt geblieben ist. Da kann man sich des Verdachts nicht erwehren, dass er damit nur eine unzufriedene Basis besänftigen und als NRW-Landesvorsitzender wiedergewählt werden will, um danach wieder so zu tun, als habe Deutschland außer dem Euro keine anderen Probleme. Auch reicht es nicht, dass sich Dilger gegen islamische Extremisten ausspricht, aber offenlässt, ob seine Partei diese auch bekämpfen will. Mit Verlaub: Parteien und Politiker, die Lippenbekenntnisse gegen islamische Extremisten ablegen, aber gegen deren rasante Ausbreitung nichts tun wollen, haben wir bereits genug.

Kurz: Dilgers Worte in der Welt gefallen mir gut – ob ich sie ihm aber auch glauben kann, ist eine ganz andere Geschichte. Bis jetzt ist nur zu erkennen, dass man hochrangigen Politikern der AfD jede inhaltliche Aussage mühevoll und langwierig aus der Nase ziehen muss. Und kaum haben sie mit monatelanger Verspätung ein „A“ hervorgebracht, trauen sie sich nicht mehr, dem das allgemein erwartete und eigentlich zwingend notwendige „B“ folgen zu lassen.

Luckes 10 Thesen zum Islam

Ähnlich verhält es sich mit den zehn Thesen zum Islam, die Bernd Lucke, Bundesvorsitzender der AfD, am Donnerstag in einer E-Mail an die Mitglieder seiner Partei formuliert und zur Abstimmung gestellt hat. Ein internes Thesen-Papier, das aber nur einen Tag später auf dem als islamkritisch bekannten Blog Politically Incorrect (PI-News) in voller Länge veröffentlicht wurde. Interessanterweise einschließlich der E-Mail-Adresse, die Lucke angegeben hat, damit die AfD-Mitglieder über seine Thesen abstimmen können, womit natürlich die Manipulation einer parteiinternen Abstimmung ermöglicht wurde. Für eine linke Presse, die sehnsüchtig darauf wartet, Stories darüber schreiben zu können, dass und wie die AfD von „Islamfeinden“ á la PI vereinnahmt, gar gesteuert wird, natürlich ein gefundenes Fressen.

Professor Luckes Thesen könnten eine Diskussions-Grundlage sein, auf der man als pragmatischer Islam-Kritiker gut aufbauen kann. Wohlgemerkt: könnten. Denn Lucke hat in seinen Thesen nur beschrieben, welcher Zustand wünschenswert wäre. Aber die aus immer dreisteren Islam-Verbänden oder sich rasant ausbreitenden Salafisten bestehende Realität kommt in seinen Thesen nicht vor. Würde er es bei diesen Thesen belassen, dann wären sie nur naives Wunschdenken, nichts weiter. Aber wenn er das Knochen-Gerüst mit Fleisch füllt, wenn er sich dazu äußert, ob und wie seine AfD von der gegenwärtigen Realität zu dem von ihm beschriebenen Zustand gelangen will, dann wären seine zehn Thesen ungleich realistischer und konstruktiver, als jene Ansätze, die ich immer von denen zu lesen bekomme, die sich seit Neuestem als „Islam-Aufklärer“ bezeichnen. Nur befallen mich auch hier sofort Zweifel, ob diesem „A“ noch vor Ablauf mehrerer Jahre das dazugehörige „B“ folgen wird?

Seltsam scheint mir auch, dass Lucke seine zur Abstimmung gestellten Thesen damit begründet, dass Medien „zunehmend darüber spekulieren, dass die AfD heftige Auseinandersetzungen über das Thema Islam führen würde“, aber gleichzeitig darauf verweist, dass er selber diesen Eindruck nicht habe. Denn an Medien-Berichterstattung dieser Art vermag ich mich kaum zu erinnern. Woran ich mich jedoch erinnere, sind nicht wenige persönliche Schilderungen aus den letzten Wochen über AfD-Treffen in Nordrhein-Westfalen, auf denen es wegen des Themas Islam heftig gekracht haben soll. Aber sei‘s drum!

Reaktionen der islamkritischen Szene

Viel interessanter nämlich scheint mir, dass es, kaum waren Luckes zehn Thesen veröffentlicht, die üblichen aufgeregten Diskussionen in der islamkritischen Szene dazu gab. Das Spektrum dieser leidenschaftlichen Debatte begann bei verständnisvollen Reaktionen oder auch Lob dafür, wie pragmatisch Lucke das Dilemma zwischen dem, was zum Thema Islam gesagt werden muss und dem, was aufgrund der politischen und medialen Realitäten heutzutage gerade noch gesagt werden darf, gelöst hat. Und es endete, ähnlich wie bereits die Reaktionen auf Dilgers Interview wenige Tage zuvor, beim empörten Aufschrei all jener „Islam-Aufklärer“, die nur ihre Ansätze gelten lassen und politische und mediale Realitäten lieber beklagen, als sich darauf einzustellen.

Bei genauerer Betrachtung jedoch war diese aufgeregte Diskussion nichts anderes als die ewige Auseinandersetzung zwischen jenen Vertretern der islamkritischen Szene, denen Recht zu haben wichtiger ist, als Recht zu bekommen und jenen, bei denen es genau umgekehrt ist. Was auch nichts Neues darstellt, denn solche Debatten hat es bereits lange vor der AfD gegeben. Nur endeten sie früher immer schnell damit, dass sich die Rechthaber durchgesetzt haben. Durch die AfD wird nun eine alte Diskussion neu entfacht; seit letzter Woche wittern all jene Morgenluft, denen pragmatische Ansätze sympathischer sind, als die ständige Attacke auf den Islam.

Werden Lucke und Dilger bei diesem Weg bleiben?

Trotz aller aufgeregten Debatten sollte jedoch erst einmal abgewartet werden, ob Lucke und Dilger ihren gerade eingeschlagenen Weg zum Islam nach den Wahlen des nächsten NRW-Landesvorsitzenden überhaupt fortführen werden. Auf den ersten Blick haben beide das Dilemma zwischen dem, was zum Islam gesagt werden muss und dem, was 2013 in Deutschland gerade noch gesagt werden darf, in der letzten Woche unter dem Druck einer unzufriedenen Partei-Basis plötzlich und unerwartet gut gelöst. Man möchte fast sagen: Geht doch! Es bleibt jedoch Skepsis zurück; dass diese AfD-Führung nach ihren internen Wahlen wieder in ihre altbekannte programmatische Schwammigkeit zurückfällt, dürfte wahrscheinlicher sein, als dass sie die Ansätze der letzten Woche weiterverfolgt.

Aber sollten die Chefs der AfD diesen Weg wirklich fortsetzen, würde dem „A“ tatsächlich auch das „B“ folgen, dann wäre eine dauerhafte Spaltung der islamkritischen Szene in „Fundis“ und „Realos“ vorprogrammiert. Eine solche Spaltung lässt sich an den Reaktionen auf Luckes und Dilgers Aussagen bereits jetzt vorhersagen. Würde diese Spaltung dauerhaft, so würden wir es – wie gehabt – mit Fundamentalisten zu tun haben, die unbeirrt damit fortfahren, das zu sagen, was ihrer Meinung nach gesagt werden muss. Und auch weiterhin nicht zur Kenntnis nehmen werden, dass selbst der – nicht unbeträchtliche – Teil des Bürgertums, der weder die Scharia in Deutschland, noch Muslim-Brüder oder rechtsextreme Türken in Parlamenten sehen will, ihren unglücklich formulierten Botschaften mit Ablehnung begegnet. Aber wir würden eine realitätsbezogene Islam-Kritik dazubekommen, die bei ihren Botschaften streng darauf achtet, all das zu sagen, was gesagt werden kann und sich dabei einer Sprache bedient, die gesellschaftlich akzeptiert ist und somit auch viel eher gehört würde.

Vielleicht erleben wir aber auch, dass der eine oder andere Vertreter der „einzig wahren Lehre“ plötzlich und unauffällig ebenfalls im Rahmen des Grundgesetzes zu argumentieren beginnt und seinen Koran in die Ecke legt. Das mag aus heutiger Perspektive betrachtet schwer vorstellbar sein, ausschließen sollte man es dennoch nicht. In jedem Fall kann es nur noch besser werden, denn außer gesellschaftlicher Isolation haben die – auf ihre Art – korangläubigen „Fundis“ bislang kaum etwas erreicht. Und die märtyrerhafte Grundhaltung der islamkritischen Szene, sich immer nur als Opfer politischer und medialer Realitäten zu sehen und manchmal auch zu inszenieren, anstatt sich kreativ auf diese einzustellen, kann nur noch durch Druck von außen verändert werden.

Schlimm ist eigentlich nur, dass eine Strategie, die in meinen Augen sogar geeignet wäre, die deutsche Islam-Kritik eines Tages wieder aus ihrer Isolierung herauszuführen, jetzt von hasenfüßigen Parteipolitikern abhängt, die zwar in der Lage sind, gute und richtige Ansätze zu finden, diese aber der Öffentlichkeit nur unter massivem Druck ihrer Basis mitteilen. Und man selbst dann noch rätseln muss, wie ernst das überhaupt gemeint war.

Im Forschungs- und Dokumentationsprojekt www.islamdebatte.de der Stresemann Stiftung dreht sich alles um Islam, Islamismus und die Integration von Muslimen in Deutschland:

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8 Comments »

  1. Jürgen Grimm 4. November 2013 at 16:32 - Reply

    Milli Görüs bedroht mit gewalttätigen Demonstrationen Duisburg, Salafisten schmeißen in Bonn Steine gegen Polizisten. Die Menschenrechte sollen durch die Scharia ersetzt werden. Frauen werden zwangsverheiratet. Ehrenmorde finden regelmäßig statt. Junge türkische Muslime glauben sich im Recht, wenn sie, wie in Berlin, Johnny brutal zusammentreten bis er tot ist. Das friedliche Zusammenleben wird durch Muslime und durch islamische Organisationen bedroht. Darüber müssen jetzt sofort die Parteien sprechen. Die AFD tut mehr als andere Parteien, deshalb begrüße ich diese Diskussionen. Ich war auch schon bei Stammtischen der AFD in Essen, Düsseldorf, Bochum, Bonn und Duisburg. Dort kann über alles offen nachgedacht werden. Gut so!
    Die Mitglieder der AFD denken darüber nach, wie in einer sachlichen und konstruktiven Weise die Politik auf die Bedrohung durch die Islamisierung reagieren kann. Wie kann unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung vor der Bedrohung durch die Islamisierung geschützt werden. Diese sachliche Debatte wünsche ich mir in der Politik und in den Medien.

  2. Sven von Hechenburg 4. November 2013 at 19:44 - Reply

    Die AfD wird noch deutlicher als bisher das Thema Toleranz und Bürgerrechte im Zusammenhang mit der Zuwanderungsthematik herausarbeiten müssen. Daran wird man bemessen können in welche Richtung sie sich entwickeln wird. Herr Lucke hat offenbar erkannt, dass hier innerhalb der Bevölkerung der Wunsch nach einer klaren Differenzierung besteht. Man möchte differenzieren zwischen der rechtsradikalen Rhetorik „Ausländer raus“, und der linksradikalen Rhetorik „Inländer raus“. In der Praxis heisst das: Wer die Bürgerrechte im Kontext unseres Grundgesetztes nicht respektiert, muss gehen. Hier gibt es offenbar den Wunsch zum konsequenten Handeln. Das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung kann hier nur ein Aspekt sein. Untrennbar damit verbunden sind auch die Rechte von friedlichen Minderheiten, die in Deutschland unbehelligt leben möchten. Hierzu gehören ethnische Minderheiten (Moslems, Juden, Araber) ebenso, wie auch Homosexuelle und andere Minderheiten, die vielfach unter der zunehmenden Gewaltbereitschaft radikaler, zumeist junger Einwanderer zu leiden haben. Der Zuzug aus Ländern in denen Menschen zu Tode gesteinigt werden dürfen, bloß weil sie z.B. homosexuell veranlagt sind, bringt eine säkulare Gesellschaft wie die der Bundesrepublik Deutschland, langfristig in echte Schwierigkeiten. Hier könnte die AfD sich durchaus im positiven Sinne profilieren, wenn Sie den Mut dazu aufbringt nicht nur aus rechtskonservativer Perspektive heraus Kritik zu üben!

  3. corpus 5. November 2013 at 00:40 - Reply

    Wenn jemand islamkritisch ist, findet er Platz bei uns. Aber nicht, wenn jemand islamfeindlich ist. Man muss unterscheiden, worum es geht. Wenn man beispielsweise keine Scharia oder keine extremistischen islamischen Gruppen haben will, finde ich das völlig in Ordnung, das möchte ich auch nicht. Wenn es aber heißt, der Islam als Weltreligion ist böse und muss bekämpft werden, ist dies nicht mit dem Grundgesetz und dem Recht auf Religionsfreiheit zu vereinbaren.

    oder: von hinten durch die Brust und durch das Auge geschossen.

    .. wenn es aber heißt, der Islam als Weltreligion ist böse, dann darf das nicht bekämpft werden in Deutschland, wegen der Religionsfreiheit.

    Dabei ist der Zustand bereits gesellschaftlicher und gewollter politischer Alltag in Deutschland.
    Massenmorde, Verfolgungen und Tötungen von Ungläubigen (Kuffar), wie Christen und Juden in islamischen Ländern, ist nicht böse, sondern religiös bedingt, da der Mondgott Allah und sein selbsternannter „Prophet“ Mohammed im Koran den Auftrag an die Gläubigen gegeben haben.
    Und deshalb gehört der Islam ja auch zu Deutschland, weil das GG, Massenermordungen von Christen und Juden – wenn sie denn religiös ausgeübt und begründet werden – zur freien Ausübung der Religionsfreiheit in Deutschland gehören und schon allein deshalb nicht böse sein können, weil das ja religiös ist.

    Herr, laß für AFD-Dilger Hirn vom Himmel fallen; aber bitte reichlich und dauerhaft.

  4. K.R. 5. November 2013 at 07:07 - Reply

    Ein guter Beitrag, der meine Vermutungen bestätigt, ohne die innerparteilichen Diskussionen in der AfD zu kennen. Ich finde jedoch auch Luckes Thesenpapier mitunter „schwammig“. So könnte man sich in etwa eine Rede eines Bundespräsidenten zum Thema Islam in Deutschland vorstellen. Aber was erwartet man von Lucke und der Parteiführung zum jetzigen Zeitpunkt? Lucke versucht mit seinen Thesen die innerparteliche Diskussion auf eine sinnvolle Grundlage zu stellen. Die Medien warten nur auf den Eklat. Nicht wenige der potentiellen Wähler aus dem bürgerlichen Lager erwarten jedoch auch eine Positionierung zu diesem Thema. Mit den Thesen zur Einwanderungspolitik wurde ja auch schon ein wichtiges Zeichen gesetzt. Die radikalen Islamkritiker müssen erkennen, dass man für Veränderungen erst einmal politischen Einfluss erlangen muss. Haben sie aus dem Desaster in der
    „Freiheit“ nichts gelernt?

  5. luxlimbus 7. November 2013 at 17:09 - Reply

    Die Gretchenfrage, ob man grundsätzlich ausschließen könne, daß eine ethnische „Religion“ für eine fremde Ethnie („uns“) gefährlich sei oder werden könne, wurde beruhigenderweise von der AfD (Herr Dilger) hier mit einem klaren verbindlichen Ja beantwortet. Alles andere widerspräche halt auch dem Grundgesetz und dem Recht auf Religionsausübung!
    Selbst eine in ihrem Ausmaß biblisch zu nennende Bevölkerungsexplosion, in Verbindung mit einer geschichtlich neue Maßstäbe setzenden „Renaissance“ dieser „Religion“, sollte da trotz Terror-Monopol nicht irritieren.
    Schließlich wird das diesbezügliche AfD-„Credo“ von allen anderen Bundestagsparteien, seit Jahr und Tag bereits, ebenso geteilt.
    Ich glaube, es sind GUTE Hände in die man sich da, mit der AfD, begibt.

  6. Gast 8. November 2013 at 18:13 - Reply

    Herzlichen Glückwunsch zur Betrachtung -„Würde er es bei diesen Thesen belassen, dann wären sie nur naives Wunschdenken, nichts weiter. Aber wenn er das Knochen-Gerüst mit Fleisch füllt, wenn er sich dazu äußert, ob und wie seine AfD von der gegenwärtigen Realität zu dem von ihm beschriebenen Zustand gelangen will,(…)“

    Mir ging es ähnlich, vor allem, wenn man die Thesen auf „Realismus“ abkopft, wie man es bei der Prüfung machen sollte.

    Wo und wie passen die großen Debatten und Probleme der letzten Jahre da hinein ? Beschneidung, Scheinefleisch im Kindergarten etc. usw.

    Die Thesen, „wir haben uns alle „rechtsstaatlich“ lieb“ …

  7. Rationalist64 12. April 2014 at 15:45 - Reply

    Kann mir mal jemand den Unterschied zwischen islamkritisch und islamfeindlich erklären?

    Mir kommt diese Unterscheidung so ähnlich vor wie die zwischen islamisch und islamistisch.

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