Keine Sonderbehandlung von Muslimen beim Schulschwimmen!

12. September 2013 9

Warum wir trotz des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts wachsam bleiben müssen bei der Islamisierung des Sportunterrichts

Lehrer Dr. Daniel Krause begrüßt das Urteil zum Schwimmunterricht

Lehrer Dr. Daniel Krause begrüßt das Urteil zum Schwimmunterricht

Das Bundesverwaltungsgericht hat ein richtiges und wichtiges Urteil verkündet: Auch Schülerinnen orthodox-muslimischen Glaubens müssen am schulischen Schwimmunterricht teilnehmen (BVerwG 6 C 25.12). Bereits in der rangniederen Instanz, dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof, war eine streng muslimische Familie aus Frankfurt gescheitert. Über diese eine Familie sowie die betroffene Schule hinaus hat das Urteil eine erfreuliche Signalwirkung zugunsten der Vorrangs unseres Grundgesetzes gegenüber dem Koran.

Wie sehr die Positionen vieler muslimischer Familien von unseren modernen Werten abweichen, zeigen abstruse rechtliche Streitigkeiten rund um den Schwimmunterricht schon seit vielen Jahren. Kopfschütteln dürfte insbesondere auslösen, mit welchem Ethnozentrismus die religiösen Fanatiker regelmäßig vor Gericht gezogen sind – das werde ich gleich am Beispiel des Schwimmunterrichts aufzeigen. Zunächst sei dargelegt, von welch immenser Wichtigkeit dieser Unterricht meines Erachtens ist:

  • Nichtschwimmer haben lebenslang ein erhöhtes Risiko, durch Ertrinken zu Tode zu kommen. Statistisch gesehen sind es besonders Kinder aus sozial schwachen Familien, die das Schwimmen zuhause nicht beigebracht bekommen. Und gerade muslimische Kinder – hier hat Thilo Sarrazin Recht – wachsen überdurchschnittlich häufig in sozial schwachen Familien auf. Für solche Kinder ist das Schulschwimmen also noch ungleich wichtiger als für privilegiertere Kinder.
  • Jeder kann in eine Situation geraten, in der man durch die Schwimmfähigkeit anderen Menschen das Leben retten könnte. Es besteht sogar die Pflicht, Personen in lebensbedrohlichen Notlagen zu helfen, sofern man sich nicht selbst gefährdet. Nichtschwimmer sind dazu nicht in der Lage. Sie machen sich somit der unterlassenen Hilfeleistung nicht direkt schuldig – wohl aber indirekt, weil sie einst das Schwimmenlernen verweigert hatten.
  • Auch die sogenannte Koedukation verfolgt im Sportunterricht wertvolle Ziele: Man vermittelt Mädchen und Jungen im Rahmen sportlicher Betätigung die Grundwerte der Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Mann und Frau. Konsequenterweise muss dies für das Schwimmen genauso gelten wie für andere Sportarten – alles andere wäre eine Aufweichung solcher Prinzipien.

Für eine Bremer Grundschülerin stand im Herbst 2011 erstmals Schwimmunterricht auf dem Stundenplan. Das Mädchen war zum damaligen Zeitpunkt achteinhalb Jahre alt. Die muslimischen Eltern protestierten bei der Schulleitung: Nach islamischen Geboten erreichten Mädchen spätestens mit 9 Mondjahren, was 8,5 Sonnenjahren entspreche, die religiöse Reife. Von diesem Zeitpunkt an seien sie verpflichtet, ihren Körper vor fremden Männern zu verhüllen. Dieses sei den Eltern vom Imam ihrer Gemeinde auferlegt worden. Zu jenen fremden „Männern“ würden auch Jugendliche und Gleichaltrige des Mädchens gehören. Lediglich Gesicht und Hände dürften von der Verhüllung ausgenommen werden. Während der sonstige Sportunterricht mit spezieller Kleidung noch akzeptabel sei, komme eine Teilnahme am Schwimmen auf keinen Fall in Frage.

Die Schulleitung lehnte eine Befreiung vom Unterricht jedoch ab, woraufhin die Eltern bei Bremens Bildungssenat Beschwerde einreichten. Die Senatorin unterstützte jedoch die Schulleitung und verwies auf die Möglichkeit, während des Schwimmens einen Burkini zu tragen. Hierbei handelt es sich um einen schariakonformen Ganzkörperanzug, in den auch eine Kopfbedeckung integriert ist. Doch auch dieses lehnten die Eltern ab. Schließlich würde eine solche Bekleidung auf andere Kinder „sonderhaft“ wirken und könnte ihre Tochter zur Außenseiterin machen. Um eine einstweilige Verfügung zu erzielen, zogen die Eltern vors Bremer Verwaltungsgericht. Hier wurde ihre Klage im März 2012 jedoch ebenso abgewiesen wie drei Monate später vor dem Bremer Oberverwaltungsgericht als nächsthöherer Instanz. Durch das Tragen eines Burkinis sei das Schulschwimmen für das Mädchen zumutbar, urteilten die Richter einvernehmlich.

Das wiederum nicht einsehen wollte jene damals elfjährige Gymnasiastin aus Frankfurt am Main, um die es nun am Bundesverwaltungsgericht ging. „Das sind Plastiksäcke und machen jemanden hässlich!“, ließ sie ihren Anwalt im April 2012 vor Gericht über Burkinis schimpfen. Die Frankfurter Verwaltungsrichter verpflichteten sie dennoch zur Teilnahme am Schulschwimmen – mit ähnlicher Begründung wie in Bremen. Die aus Marokko stammende Schülerin legte beim Verwaltungsgerichtshof Hessen, welcher in Kassel ansässig ist, Berufung ein. Ihr Religionsverständnis verbiete es, Jungen in Badehosen mit nacktem Oberkörper zu Gesicht zu bekommen, was jedoch beim Schwimmen unausweichlich sei, argumentierte das Mädchen. Noch unzumutbarer seien Berührungen mit männlichen Oberkörpern, zu denen es im Schwimmbad versehentlich kommen könne. Auch die höhere Instanz wies die Klage im September 2012 ab.

Bemerkenswert, welchen Berufswunsch das Mädchen auf richterliche Nachfrage äußerte: Sie wolle Ärztin werden, so die Klägerin. Ob sie in diesem Beruf wohl um die Berührung männlicher Körper herumkommt? Man mache sich bewusst: Gerade Ärzte sind gesetzlich verpflichtet, auch in ihrer Freizeit medizinische Hilfe zu leisten, wenn sie zufällig einen Notfall miterleben. Würde das Mädchen also einen Menschen sterben lassen, nur weil er männlichen Geschlechts ist? Werden wir bald entsprechende Strafprozesse erleben wegen unterlassener Hilfeleistung?

Ähnlich wie die Frankfurterin lamentierten auch die Eltern eines Bonner Gymnasiasten. Sie liefen dagegen Sturm, dass der Zwölfjährige im Schwimmbad leicht bekleidete Mädchen zu Gesicht bekommt. So etwas sei mit dem islamischen Glauben der Familie nicht vereinbar, darum müsse der Siebtklässler dringend vom Schulschwimmen befreit werden. Den Eilantrag lehnte das Kölner Verwaltungsgericht im November 2012 ab.

Diese Fälle aus Bremen, Frankfurt und Bonn sind nur drei Beispiele für unzählige Klagen, in denen muslimische Familien das Schulschwimmen zu torpedieren versuchten. Aus einfachem Grund stimmt mich das Selbstverständnis dieser Familien sehr bedenklich: Ein Kind in jungem Alter ist noch nicht religionsmündig. Dies gilt insbesondere für das Bremer Mädchen, das nicht einmal neun Jahre alt war. Haben Kinder in diesem Alter überhaupt schon ausgereifte Glaubensüberzeugungen? Ist es realistisch, dass ein unmündiges Kind wegen des Schulschwimmens an religiösen Gewissenskonflikten leidet? Ist es nicht eher so, dass den Kindern derartige religiöse Ehrfurcht indoktriniert wird?

In der Erziehungswissenschaft gibt es durchaus auch Stimmen, die von der Pubertät an getrennten Sportunterricht allgemein befürworten. Hierauf verweisen Muslime gern – doch die Argumente der Pädagogik sind alles andere als religiös motiviert. Vielmehr wird angeführt, dass sich die körperliche Konstitution von Mädchen und Jungen sehr unterschiedlich entwickelt. Befürworter einer fortdauernden Koedukation betonen wiederum: Gemeinsamer Sportunterricht trainiert beide Geschlechter darin, mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit wertschätzend umzugehen. Welche Position man hier auch vertreten mag – bezüglich der Lebensphase vor der Pubertät ist die Pädagogik sich einig: Koedukativer Sportunterricht ist richtig und wichtig, um zwischen den Geschlechtern respektvollen und natürlichen Umgang zu fördern.

Die aufgeführten Gerichtsurteile erwecken den Eindruck: Endlich zeigen Richter integrationsunwilligen Muslimen die Grenzen auf! Kritiker mutmaßen jedoch: Den wenigen bekannt werdenden Gerichtsurteilen stehen zahllose Fälle gegenüber, in denen Schulen aus Appeasement-Routine heraus vor islamischen Ansprüchen einknicken.

Man muss wissen, dass zahlreiche Schulen angesichts zurückgehender Schülerzahlen ums Überleben kämpfen. Lediglich wenige attraktive städtische Ballungsräume sind hiervon ausgenommen. In NRW verzeichnen lediglich Münster, Düsseldorf, Köln und Bonn ein langfristiges Bevölkerungswachstum. Im Gegensatz dazu sind andere Landesteile von einem Bevölkerungsschwund betroffen. Dazu zählen auch sämtliche Städte des Ruhrgebiets. Hier verschärfen knappe Haushaltskassen die Angst der Schulen vor Schließungen oder ungewollten Zusammenlegungen. Nehmen wir als Beispiel Dortmund: Hier ist es ein offenes Geheimnis, dass die innerstädtischen Gymnasien in der bisherigen Anzahl keinen Bestand haben werden. Deren Schulleiter wissen um die Wichtigkeit einer positiven Anmeldestatistik – denn die Stadträte sortieren gewohnheitsmäßig ihre „Abschusslisten“ gemäß der Anmeldestatistiken.

Nur eine Bevölkerungsgruppe wächst durch eifrige Kindergeburten und Familiennachzug immer weiter an, nämlich die Muslime. Deren Anteil an der Gesamtbevölkerung steigt stetig, in Dortmund besonders im sozial schwachen Nordbezirk. In dieser Klientel wittern Schulen ihre Restchance auf passable Schülerzahlen. Man umwirbt Muslime daher intensiv und möchte ihren Ansprüchen möglichst weit entgegenkommen. Konfliktträchtig wird es, wenn einzelne Lehrer dieses Appeasement nicht mittragen. Klar ist, dass jede Abmeldung zu Missmut im Kollegium führt. Wo mehrere Schulen der gleichen Schulform konkurrieren, wird Appeasement um die Wette betrieben – dies gilt zumindest für die weiterführenden Schulen, da bezüglich Grundschulen der Wohnbezirk bindend ist. Weniger Druck besteht in vielen Kleinstädten. Hier existiert oft nur eine einzige Schule jeder weiterführenden Schulform, wodurch der Konkurrenzdruck entfällt. Ohnehin weist die Bevölkerung in kleineren Orten einen geringeren Moslemanteil auf als in Großstädten.

Doch denken wir nun an die „schrumpfenden“ unter den Großstädten: Wie zeigt sich der Appeasement-Drang gegenüber Schülern und Eltern konkret? Für mein Buch Als Linker gegen Islamismus interviewte ich eine Realschullehrerin aus dem Bundesland Bremen, wo die Bevölkerung ähnlich schwindet wie z.B. im Ruhrgebiet. Diese Lehrerin sagte mir: „Lehrer sehen sich unter Druck gesetzt, selbst bei mangelhaften Leistungen noch ausreichende Noten zu geben – so werden Versetzungen ‚gerettet‘ und Schulentlassungen vermieden. Die Zulassung zur Abschlussprüfung gelingt so noch in letzter Minute.“ Von solchem Appeasement profitieren, das muss man der Fairness halber betonen, natürlich auch deutsche Schüler. Speziell bezogen auf Muslime offenbarte mir die gleiche Lehrerin:

„Fehlen Kinder beim Schwimmunterricht – und auffälliger Weise ‚nur‘ dort –, so wird großzügig darüber hinweggesehen. Bloß nicht zu sehr nachfragen, bloß nicht insistieren! In Klassenbüchern trägt der Sportlehrer das betroffene Kind als ‚erkrankt‘ ein. Meist reicht für gewisse Zeiträume ohnehin eine schriftliche Entschuldigung der Eltern. Jedem Einzelfall hinterherzulaufen ist mühsam. Gern lässt man die Sache auf sich beruhen, auch bei längeren Fehlzeiten. Das Beharren auf ärztlichen Attesten wird von Lehrern liebend gern ‚vergessen‘. Dies gilt für die Nichtteilnahme am Schulschwimmen ebenso wie für die Nichtteilname an Klassenfahrten.“

Eines muss man den Klägern aus den oben aufgeführten Gerichtsprozessen immerhin lassen: Derlei Tricks wenden sie nie an, ihre Begründungen sind zumindest aufrichtig.

Wer möchte Lehrkräften die Konfliktscheue übelnehmen? Menschlich verständlich ist, dass sie eingeschüchtert sind, beispielsweise von Vorfällen wie diesem:

Eine Düsseldorfer Gymnasiastin wollte nicht am Schwimmunterricht teilnehmen. Die Begründung war die übliche, es ging um ihren muslimischen Glauben und die freien männlichen Oberkörper. Der Direktor zeigte Rückgrat: „Da beißen Sie bei mir auf Granit“, zitierte ihn der Express. Die 16-Jährige blieb jedoch uneinsichtig. Folgerichtig schrieb ihr die Schule zahlreiche unentschuldigte Fehlstunden aufs Zeugnis. Ebenfalls folgerichtig wurde die Note Ungenügend vergeben – dies sieht das Schulgesetz bei unentschuldigtem Fehlen ausdrücklich vor. Insofern hatte das Gymnasium einfach nur bestehende Regeln angewandt. Dennoch sorgte das konsequente Verhalten des Direktors für negative Presse. „So rächte sich der Schulleiter!“ Mit dieser Überschrift prangerte der Express plakativ die vermeintliche „Schul-Posse“ an. Ein reißerischer Artikel inszenierte die muslimischen Eltern als Sympathieträger und den Schulleiter als überheblichen Formalisten. Nur beiläufig stand ganz unten im Text etwas Wesentliches: Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht sah die Schulpflicht verletzt und verurteilte die Eltern zu einem Bußgeld von 279 Euro.

Die Presse an Rhein und Ruhr agiert insgesamt sehr islamfreundlich. Im Ruhrgebiet hatte ich – siehe das erste Kapitel meines Buches – den Würgegriff des WAZ-Konzerns zu spüren bekommen. Ebenfalls recht islamfreundlich zeigt sich entlang der Rheinschiene der Verlag DuMont – zu diesem gehört auch besagter Express. Insbesondere in Köln ist dieses Medienhaus monopolistisch aufgestellt. Neben dem Express gehören ihm auch die beiden seriöseren Tageszeitungen Kölnische Rundschau und Kölner Stadtanzeiger. Ob bezüglich der neuen Zentralmoschee oder des „skandalösen“ Schulgeschehens: Meinungsvielfalt wird am Rhein über Bord geworfen. Lediglich die Lokalausgabe der Bild-Zeitung birgt Chancen für islamkritische Ausgewogenheit. Doch Lob vom Axel-Springer-Blatt empfinden Lehrer als ungenießbar – also bleibt nur eins: Streit mit muslimischen Eltern möglichst vermeiden. Denn im Konkurrenzkampf der Schulen bedeutet schlechte Presse den Todesstoß.

Das große Angebot an Schulen machte sich auch eine junge Muslimin in Niedersachsen zunutze. Die Fünftklässlerin begann das Schuljahr 2012/2013 zunächst am Goethe-Gymnasium in Hildesheim. Dort steht Schwimmunterricht in den Klassen 5 und 9 auf dem Stundenplan, wie an vielen niedersächsischen Schulen. In Klasse 5 sieht das Goethe-Gymnasium das Schwimmen bereits zu Beginn des Schuljahres vor. So stieß die Zehnjährige schon in ihren ersten Wochen als Gymnasiastin auf das „Problem“ mit den Jungen in Badehosen. „Das Mädchen muss seine Scham wahren“, zitierte die Presse den Vater. Allahs Gebote seien bindend für seine ganze Familie, so der gebürtige Marokkaner. Er schickte das Kind kurzerhand auf eine andere Schule – wo Schwimmunterricht erst am Schuljahresende erteilt wird. Sobald selbiges näher rückt, wird wohl erneut eine andere Schule gesucht werden müssen. Oder das Mädchen kommt wieder zurück ans Goethe-Gymnasium, denn dort hatte es sich laut Schulleitung insgesamt wohl gefühlt. Der nächste zeitweise Wechsel müsste dann erst wieder in Klasse 9 erfolgen.

Ist dieser Fall wirklich so lustig wie von mir formuliert? Mitnichten. Die junge Muslimin wechselte vom Goethe-Gymnasium auf eine Integrierte Gesamtschule – dabei war das Gymnasium laut Presse „ihr großer Traum“. Zwar liegt es mir gerade als Linker fern, andere Schulformen gegenüber dem Gymnasium abzuwerten, doch so oder so gilt: Jeder Schulwechsel kann ein Kind sehr belasten und auch leistungsmäßig zurückwerfen. Von Herzen wünsche ich der jungen Muslimin, dass ihr großer Traum nicht am religiösen Fanatismus ihrer Eltern scheitert.

Noch mehr zu hoffen ist, dass die deutsche Politik das nun gefallene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht ähnlich torpediert wie Mitte 2012 das Urteil des Kölner Landgerichts gegen die Beschneidung von Jungen. Damals hatten Juden und Muslime gemeinsam an einem Strang gezogen und erreicht, dass eine breite Mehrheit im Bundestag ein Gesetz zur Legalisierung der Beschneidung verabschiedete.

Fatalerweise hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kürzlich bereits gefordert, geschlechtergetrennten Sportunterricht in Schulen zu ermöglichen, um „religiöse Gefühle“ von Muslimen nicht zu verletzen. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles stimmte ihm erschreckenderweise zu und verstärkte somit den Eindruck einer SPD, welche sich zur „Scharia-Partei-Deutschland“ entwickelt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erteilte solchen Vorstellungen zum Glück eine klare Absage und wies zu Recht darauf hin, dass vom geschlechtergetrennten Sportunterricht ein „falsches integrationspolitisches Signal“ ausgehen würde (Merkur).

Menschenrechte sind universell, und natürlich sind Mädchen und Jungen mit gleichen Rechten geboren. Mädchen und Jungen haben gleichermaßen das Recht aufs Schwimmenlernen sowie das Recht auf Gewöhnung an den „unverkrampften“ Umgang mit ihrem eigenen Körper. Mir persönlich wäre es darum lieber, Musliminnen sogar zum Schwimmunterricht ohne (!) Burkini verpflichten zu können. Soweit ist die Trennung von Staat und Religion allerdings wohl nicht durchsetzbar.

9 Comments »

  1. Fahni 12. September 2013 at 20:54 - Reply

    Soso, das Mädel sollte nach Willen der Eltern nicht am Schwimmunterricht teilnehmen, weil es beim Anblick männlicher freier Oberkörper in Versuchung kommen könnte. Was ist eigentlich, wenn ein muslimisches Mädchen lesbisch ist? Dann darf es beim Schwimmunterricht wohl auch keine weiblichen Mitschülerinnen oben ohne sehen. Also gleich die ganze Klasse in Burkinis einhüllen einschließlich der deutschen Mädchen.

  2. besucher 13. September 2013 at 19:35 - Reply

    @Fahni

    Homosexualität gibt es doch im Islam gar nicht! Und bei diesen Leuten schonmal überhaupt nicht. LOL

  3. Sonja S. 13. September 2013 at 22:14 - Reply

    Demnächst wollen Musliminnen wohl nicht mal mehr mit Männern im gleichen Meer schwimmen …

  4. Tina Möller 20. November 2013 at 19:34 - Reply

    Aus Bequemlichkeit umgeht man Konflikte mit den Eltern! Die Kinder läßt man im Stich! Die Schulen hätten den Kindern so viel zu bieten und unter dem Deckmantel der Tolleranz liefert man sie den religiösen Vorstellungen ihrer Eltern aus, slebst wenn diese nicht konform sind mit den hiesigen Grundwerten. Viele der Mädchen würden gerne in gemischten Klassen mit Bikini oder Badeanzug schwimmen oder ohne Kopftuch zur Schule gehen. Aber das können sie natürlich nicht zugeben. Es gibt so vieles, was die Schule für diese Mädchen erkämpfen könnte, wenn man nur wollte. Man gäbe den Kindern die Möglichkeit, sich hinter den Regeln der Schule zu verstecken, um Freiheiten zu leben und dann später selber zu entscheiden, wie streng sie nach den Regeln der Religion leben wollen. Die Schule könnte die Kinder schützen, wenn sie die Einhaltung der gesellschaftlichen Regeln und Werte über die Religion stellen würde. Das ist es, was an der vorgeblichen Tolleranz so verlogen ist: in Wirklichkeit ist es eine bitterböse Ignoranz von Problemen. Niemanden schert es einen Dreck, dass man nur Jungen auf den Strassen sieht. Niemanden scheint es die Frage abzuringen: aber wo sind denn die Mädchen? Und das in Deutschland! Die sind halt so, heißt es. Welche Überheblichkeit. Von der Schule, von der Gesellschaft im Stich gelassen, das sind die Mädchen. Und ich rede jetzt nicht mal von Zwangsheiraten. Und das mit den Noten stimmt ebenfalls. Früher hat man es sich ganz leicht gemacht aus vorgeblicher Tollernaz: statt den Kindern deutsch beizubringen, hat man sie von Klasse zu Klasse versetzt mit dem Eintrag im Zeugniss „nf“, das sollte heißen, da das Kind die Sprache nicht spricht, sind die Leistungen „nicht feststellbar“ = „nf“. Das ist oberzynisch.

  5. Tina Möller 20. November 2013 at 19:43 - Reply

    Und noch was: die Schule hat nicht den Auftrag, Religion zu vermitteln, sondern die demokratischen Grundwerte. Wenn das nicht mehr der Fall ist, wenn die Schulen vor Religionen einknicken, dann ist die Gesellschaft gefordert, hier gegenzulenken. Dann muss eben Religion in der Schule abgeschafft werden.
    Herr Dr. Daniel Krause, ich glaube, das Schlimmste, was Sie jetzt aushalten müssen, ist die Tatsache, dass sich die Rechten Ihrer bedienen Aussagen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht zerrieben werden. Ich hoffe, dass es mehr Menschen gibt in unserem Land, die wie Sie für die Menschen und für die Freiheit eintreten, trotz der schlimmen Folgen, die das mit sich bringt. Meine Bewunderung für Sie als Mensch und als Lehrer!

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