Armutsrisiko und andere Rechtfertigungen

29. August 2013 1

Die Libertäre Revolution erklärt die Begriffe des sozialistischen Lügengebäudes

Wann ist man wirklich arm? - Bild: Melling liudmila  / pixelio.de

Wann ist man wirklich arm? – Bild: Melling liudmila / pixelio.de

Da das sozialistische Lügengebäude zu wesentlichen Teilen auf Sprachpolitik beruht, empfiehlt es sich, alle Schlagworte in der öffentlichen Diskussion auf ihre wahre Bedeutung und die mit dem Schlagwort verbundenen Motive zu hinterfragen.

Einer dieser typischen Begriffe ist das „Armutsrisiko“ (manchmal auch „Armutsgefährdung“ genannt). Anstatt die Begriffe „Armut“ oder „geringerer Wohlstand“ zu verwenden, ist der Verwendungszweck dieses speziellen Begriffes der folgende:

Schon Marx ging davon aus, dass der Mensch lediglich das Produkt der Verhältnisse (seiner Umwelt) ist, in denen er lebt. Diesen Ansatz der Herabsetzung oder Leugnung der Eigenverantwortung und der Individualentscheidung wählen auch die heutigen Neosozialisten noch.

So ist beispielsweise in der linken Sichtweise der Straftäter das Opfer seiner Umwelt. Versinkt ein Dritte-Welt-Land in Barbarei und Chaos, ist der Westen schuld. Hatte eine Region in den vergangenen Jahrzehnten mehr Marktwirtschaft und hat sie daher einen höheren Wohlstand als eine Region mit mehr Staatswirtschaft, hat zugunsten letzterer (der „Risikoregion“) noch nicht genug überregionale Umverteilung stattgefunden (Finanzausgleich).

Wenn Menschen in der Unterschicht mehr Kinder bekommen als in anderen Gesellschaftsschichten, wird daraus ein „Armutsrisiko Kind“ abgeleitet. Hat eine Stadt einen besonders hohen Anteil von Ausländern, die größtenteils der Unterschicht angehören, wird es zum „Armutsrisiko“ in dieser Stadt zu leben.

Das Praktische an dieser Begriffswahl ist, dass die Sozialisten aus diesen (ach so ungerechten) „Risiken“ zahlreiche politische Programme rechtfertigen können, um mit zwangsenteigneten Steuergeldern die Sozialindustrie (bestückt mit treuen Links-Wählern oder sogar Parteimitgliedern) weiter auszubauen. Welcher herzlose Mensch könnte schon etwas dagegen einzuwenden haben, solcherlei „Risiken“ mit ein wenig „Umfairteilung“ abzufedern. Immerhin verstößt es gegen das oberste links-heilige Gebot der Gleichheit, wenn der Wohlstand ungleich „verteilt“ ist.

Libertäre Revolution ist eine Gruppe von Aktivisten bei Facebook

One Comment »

  1. Stefan Wehmeier 21. Oktober 2013 at 13:55 - Reply

    Soziale Gerechtigkeit

    „Die bisher im Interesse des Kapitalzinses künstlich gehemmte und eingeschnürte Volkswirtschaft wird sich also infolge der Freigeldreform erst voll und ganz entfalten, nun erst ihren natürlichen ungehinderten Verlauf nehmen können und das ganze Volk zu ungeahntem Wohlstand, zu allgemeiner Kultur und Bildung emporheben. Es gibt dann zwar keine Kapitalisten und Rentiers, keine „Geldkönige“, aber auch kein „Proletariat“ mehr, sondern nur noch Arbeiter, gleichviel, ob sie mit der Hand oder mit dem Hirn arbeiten, denn wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen. Aber diese Arbeiter werden keine besitzlosen Proletarier mehr sein, die es als eine Gnade ansehen müssen, überhaupt arbeiten, Güter und Reichtümer erzeugen zu dürfen, sondern sie werden, infolge ihres verdoppelten und verdreifachten Arbeitsertrages und der dadurch ermöglichten großen Ersparnisse, selbst die Geschäftsanteile der Betriebe erwerben können, in denen sie arbeiten. So werden sie allmählich in den Besitz der Produktionsmittel gelangen und am eigenen Leibe erfahren, dass das Eigentum an den Produktionsmitteln nicht die Ursache des „Mehrwertes“ und der „Ausbeutung“ ist, wie die Sozialisten und ihr Lehrer, Karl Marx, behaupten.“

    Georg Blumenthal (aus „Die Befreiung von der Geld- und Zins-Herrschaft“, 1916)

    Die heutigen Sozialisten, die wenigstens schon eingesehen haben, dass eine Verstaatlichung der Produktionsmittel die Lage der arbeitenden Menschen nur noch hoffnungslos verschlimmern kann, glauben stattdessen an die Möglichkeit einer wie auch immer gearteten „Umfairteilung“, um die Zinsumverteilung, die sie nicht begreifen, irgendwie zu korrigieren oder zumindest abzumildern. Warum das unmöglich ist, sollte jetzt klar sein: Der „Mehrwert“ kann nicht besteuert werden, weil vorher das „liebe Geld“ streikt und die Warenproduktion unterbindet. Alle Steuern – auch „Reichensteuern“ – und Sozialabgaben werden immer von den Arbeitern bezahlt und niemals von den Kapitalisten, solange die Volkswirtschaft noch kapitalistisch ist, d. h. solange Zinsgeld verwendet wird. Tatsächlich ist eine „Umfairteilung“ das Gegenteil von „gerecht“, weil sie nur die echten Leistungsträger der Gesellschaft, also diejenigen, die aufgrund eigener Leistung ein hohes Arbeitseinkommen haben, überproportional bestraft, während die echten Parasiten, die „funktionslosen Investoren“, in einer Zinsgeld-Ökonomie nicht belangt werden können.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/10/wohlstand-fur-alle.html

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