Homophobie bei Muslimen

15. August 2013 9

Die unter Muslimen weit verbreitete Ablehnung von Homosexualität entlädt sich immer häufiger in brutalen Überfällen junger Migranten auf Schwule

Müssen Homosexuelle bangen, sich frei in deutschen Städten bewegen zu können? - Bild: M.E.  / pixelio.de

Müssen Homosexuelle bangen, sich frei in deutschen Städten bewegen zu können? – Bild: M.E. / pixelio.de

Zwei offensichtlich homophobe Überfälle in migrantengeprägten Stadtteilen Hamburgs bzw. Berlins gingen in dieser Woche durch die Medien. Es stellt sich erneut die Frage, ob und ggf. warum gerade viele Migranten dermaßen aggressiv gegen Homosexuelle agieren.

Zunächst zum Fall aus Hamburg: Nach dem dortigen Christopher Street Day ist ein Mann wegen seiner vermeintlichen Homosexualität brutal zusammengeschlagen worden (Bild HH). Der Tatort befindet sich in Steindamm, einem Viertel mit hohem Moslemanteil. Dennoch traute sich die Presse kaum, hier einen Zusammenhang zu erwägen. Wäre der Überfall in einer sächsischen Kleinstadt erfolgt, hätte man vermutlich sofort nach rechtsradikalen Motiven gefragt.

Die Hamburger Morgenpost traute sich lediglich, anlässlich des Überfalls einen 68-jährigen Schwulen zu zitieren, der seine Erfahrungen mit homophoben Türken schildert: „Abends gehe ich mit meinem Hund noch oft raus, der kann zubeißen. Aber ich merke, dass es in der zweiten und dritten Generation von Deutsch-Türken hier in Hamburg diese unterschwellige Aggression gibt. Auf dem Spielplatz Danziger Straße sitzen die Jugendlichen abends und da hört man oft Pöbeleien und das Wort Schwuchtel.“ Der Rentner weiter: „Es herrscht hier eine ganz starke unterschwellige Aggressivität gegenüber Schwulen. Das macht mir Sorgen.“

Zum Berliner Fall berichtete unter anderem der Tagesspiegel. Die aktuelle Berliner „Miss CSD“, der Travestie-Künstler Estelle van der Rhone, ist im muslimischen geprägten Berliner Stadtteil Kreuzberg Opfer eines Überfalls geworden. Rhone wurde am Mehringdamm physisch angegriffen, nachdem sich ein junger Mann von der Frauenkleidung provoziert fühlte.  Laut Rhone fühlten sich etwas zehn „junge Männer mit Migrationshintergrund“ durch die Frauenkleidung, die der Travestiekünstler trug, provoziert. Sie sollen ihn zunächst bespuckt und beleidigt haben, bevor laut der Haupttäter zuschlug.

Wer die Augen nicht verschließt, erkennt längst: In westlichen Parallelgesellschaften greift muslimische Homophobie seuchenhaft um sich. Familien begehen religiöse „Ehrenmorde“ an ihren lesbischen Töchtern. Islamische Straßengangs attackieren Schwule auf offener Straße. Manche Sala-Faschisten drohen Homosexuellen mit weltweitem „Holocaust“. Das türkischstämmige Mitglied des Berliner Integrationsrates, Safter Cinar, räumte schon 2008 ein: „Homophobie ist eine Verhaltensweise, die wir mitgebracht haben, davor dürfen wir nicht die Augen verschließen.“

Eine repräsentative Berliner Untersuchung aus dem Jahr 2007, basierend auf Befragungen von knapp 1.000 Schülern brachte klare Ergebnisse. Auf einer Skala von 0 bis 4 drückten hohe Werte starke Homophobie aus. Jugendliche ohne Migrationshintergrund liegen bei 0,96 und jene mit türkischen Wurzeln bei 2,08. Der Aussage „Wenn ich wüsste, dass mein Nachbar schwul ist, würde ich lieber keinen Kontakt zu ihm haben“ stimmten unter den Deutschstämmigen nur 0,4 Prozent der Mädchen und 16,1 Prozent der Jungen zu. Bei den Türkischstämmigen waren es 21,1 Prozent der Mädchen und 49,5 Prozent der Jungen.

Abgefragt wurde auch die Aussage: „Wenn ich ein Kind hätte, das schwul oder lesbisch ist, hätte ich das Gefühl, in der Erziehung etwas falsch gemacht zu haben.“ Hier stimmten 5,7 Prozent der deutschen Mädchen und 26,9 Prozent der Jungen zu. Bei den türkischstämmigen Schülern waren es 59,2 Prozent der Mädchen und 69,8 Prozent der Jungen.

Der Aussage „Schwule und Lesben sollten die gleichen Rechte haben wie heterosexuelle Männer und Frauen“ verweigerten 8,9 Prozent der deutschstämmigen Mädchen und 24,1 Prozent der deutschstämmigen Jungen die Zustimmung. Bei den Türkischstämmigen wollten sogar 62,5 Prozent der Mädchen und 64,4 Prozent der Jungen gleiche Rechte nicht befürworten.

Homophobe Aussagen erhielten auch bei Migranten aus den ehemaligen Sowjetländern größere Zustimmung als bei den Deutschstämmigen, jedoch nicht in dem Ausmaß wie bei Migranten aus der islamisch geprägten Türkei. Übrigens handelt sich keineswegs nur um ein „Bildungsproblem“: Auch türkischstämmige Migranten aus akademischen Haushalten sind homosexuellenfeindlicher als solche ohne Migrationshintergrund.

Auch für die Studie Deutsch‐Türkische Lebens‐ und Wertewelten aus dem Jahr 2012 wurden insgesamt 1.011 Personen mit türkischem Migrationshintergrund befragt. 51 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Homosexualität eine Krankheit sei. Dass es „schlimm“ sei, wenn ein Mann eine homosexuelle Beziehung mit einem anderen Mann habe, finden 73 Prozent (CT berichtete). Der Vergleich mit einer ähnlich angelegten Umfrage aus dem Jahr 2010 zeigt: Homophobie unter Türken in Deutschland ist deutlich gestiegen und nimmt immer gefährlichere Ausmaße an.

Dass sich hieraus Gewaltbereitschaft gegen Homosexuelle zu entwickeln droht, zeigt eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen aus dem Jahr 2010, basierend auf einer Befragung von 45.000 Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren, darunter 10.000 Migranten. Ergebnis: Je gläubiger muslimische Migranten sind, desto stärker befürworten sie Gewalt. Bei christlichen Migranten ist es genau umgekehrt: Je stärker sie im evangelischen oder katholischen Glauben verwurzelt sind, desto weniger befürworten sie Gewalt. Die Gründe für die muslimische Gewaltneigung sind typischen Merkmale des islamischen Glaubens: Akzeptanz und Förderung von Machokultur sowie eine antiquierte Vorstellungen von Männlichkeit.

Nur zaghaft gibt es innerhalb der Schwulenszene Versuche, die besondere Gefährlichkeit der muslimischen Homophobie systematisch zu dokumentieren. Eine seltene Ausnahme, die Gay Defence League.

Der politisch korrekte Mainstream, innerhalb der Schwulenszene sehr weit verbreitet, verharrt im Totschweigen. Rassismus-Keulen schlagen berechtigte Islamkritik in Grund und Boden. Der radikale Islam wird auch dadurch immer gefährlicher, dass er mit dem linken und grünen Gutmenschentum einen „nützlichen Idioten“ als Verbündeten hat, ironischerweise sogar unter Homosexuellen. Hinsichtlich jener bewahrheitet sich der Spruch: „Die dümmsten Schafe suchen sich ihren Schlachter selbst.“

Im Forschungs- und Dokumentationsprojekt www.islamdebatte.de der Stresemann Stiftung werden Studien zum Thema Islam und Integration der Muslime in Deutschland und Europa möglicht vollständig dokumentiert:

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9 Comments »

  1. Rack 16. August 2013 at 07:00 - Reply

    Als vor vielen Jahren die beiden Berliner Organisationen Mann-o-Meter e.V. und Maneo auf die Homophobie von muslimischen Migranten aufmerksam gemacht haben, ist ihnen damals der links-ideologisierte Teil der organisierten Schwulenbewegung krass in den Rücken gefallen.

    Leider ist es auch unter Schwulen so, dass viele dem mehr Glauben schenken, was die Logik einer bestimmten Ideologie verlangt („Alle Religionen sind gleich.“), als dem, was man als großstädtischer Schwuler fast täglich in der wirklichen Welt erleben kann.

  2. Fahni 16. August 2013 at 17:37 - Reply

    Ja, seit der linken Hetze gegen das Projekt Maneo damals sind viele Islamkritiker in der Schwulenszene extrem eingeschüchtert. Alle haben Angst vor der Rassismuskeule.

  3. egon sunsamu 16. August 2013 at 18:04 - Reply

    Viele Homosexuelle werden erst aufwachen und erkennen wie falsch sie auf linke und grüne Unterstützer gesetzt haben, wenn deren unter Artenschutz stehenden Schützlinge „junge Männer, Jugendliche“ aus Südland die ersten Schwule auch in Europa an den Baukran gehängt haben. Wie im Iran, in Irak, in Saudi-Arabien oder in den Gebieten des „arabischen Frühlings“. Aus dem viel und vorschnell gelobten Frühling ist mittlerweile ein radikal islamischer Flächenbrand geworden. Ahnungslose Westpolitiker wie z.B. Westerwelle stehen nun ratlos da und haben die Wahl zwischen Pest und Cholera: Muslimbrüder oder Salafisten….
    Es wurde sogar aus purer Verzweiflung der Begriff „moderate Islamisten“ für die Christen-mordende Moslembrüder in Ägypten erfunden… Dabei berufen sich alle Mohammedaner auf den einen „göttlichen“ Koran um ihre Gewalttaten zu rechtfertigen.

  4. Hamburger Jung 16. August 2013 at 21:58 - Reply

    Der Steindamm ist kein Hamburger Viertel, sondern eine Straße im Stadtteil St. Georg.

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