Gender oder Neo-Machos?

18. Juli 2013 1

Alline ist das Allergrößte! – meint die Frauenversammlung aus dem französischen Avallon

Sind Muslima gleichberechtigt im religiösen Leben? - Bild: Dieter Schütz  / pixelio.de

Sind Muslima gleichberechtigt im religiösen Leben? – Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Zur Vollendung der Emanzipation und zur vollen Umsetzung der UNO-Beschlüsse zum Gender-Mainstreaming haben die Frauen Prüfsteine zur Genehmigung des Bauens und Betreibens von Moscheen entwickelt und machen sie hiermit allen MenschInnen und ihren politischen EntscheidungsträgerInnen bekannt:

Ist aufgrund gesetzlicher oder administrativer Regelungen und durch die Satzung des Trägervereins der geplanten oder betriebenen Moschee zuverlässig garantiert,

  • dass in der Moschee Alline gleichgestellt vor Allah verehrt werden kann und wird?
  • dass eine Muezzinin „Alline ist das Allergrößte“ ausgerufen hat, bevor ein Muezzin „Allah ist das Größte“ ausrufen darf?
  • dass zwecks Lärmschutz kultische Aufrufe nur per SMS verbreitet werden?
  • dass jeden Freitag Frauentag ist, an dem nur Frauen die Moschee betreten dürfen und nur Alline angebetet werden darf?
  • dass zur Pflege interkultureller Begegnungen in der Moschee mindestens einmal monatlich neben Kulten für Alline auch Kulte für Venus, Luna, Frigga, Freya und Gaya stattfinden, bei signifikanter Nachfrage auch für weitere Göttinnen?
  • dass in der Moschee mindestens so viele Imaminnen wie Imame tätig sind?
  • dass diese Imaminnen mindestens so oft und dabei stets selbstbestimmt predigen können und werden wie die Imame?
  • dass in den leitenden Gremien der Moschee mindestens so viele Frauen und Männer tätig sind und dort mindestens gleiches und gleich gewichtetes Stimmrecht haben?
  • dass Frauen und Männer gleichgestellt und frei über das Aufsuchen der Moschee, die kultische Bekleidung und die Platzwahl entscheiden können?

Zur nachhaltigen Unterbindung von bislang noch häufig drohenden machistischen und sonstigen reaktionären Bestrebungen wird allen MenschInnen und allen ihren EntscheidungsträgerInnen auf kommunaler, regionaler, staatlicher und zwischenstaatlicher Ebene empfohlen, bei möglicher oder tatsächlicher Nichterfüllung vorgenannter Kriterien die Errichtung bzw. den Betrieb von Moscheen abzulehnen bzw. unverzüglich zu unterbinden.

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