Kritik am Islam ist berechtigt und notwendig!

8. Juli 2013 3

Aufruf zur Solidarität mit dem homosexuellen Lehrer Dr. Daniel Krause

Dr. Daniel Krause - Lehrer, Autor und Islamkritiker - Bild: DK

Dr. Daniel Krause – Lehrer, Autor und Islamkritiker – Bild: DK

Wir beziehen uns auf die Vorgänge rund um die Suspendierung des homosexuellen Lehrers Dr. Daniel Krause durch die Bezirksregierung Arnsberg (CT berichtete). Unser Ziel ist es, die freiheitlich-demokratische Grundordnung gegenüber den grund- und menschenrechtsfeindlichen Inhalten des Islam und den daraus hervorgehenden Handlungsimpulsen zu verteidigen und ein dementsprechendes Problembewusstsein zu vermitteln. In diesem Sinne verteidigen wir die Gleichberechtigung von Frauen, Homosexuellen, Andersgläubigen und Atheisten gegen die Dogmen des Islam, wie sie objektiv im Koran, der Hadithsammlung und den Festlegungen der islamischen Rechtsschulen vorliegen und von zahlreichen Muslimen befolgt werden. Dabei verkennen wir nicht, dass es auch Muslime gibt, die sich von den orthodoxen Glaubensvorgaben lossagen.

Der Lehrer Dr. Daniel Krause ist bekennender Feminist und Homosexueller. Seine Publikationen sowie öffentlichen Reden richteten sich gegen die grund- und menschenrechtswidrigen Inhalte des Islams und  dessen orthodoxe Befolgung. Vollkommen sachgemäß wies er darauf hin, dass radikale Kräfte, die sich auf den Islam berufen, auch „Islamisten“ genannt, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung bedrohten. Diese Einschätzung teilt auch der Bundesverfassungsschutz, welcher im „Islamismus“ eine gefährlich anwachsende Bedrohung für die Menschenrechte sieht.

In islamischen Kulturen sind die in Deutschland strafrechtswidrigen Praktiken der Zwangverheiratung von Frauen und Männern sowie die grausame Zwangsbeschneidung von Mädchen und Jungen weit verbreitet. In vielen islamisch geprägten und regierten Ländern werden Frauen bei Ehebruch gesteinigt, und Homosexuelle werden zu Tode gefoltert. Die vier großen islamischen Rechtsschulen fordern übereinstimmend drakonische Strafen für außereheliche Geschlechtsbeziehungen und homosexuelle Handlungen. Hohe muslimische Vertreter in zahlreichen Ländern haben wiederholt zur Tötung von Ehebrechern, Schwulen, Glaubensabtrünnigen und Islamkritikern aufgerufen. Alleine im Iran sind seit der dortigen islamischen Revolution mehrere tausend Schwule hingerichtet worden, viele hiervon im Jugendalter.

Der Lehrer Dr. Daniel Krause hat völlig zu Recht auf die Bedrohung und elementare Rechtsverletzung hingewiesen, die für Frauen und Schwule von orthodoxen und radikalen Kräften des Islam ausgeht. Hierbei hat er niemals Muslime pauschal angegriffen, sondern sich ausdrücklich auf grund- und menschenrechtswidrig handelnde und gewalttätige Teile der Islamgläubigen bezogen und dabei immer zwischen dem Islam einerseits und konkreten Muslimen andererseits differenziert. Dass er sich einmalig für wenige Minuten von der Partei Pro NRW hat instrumentalisieren lassen, hat er mehrfach öffentlich und glaubhaft bedauert. Eine Verbundenheit zu dieser Partei besteht bei ihm nicht. Sein einmaliger Auftritt bei Pro NRW kam zufällig bei einer Demonstration gegen einen Aufmarsch von hunderten radikalen Salafisten zustande. Er hat sich hierbei ausdrücklich als Grünen-Wähler und zum Grundgesetz bekannt.

Wir wehren uns entschieden dagegen, dass nun berechtigte, ja im Sinne der Verteidigung unserer Verfassungs- und Lebensordnung notwendige Kritik am Islam als „ausländerfeindlich“ stigmatisiert wird. Eine solche Diffamierung, im vorliegenden Fall auch als Racheakt für einen verlorenen Prozess motiviert, werfen wir der Bezirksregierung Arnsberg in deren Pressemitteilung vom 27.6.2013 vor:

Wir fordern die Bezirksregierung Arnsberg dazu auf, sich einer emanzipatorischen Islamkritik zu öffnen anstatt diese zu verunglimpfen. Die vorliegende Situation sollte als Anlass hierfür gesehen werden. Wir rufen die Verantwortlichen dazu auf, nicht wegzusehen, wenn weltweit und hierzulande in muslimischen Gesellschaften, Sozialmilieus und Parallelgesellschaften die Rechte von Frauen, Andersgläubigen und Schwulen beständig verletzt werden.

Konkret bieten wir dem Regierungspräsidenten Herrn Bollermann an, dass Personen aus dem Kreis der Unterzeichner ein gemeinsames Gespräch mit den Beteiligten moderieren.

Unterzeichner:

  • Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime
  • Dr. phil. Frank Berghaus, vorläufiger Vorstand der Partei DIE HUMANISTEN
  • Ronald Bilik, Freidenkerbund Österreich
  • Prof. Dr. Egon Flaig, Universität Rostock
  • Michael Höhne-Pattberg, Verein für Aufklärung und Freiheit e. V. ( VAF )
  • Hartmut Krauss, Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte ( GAM )
  • Paul Nellen, Gründungsmitglied Bundesweiter AK Säkulare Grüne
  • Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)
  • Elisabeth Schliehe, Dipl Psych., Psychotherapeutin
  • Georg Schliehe, Dipl. Soz., Ratsmitglied Recklinghausen
  • Gabi Schmidt, Sozialpädagogin
  • Felix Strüning, Gustav Stresemann Stiftung e. V.
  • Karin Vogelpohl, HINTERGRUND-Verlag Osnabrück

Die Debatten zu Islam, Islamismus und der Integration von Muslimen in Deutschland und Europa finden Sie auch in unserem Forschungs- und Dokumentationsprojekt:

3 Comments »

  1. Fahni 9. Juli 2013 at 09:38 - Reply

    In der Pressemitteilung der Bezirksregierung steht, es dürfe null Toleranz gegenüber islamfeindlichen Äußerungen geben. Nun ist der Islam aber selbst eine Quelle tiefster Intoleranz. Toleranz gegenüber dem Islam ist folglich Selbstmord. Feindlichkeit gegenüber dem Islam ist oberste Bürgerpflicht.

  2. Tina Möller 20. November 2013 at 18:55 - Reply

    Es geht nicht an, dass jede Kritik am Islam sofort als islamfeindlich = intollerant gewertet und verurteilt wird. Das muss wieder in ein gesundes Lot gebracht werden. Dabei geht es um sehr viel, für alle Seiten. Hierzulande findet bereits eine Zensur statt, die jede vernünftige, sachliche Kritik am Islam untersagt. Bei keiner anderen Religion ist das so. Diese Sonderbehandlung gibt mir zu denken und alarmiert mich. Grosse deutsche Medien betreiben eine vorauseilende Zensur, wenn es um das Thema Islam geht. Das hat nichts mehr mit Tollernaz gegenüber einer fremden Religion zu tun. Ich dachte, der Islam gehört nun zu Deutschland? Wozu braucht er dann nun noch einen Schuzt-Bonus? Hochachtung vor diesem Lehrer! Und andrerseits: daran sieht man, wie wenig selbstverständlich es hierzulande geworden ist, bestimme Wahrheiten auszusprechen.

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