Islamkritik spaltet Schwulenszene

24. Mai 2013 2

Über die islamophile schwule Hetze gegen den islamophilen CSD-Veranstalter

Die Schwulenszene ist gespalten - Bild: CT

Die Schwulenszene ist gespalten – Bild: CT

Die Anmeldung der Partei Pro Köln zum Christopher Street Day (CSD) sorgt in der lesbisch-schwulen Community weiterhin für derbe Diskussionen (CT berichtete). Wie unreflektiert-linkslastig hierbei die Meinungsführerschaft dieser Subkultur reagiert, lässt sich aktuell an der unsäglichen Hetze des Magazins queer.de gegen den CSD-Veranstalter aufzeigen. Autor Christian Scheuß lamentiert:

In der Stellungnahme, zu der sich der Vorstand dann nach den Medienberichten gezwungen sah, wird nebulös über ‚Entscheidungsmöglichkeiten als Diskussionsgrundlage‘ gesprochen, statt kompromisslos Kante zu zeigen. Noch unglücklicher präsentiert sich CSD-Versammlungsleiter Jörg Kalitowitsch im Interview mit dem WDR, wo er zwar erklärt, warum das Versammlungsrecht selbst nicht greife, um unliebsame Gäste loszuwerden.“

Dennoch würde Kalitowitsch nicht hart genug „gegen rechts“ vorgehen, so der Vorwurf:

Stattdessen überlegt er in vorauseilender Verliererpose, wie sich denn die Community gegen die braunen Krieger, die aus dem Bauch des Pferdes kriechen, zur Wehr setzen könnte (Rücken zukehren, Trillerpfeifen benutzen, Transparent ausrollen, zu Hause bleiben). […] Sollte sich diese verzagte wie unpolitische Haltung, die aus den bisherigen öffentlichen Äußerungen durchscheint, tatsächlich als neue Linie des CSD-Veranstalters erweisen, kann ‚Pro Köln‘ getrost die Federboa im Schrank lassen und daheim bleiben. Das trojanische Pferd, das sie uns so verlockend vor die Tür gestellt haben, hätte der KLuST damit bereits in unsere Hütte gezogen.“

Dabei hatte sich der von Scheuß angegriffene Veranstalter – trotz der bei ihm ebenfalls vorhandenen Blindheit gegenüber homophoben Gefahren der Islamisierung – in gewisser Hinsicht durchaus vorbildlich verhalten, nämlich besonnen und auf reflektierte Abwägung abzielend. So hieß es in der Pressemitteilung des Veranstalters:

Wir bitten um euer Verständnis, dass wir uns zum jetzigen Zeitpunkt an der bereits sehr emotionalen Diskussion in den Social Media-Kanälen nicht beteiligen, da sie für unsere Gespräche und für unsere gemeinsamen Überlegungen mit den Ordnungsbehörden nicht förderlich sind. Nach einer umfangreichen Prüfung der Absichten und der Rechtslage werden wir zu der Anmeldung von Pro Köln gesondert Stellung nehmen.“

Man werde auf jeden Fall „einen Raum zum Austausch schaffen, sobald Entscheidungsmöglichkeiten als Diskussionsgrundlage geschaffen sind.“ Sprich: Der Veranstalter wollte eine Abwägung zwischen seiner Abneigung gegenüber Pro Köln und den rechtsstaatlich garantierten Teilnahmerechten an politischen Demonstrationen treffen. Die Versammlungsfreiheit steht als Grundrecht unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes und das Bundesverfassungsgericht hat schon in mehreren Entscheidungen festgestellt: Auch Teilnehmern, die teilweise oder sogar überwiegend nicht mit den Grundüberzeugungen und Zielen des Aufrufers zu der Demonstration übereinstimmen, ist dieses Recht grundsätzlich zuzugestehen.

Für das sehr linkslastige queer.de hingegen scheint eine solche Besonnenheit schon zu weit zu gehen. Im Kommentarbereich dieses Magazins häufen sich Hetztiraden gegen den CSD-Veranstalter, die man in dieser Tonlage sonst eher bei PI-News – wenn auch in anderer Stoßrichtung – vermuten würde. Wohlgemerkt: Auch der CSD-Veranstalter hat sich durchaus von Pro Köln distanziert, er verkörpert in seinem Verhalten „nur“ etwas mehr Respekt vor rechtsstaatlich gebotenen Formalitäten und Umgangsformen, als sein Kritiker Christian Scheuß.

Bedenklich ist und bleibt, dass weder beim Veranstalter geschweige denn bei queer.de ein inhaltlicher Diskurs über die nicht zu leugnenden homophoben Gefahren des Islams in Gang geraten ist. Dieses kritisierte auch der Kölner Buchautor und Lehrer Daniel Krause kürzlich im CT-Interview. Darin bemerkte Krause unter anderem, dass Pro Köln  nur das „Symptom“ sei. „Das tieferliegende ‚Syndrom‘ besteht darin, dass eine emanzipatorische Islamkritik in der homosexuellen Szene bislang unterentwickelt ist. Diese Lücke gilt es zu schließen“.

2 Comments »

  1. Tim 25. Mai 2013 at 11:06 - Reply

    Schwule machen gemeinsame Sache mit dem Islam! Da scheint sich der Spruch zu bewahrheiten: Die dümmsten Schafe suchen sich ihren Schlachter selbst!

  2. Demokrat 28. Mai 2013 at 17:33 - Reply

    Ich bin schwul und bin über die Islamisierung unseres Landes äußerst besorgt.
    Leider haben sich die Linken die Meinungsführerschaft in der schwulen Community an sich gerissen.
    Das beste Beispiel ist das schwule Magazin queer.de wo Kommentare, die die Teilnahme von Pro Köln am CSD gutheißen einfach wegzensiert werden.
    Diese Erfahrung habe ich dort selber gemacht.

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