Ein Gymnasium schafft sich ab

28. April 2013 5

Zur repressiven Personalpolitik eines Dortmunder Schulleiters in Sachen Islamkritik

Das Stadtgymansium Dortmund - Bild: CT

Das Stadtgymansium Dortmund – Bild: CT

Das Stadtgymnasium Dortmund ist eine der ältesten Schulen Deutschlands und das weitaus traditionsreichste Gymnasium im Ruhrgebiet. Lange Zeit genoss es innerhalb jener Region bestes Ansehen, insbesondere bei Familien mit bürgerlich-liberalen Werten. Längst jedoch ist dieses Gymnasium aufgrund eines fragwürdigen Verständnisses von politischer Korrektheit in negative Schlagzeilen geraten, insbesondere aufgrund eines äußerst bedenklichen Appeasements gegenüber dem Islam. Die Schule steht stellvertretend für einen unreflektierten Umgang des deutschen Bildungssystems mit verfassungsbedenklichen islamischen Kräften, so dass eine genauere Analyse des Falles an dieser Stelle angebracht erscheint.

Weil unter anderem der als „rechtspopulistisch“ geltende Blog Politically Incorrect (PI) zu denjenigen Medien gehörte, die auf die islamophilen Missstände an diesem Gymnasium aufmerksam machten, fällt es vielen unbedarften Beobachtern nicht ganz leicht zu beurteilen, inwieweit die Vorwürfe gegen den kommissarischen Schulleiter Bernhard Koolen berechtigt sind oder bloß auf „rechter Hetze“ beruhen. Hier eine gewisse Orientierung aus „liberaler“ Sicht zu geben, ist die Intention dieses Artikels.

Fakt ist, dass ein höchst fragwürdiger Imam einen muslimischen Schulgottesdienst am besagten Dortmunder Stadtgymnasium abgehalten hat. Hierauf machte PI zu Recht aufmerksam, belegt anhand von Verweisen auf die Schulhomepage des Gymnasiums. 1 Warum dieser Iman – er heißt Ahmed Aweimer – als höchst fragwürdig einzustufen ist, lässt sich anhand seiner Verbandszugehörigkeit leicht begründen: Aweimer wird vom selbsternannten Zentralrat der Muslime (ZMD) als „Dialogbeauftragter“ angeführt. 2  Und eben jener ZMD wird von Kennern islamischer Verbandsstrukturen seit Jahren aus guten Gründen scharf kritisiert.

Man kann der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sicher keine latente Islamfeindlichkeit vorwerfen, eher im Gegenteil. Insofern ist es höchst ernst zu nehmen, wenn genau diese EKD feststellt:

Der Zentralrat scheint in seiner Auffassung der Position islamischer Menschenrechtserklärungen (von 1981 und 1990) zu folgen, in denen Menschenrechte als Geschenk und Gnade Gottes verstanden und an die Erfüllung religiöser Pflichten gebunden werden. Angesichts der Befürchtungen, die sich nicht nur bei Nicht-Muslimen, sondern auch in großen Teilen der muslimischen Bevölkerung mit einer konservativen Interpretation der Scharia verbinden, trägt diese These nicht zur Vertrauensbildung bei, sondern bestätigt vorhandene Befürchtungen.“ 3

Höchste Vertreter des Zentralrats der Muslime fielen in letzter Zeit immer wieder durch Angriffe auf freiheitlich-demokratische Prinzipien auf. So forderten sie eine massive Einschränkung der Kunst- und Meinungsfreiheit, etwa im Zusammenhang mit satirischen Mohammed-Karikaturen oder islamkritischen Filmen. Der Vorsitzende des ZMD warnte sogar vor „Straßenschlachten“ in Deutschland, sollte es zu einer Filmaufführung von Die Unschuld der Muslime kommen.

Die enge Kooperation des Stadtgymnasiums mit einem solch verfassungsbedenklichen Verband geht alarmierender Weise damit einher, dass sich der kommissarische Schulleiter Bernhard Koolen in Richtung islamkritischer Positionen geradezu mit fragwürdiger Übereifrigkeit repressiv betätigt. So sorgte Bernhard Koolen für die Suspendierung eines islamkritischen Lehrers (CT-Interview), der gegen einen Aufmarsch faschistoider Salafisten demonstriert hatte. Dass auch die als rechtspopulistisch geltende Partei Pro NRW vor Ort war und diesem Lehrer – obgleich dieser sich als homosexuell und als Grünen-Wähler outete – tosenden Applaus zollte, wollte Koolen nicht hinnehmen. „Schulleiter betreibt Meinungsdiktatur“, kommentierte PI und rief Eltern dazu auf, bei der gerade angelaufenen Anmeldephase für weiterführende Schulen das Stadtgymnasium zu meiden. 4 Offenbar hatte dieser Boykottaufruf Erfolg, die Reichweite von PI blieb für das Stadtgymnasium nicht ohne Folgen. Eltern reagieren bei der Schulauswahl schließlich hoch sensibel auf jegliche Form der Verunsicherung und gerade im Ruhrgebiet mit seinem immensen Geburtenrückgang können Eltern mittlerweile aus vielen Schulen wählen, die händeringend nach Anmeldungen Ausschau halten. 5

Man muss PI sicher nicht immer und überall zustimmen, doch dass die Bezeichnung „Meinungsdiktatur“ in vorliegendem Falle angemessen ist, darauf deuten weitere Aussagen Koolens in der Regionalpresse hin. So zitierten die Ruhrnachrichten ihn mit folgenden Worten über besagten islamkritischen Lehrer: „Ich werde ihm jeglichen Kontakt zu Pro NRW untersagen“. 6

Wer im Beamtenrecht sachkundig ist, erkennt hierin sofort einen heftigen Verstoß gegen die elementaren Grundrechte eines jeden Lehrers. Denn die Partei Pro NRW – so wenig sie auch aus liberaler Perspektive wählbar sein mag – ist weder verboten noch wird sie vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Sie steht laut Verfassungsschutz lediglich im „Verdacht“ des Rechtsextremismus, so dass hier formal die Unschuldsvermutung zu gelten hat. Ohnehin ist festzustellen: Besagter Lehrer hatte sich bei seiner kurzen spontanen Ansprache als Grünen-Wähler und somit als Meinungsgegner dieser Partei geoutet und lediglich Teilaspekte dieser Partei gelobt, namentlich das – richterlich gestattete – Zeigen der Mohammed-Karikaturen. Insofern waren die Äußerungen des Lehrers – zumal in dessen Freizeit – klar durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Und das Verbieten allein schon von „Kontakten“ zu einer Partei, wie es der Schulleiter laut des Zeitungsartikels ankündigte, zeugt umso stärker von „Meinungsdiktatur“.

Das repressive Vorgehen Koolens gegenüber dem islamkritischen Lehrer bei gleichzeitigem Hofieren eines höchst verfassungsbedenklichen Imams, welcher sogar muslimische Gottesdienste in der Schule abhält, indiziert eine schier ungeheuerliche Doppelmoral unter dem Deckmantel politischer Korrektheit. Beobachter munkeln: „Das Stadtgymnasium schafft sich ab.“

5 Comments »

  1. Lukas 28. April 2013 at 20:10 - Reply

    Bleibt noch zu erwähnen, dass dieses Gymnasium in früheren Zeiten den Namen „Adolf-Hilter-Gymnasium“ trug. Traurig, dass man aus der Geschichte so wenig gelernt hat.
    Übrigens waren Hitler und Himmler ja krankhaft-islamophil.
    Adolf Hitler sagte: „“Das Christentum ist so etwas Fades, hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel!“ Und Heinrich Himmler ergänzte, der Islam sein der Weltanschauung des Nationalsozialismus „sehr ähnlich“.

  2. Hetzgegner 13. Januar 2015 at 19:48 - Reply

    Wenn die Kinder egal welcher Schule diese Art von Cyber-Mobbing lernen sollen, dann sollte der Autor dieses Artikels doch versuchen ein Privatgymnasium zu eröffnen, um seine „gut“-bürgerlichen Werte zu vermitteln … Was die Lehrplankommission der zuständigen Bezirksregierung zu einer solchen Art der Wertevermittlung sagen würde, ist mir allerdings klar … Ein fettes Dislike für diese Art der Berichterstattung!

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