„Zeige deinen Enkeln, dass Du für Freiheit gekämpft hast“

4. September 2012 1

Interview mit der schwedischen Journalistin Ingrid Carlqvist über die neue mehrsprachige Wochenzeitung „Dispatch International“

Ingrid Calqvist – Chefredakteurin der schwedischen Ausgabe von Dispatch International

Am 30. August diesen Jahres fand die kostenlose Nullnummer der neuen Wochenzeitung Dispatch International ihren Weg in die Öffentlichkeit. Ab dem 3. Januar 2013 soll die von den Herausgebern als „national-konservativ“ bezeichnete Zeitung regelmäßig erscheinen. Lars Hedegaard, einer der Mitherausgeber, kündigte eine umfassende Bandbreite von Themen an – von schwedischer und dänischer über internationale Politik, bis hin zu Themen wie Innere Sicherheit, Ökonomie, Klima, und Kultur. Kurz vor dem Launch sprach Citizen Times mit Ingrid Carlqvist, die sich für die schwedische Ausgabe der Zeitung verantwortlich zeichnet (Übersetzung des englischen Originals von Christoph von Bockelmann).

Frau Carlqvist, morgen werden Sie die neue wöchentliche Dispatch International der Öffentlichkeit vorstellen. Bitte erklären Sie uns, weshalb dies aus Ihrer Sicht notwendig wurde?

Ingrid Carlqvist: In Europa ist die Lage so, dass die Medien und ihr Einfluss, eine Bedrohung des Einzelnen , der Freiheit als solches und des Strebens nach Glück des Individuums zur Folge haben. Die sogenannten Mainstream-Medien haben ihre Aufgabe vergessen, die herrschenden Eliten auf deren Rechtschaffenheit zu überprüfen und in angemessener Weise an den Pranger der Öffentlichkeit zu stellen. Sie sehen es vielmehr ihren Auftrag an, die Bürger gemäß ihrer eigenen vorgefaßten Meinungen und dem, was ihrer Meinung nach gedacht werden sollte, zu erziehen und zu formen.

Ich glaube, die momentane Situation ist in Schweden noch schlimmer als in allen anderen europäischen Ländern. Und die Menschen beginnen langsam zu erkennen, dass die Journalisten sie beeinflussen und lenken wollen. Jüngste Umfragen zeigen, dass der Journalismus zu den Berufen gehört, denen in Schweden am wenigsten Vertrauen entgegengebracht wird – nur 24 Prozent haben noch Vertrauen in die journalistische Berichterstattung.

Auf Ihrer Homepage schreiben Sie über die Instrumentalisierung der Medien durch die herrschenden Eliten. Warum ist das solch ein Problem?

Carlqvist:  Große Teile der Realität werden derzeit unter den Teppich gekehrt, da die Mainstream-Medien sie als außerhalb ihrer geschlossenen Weltanschauung erachten – und demzufolge entgegengesetzt zu ihren multikultuerellen, kultur-relativistischen, „grünen“ und anti-jüdisch-christlichen Ideologien, die sie der Öffentlichkeit gerne aufzuzwingen würden.

Bis jetzt waren sie unter sich, konnten das tägliche Programm bestimmen und daher wird Dispatch International wie ein Schock für sie sein. Sie werden alles in ihrer Macht stehende tun, uns zu diskreditieren. Sie werden uns verleumden, versuchen den Menschen Angst einzujagen und sie glauben zu machen, unsere Zeitung sei rassistisch und ausländerfeindlich. Aber sie werden es nicht schaffen – denn die Wahrheit ist stets mächtiger als die Lüge und die Europäer, so glaube ich, brennen derzeit darauf, Wahrheiten zu erfahren.

Dispatch International wird gleichzeitig in Dänisch, Schwedisch, Englisch und Deutsch veröffentlicht werden. Gibt es einen besonderen Grund für gerade diese vier Sprachen?

Carlquist: Schwedisch und Dänisch deshalb, da Lars Däne und ich Schwedin bin. Englisch ist die zweitverbreiteste Sprache in Europa, die viele Menschen lesen und verstehen können und gleichzeitig erreichen wir damit die USA, Kanada und Australien.

Deutsch ist die verbreitetste Muttersprache in Europa und daher war es einfach klar, auch ins Deutsche zu übersetzen. Wir werden versuchen Dispatch International zukünftig in noch weitere Sprachen zu übersetzen aber schon die Bearbeitung von vier Sprachausgaben stellt eine große Aufgabe dar und so werden wir erst wachsen müssen, bevor wir das umsetzen können.

In Dänemark und Schweden kann man die Wochenzeitung als gedruckte Ausgabe abonnieren. Hat in der heutigen Zeit eine neue Zeitung in alter Print-Form wirklich eine Chance?

Carlqvist: Das hoffen wir doch! Lars und ich lieben gedruckte Zeitungen und wir sind zuversichtlich, dass es schon noch einige wie uns da draußen gibt. Aber falls doch die Mehrheit der Leute die digitalen Versionen unserer Zeitung bevorzugt, so werden wir das neu bedenken müssen.

Eine Zeitung kostet viel Geld. Wer steht hinter all dem?

Carlqvist: Das Unternehmen gehört mir, Lars und Bjorn Larsen. Die Testausgabe wurde fast ausschließlich von uns erstellt und mit nur einer geringen Menge Geldes, um die Druckkosten etc. zu bezahlen. Viele unserer Autoren arbeiteten ohne Bezahlung, weil sie an das Projekt glauben. Sobald die Testausgabe veröffentlicht ist, werden wir mit der Jagd nach Geld beginnen. Eine unserer Ideen ist es, uns von ganz gewöhnlichen Menschen helfen zu lassen, indem sie, so nennen wir es, von uns „Honest-Press-Certificates“ (Ehrliche-Presse-Zertifikate, Anm. d. Red.) kaufen. Dies sind keine Beteiligungen, sondern ein Beleg, das sie uns von Anfang an unterstützt haben. Man kann sich diese Urkunde an die Wand hängen und seine Enkelkinder dadurch wissen lassen, dass man etwas für sie getan hat – dass man mitgeholfen hat, unsere Freiheiten in Europa zu bewahren!

Kann ich die Dispatch International auch am Kiosk kaufen?

Carlqvist: Nein, das können Sie nicht. Sie müssen sie abonnieren, entweder in der gedruckten Ausgabe oder in der digitalen Version. Auf unserer Homepage haben Sie die Möglichkeit, eine oder zwei dort veröffentlichte Artikel zu lesen, aber das meiste wird denen vorbehalten sein, die abonniert haben. Ohne Geld können wir Ihnen nicht die wichtigen Geschehnisse bringen und berichten, die Sie verdienen.

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