Nicht Gewalt im Straßenverkehr, sondern Terror

4. April 2012 0

Über islamistisch motivierte Morde an Juden und das Schweigen der politisch Korrekten

Antisemitische Morde durch Islamisten – Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Am 25. Februar 1994 ging Baruch Goldstein, ein israelischer Arzt amerikanischer Herkunft, in die Moschee an der Patriarchenhöhle in Hebron und ermordete 29 Muslime mit einer automatischen Waffe, bevor er überwältigt wurde und sich selbst tötete. Dieses Massaker veranlasste Verschwörungstheorien und Krawalle in muslimischen Kreisen, einschließlich Beschuldigungen, die israelische Regierung habe hinter Goldstein gesteckt – ein Vorwurf, der durch die unermüdlichen Verurteilungen dieses Anschlags durch die israelische Regierung nicht völlig abgewehrt wurde.

Am 1. März – vier Tage später – feuerte Rashid Baz, ein New Yorker Mietwagenfahrer libanesischer Herkunft, mit zwei Schusswaffen auf einen Van, der mit chassidischen jüdischen Jungen eine Auffahrt zur Brooklyn Bridge hinauf fuhr; er tötete den 16-jährigen Jeschiwa-Schüler Ari Halberstam (16). Baz wurde aufgegriffen, überführt und zu 141 Jahren Gefängnis verurteilt. Indizienbeweise deuteten auf eine Verbindung zwischen den beiden Ereignissen, denn Baz war in die arabischsprachige Berichterstattung zu Goldsteins Anschlag versunken, er besuchte das hetzerische Islamic Center of Bay Ridge und er war von Muslimen umgeben, die Terrorismus gegen Juden billigten. Darüber hinaus deuteten Freunde an, dass Baz durch den Anschlag in Hebron obsessiv wütend war und der Psychiater seiner Verteidigung, Douglas Anderson, sagte in seiner Zeugenaussage, dass Baz dadurch „in Wut versetzt war“. „Er war absolut rasend… Ohne Hebron hätte diese ganze Tragödie [in New York] nicht stattgefunden.“

Doch die scheinbar offensichtliche Verbindung zwischen Goldstein und Baz konnte nicht bewiesen werden, weil Baz seine Gewalt mit Verweis auf seinen posttraumatischen Stress infolge seiner Erfahrungen im Libanon erklärte. Und so übernahm das FBI, trotz des Übergewichts an Beweisen, die Heuchelei von Baz und bezeichnete den Mord von der Brooklyn Bridge als „Gewalt im Straßenverkehr“. Erst nachdem Halberstams Mutter Jahre an Anstrengung investierte, klassifizierte das FBI im Jahr 2000 den Anschlag von Baz zu Terrorismus um.

Und so blieb die Sache bis vor ein paar Tagen liegen; dann wurde Baz Geständnis von 2007 öffentlich, über einen Artikel in der New York Post. Darin gibt Baz den Einfluss von Goldsteins Gräueltat auf ihn zu, gab zu sich gezielt gegen Juden gerichtet zu haben und gestand, dass er einem Van mit chassidischen Jungen zwei Meilen lang vom Manhattan Eye und der Ear Infirmary zur Brücke gefolgt zu sein. Auf die Frage, ob er auf einen Van voller Schwarzer oder Latinos geschossen hätte, antwortete er: „Nein, ich schoss nur auf sie, weil sie jüdisch waren.“

Dieses späte Geständnis zeigt ein wiederkehrendes Problem der Politiker, Gesetzeshüter und der Presse mit islamistischem Terrorismus auf: Sie sind nicht bereit ihm ins Gesicht zu blicken und ihm Mord zuzuordnen.

Vor kurzem erhob diese Vermeidung ihren hässlichen Kopf im Fall des Mohammed Merah in Toulouse (Frankreich), wo der sofortige Impuls des Establishments die Annahme war, der Mörder an drei Soldaten und vier Juden sei nicht muslimisch. Mein Kollege Adam Turner stellte im Daily Caller fest: „Die Spekulationen der Elite der westlichen öffentlichen Offiziellen und Medien über den wahren Mörder – vor der Entdeckung seiner Identität – konzentrierte sich stark (siehe auch hier, hier und hier) auf den Glauben, dass er ein weißer, europäischer Neonazi sei.“ Erst als Merah selbst der Polizei gegenüber mit seinem Verbrechen prahlte und sogar Videos seiner Taten an Al-Jazira schickte, lösten sich die anderen Theorien endlich in Luft auf.

Die Beispiele von Baz und Merah passen in ein weit größeres Muster der Leugnung islamistischen Terrorismus, das ich bis sage und schreibe ins Jahr 1990 zurückverfolge, als Rabbi Meir Kahane in New York City durch El Sayyid Nosair ermordet wurde; dieser Anschlag wurde vom Chef der Kriminalpolizei ursprünglich „einem verschreibungspflichtigen Medikament für oder im Zusammenhang mit Depressionen“ zugeschrieben. Seit damals hat das Establishment immer wieder ähnlich fadenscheinige Ausreden für islamistischen Terror hervorgezaubert; dazu gehörten „ein Streit bei der Arbeit“, eine „stürmische [familiäre] Beziehung“, das Akne-Medikament Accutane, ein „Verhaltensproblem“ und „Einsamkeit und Depression“.

Am meisten verstört aber die Tendenz, islamistischen Terror verminderten mentalen Fähigkeiten zuzuschreiben. So stellt Teri Blumenfeld in der aktuellen Ausgabe des Middle East Quarterly fest: „Muslime, die im Namen ihrer Religion töten, vermeiden vor westlichen Gerichten Bestrafung regelmäßig, indem sie auf Unzurechnungsfähigkeit oder mentale Inkompetenz plädieren.“ Vor westlichen Gerichten schreiben Verteidiger tatsächlich regelmäßig jihadistische Mordanschläge Unzurechnungsfähigkeit zu.

Die religiösen und ideologischen Wurzen des islamistischen Terrorismus zu ignorieren fordert einen hohen Preis; in der Ermordung Kahanes nicht sorgfältig zu ermitteln bedeutete, dass Material übersehen wurde, das den Bombenanschlag auf das World Trade Center 1993 hätte verhindern können; und wäre Merah früher festgenommen worden, hätte Leben gerettet werden können. Dem Islamismus muss direkt entgegengetreten werden, um uns vor zukünftiger Gewalt zu schützen.

Der Text erschien zuerst auf der deutschen Webseite von Daniel Pipes. Englisches Original: It’s Not Road Rage, It’s Terrorism (National Review Online, 3. April 2012). Übersetzung: H. Eiteneier

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