Uns die Freiheit, ihnen die Ehre

2. März 2012 0

Eine respektvolle und menschliche Sicht auf das Islamproblem

Walhalla, die Ruhmeshalle der Deutschen in Donaustauf (Bild: Uli Carthäuser; pixelio.de)

Ja, wir haben ein Islamproblem. Der Islam ist DAS Problem unserer Zeit, möchte man sagen. Dies beweist nicht zuletzt die gerade vom Bundesministerium des Inneren veröffentlichte Studie Lebenswelten junger Muslime in Deutschland. Wir haben ein Problem mit dieser Ideologie, weil sie die Menschen unterdrückt, weil sie sie unfrei macht, wie jede andere totalitäre Ideologie, vor allem der Sozialismus in seiner internationalen und nationalistischen Form.

Wir aber wollen frei sein, selbstbestimmt leben. Für uns ist die Freiheit zusammen mit der Gerechtigkeit der höchste Wert – beides zusammen drückt sich in unserem Verständnis der (grundgesetzlich geschützten) Menschenwürde aus. Für die Muslime 1 ist Freiheit das nicht. Kann sie auch gar nicht. „Der Liberalismus ist die Reflexionsform der politischen Moderne“, brachte es Wolfgang Kersting einmal treffend auf den Punkt. „Die liberale Ordnung […] ist institutionalisiertes Menschenrecht und basiert auf dem Zusammenspiel der institutionellen Sphären des freien Marktes, der Herrschaft des Gesetzes, einer gewaltenteiligen Verfassung, der demokratischen Herrschaftsausübung und der offenen Gesellschaft.“ 2

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass muslimische Gesellschaften niemals die notwendigen kulturellen und politischen Schritte zur freien Gesellschaft durchlaufen haben: Sie haben nur selten ein humanistisches Denken entwickelt, sie haben keine Rationalität in ihrem Wissen und Denken, denn Allah weiß ja sowieso schon alles. Von Säkularität können Menschen in islamischen Ländern nur träumen, selbst im angeblichen Musterland Türkei hat sie nicht einmal ein Jahrhundert vorgehalten. Ist die weltliche Macht jedoch religiös legitimiert, kann sie nicht hinterfragt werden, geschweige denn, dass sie den gleichen Gesetzen wie der normale Bürger unterliegt. Und wenn diese Rechtsstaatlichkeit fehlt, ist Demokratie in weiter Ferne. Alle Versuche, sie trotzdem von außen zu installieren, müssen scheitern und tun es auch (siehe derzeit in der arabischen Welt, aber auch schon vor Jahren statistisch belegt in: Wandel durch Wahlen?). Die Menschenrechte als (bisher) höchste Stufe der Zivilisation stehen in islamisch geprägten Ländern immer unter der Prämisse der Vereinbarkeit mit der Scharia – mehr kann man die Idee der Menschenrechte wohl nicht ad absurdum führen.

Doch was wertschätzen Muslime, wenn sie die Freiheit so wenig mögen? Für sie ist die Ehre das höchste aller Gefühle. Zumindest das, was sie darunter verstehen. Zur Erlangung und vor allem zum Erhalt dieser Ehre sind alle Mittel recht. Vor allem die Einschränkung der Freiheit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Wir können den Muslimen nun nicht vorschreiben, die Freiheit zu lieben, denn das stünde nicht nur mit dem Prinzip der Freiheit selbst im Widerspruch, sondern auch mit jedem Wert. Denn Werte bekommt man nicht, man erlernt, erwirbt, erarbeitet sie sich. Deswegen sind Muslime nicht schlechtere Menschen als wir. Nur eben anders. Und das müssen wir respektieren.

Was wir von den hier lebenden Muslimen verlangen können ist, dass sie sich an die äußeren Regeln halten, dass sie unseren Gesetzen folgen. Aber alles andere ist freiwillig. Doch wir wissen auch, dass das auf Dauer nicht gut gehen kann. Denn wie oben gezeigt, bedarf die Demokratie vor allem überzeugter Demokraten und mündiger Staatsbürger.

Die einzige Lösung bestünde darin, nur diejenigen einwandern zu lassen, die durch noch näher zu bestimmende Kriterien beweisen, dass sie es ernst meinen mit der Integration, dass sie nicht nur unseren Wohlstand, sondern auch unsere Werte wollen. Denn wenn jeder in dem System bleibt, wo er seine Werte (am meisten) verwirklicht sieht, ist es wohl für alle am besten.

Sollen sie ihre Ehre doch haben. Aber lasst uns unsere Freiheit!

Notes:

  1. Ich spreche allgemein von Muslimen, bin mir aber bewusst, dass es auch viele Ausnahmen gibt.
  2. Wolfgang Kersting (2009): Verteidigung des Liberalismus. Hamburg: Murmann Verlag, 234 Seiten.

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