KT kommt doch nicht

20. Januar 2012 1

Zu Guttenberg wird vorerst nicht in die deutsche Politik zurückkehren

Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg auf der 47. Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2011, damals noch Verteidigungsminister - Bild: Kai Mörk„Vorerst abgeschrieben“, betitelt Spiegel Online die jetzt bekannt gewordene Absage des Ex-Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg mehr als zweideutig. CSU-Chef Horst Seehofer hatte für diese achso wichtige Nachricht am heutigen Freitag eigens eine Pressekonferenz in Berlin anberaumt. Zu Guttenberg werde 2013 nicht für ein Mandat kandidieren, war dann die schlichte Botschaft.

Seit Wochen hatten Gerüchte über die Rückkehr des einstigen Politiklieblings der Deutschen die Runde gemacht, selbst eine eigene Parteigründung stand zwischen den Zeilen. Erst fiel der Adlige in seinem Buch Vorerst gescheitert über die CSU her, dann sollte es plötzlich Gespräche mit der Parteispitze über einen Wiederantritt geben.

Nun wolle er doch noch länger aus seinen Fehlern lernen, schreibt zu Guttenberg in einem Brief an seine Parteifreunde, wie der Spiegel berichtet. Nach seiner Plagiatsaffäre, die letzten Ende zu seinem Rücktritt führte, war zu Guttenberg wegen eines Beratervertrages für die EU in die Schlagzeilen gekommen. Dort war KT ausgerechnet für Internetfreiheit zuständig – und das, obwohl gerade die Internetszene die Fälschungen in seiner Doktorarbeit aufgedeckt hatte.

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  1. Georgi T. 31. Januar 2012 at 06:41 - Reply

    Vor einem Jahr trat der Minister für Verteidigung, Herr zu Guttenberg, zurück. Eine unglaubliche Hexen-Jagd des 21. Jh. ging zu Ende.
    Mit Empörung verfolgten wir die beschämende Kampagne gegen Herrn zu Guttenberg. Eine Kampagne, geführt von Leuten ohne jegliche Erziehung, für die Wörter wie Lügner, Betrüger, Hochstapler etc. zu ihrer Umgangssprache gehören. Leute, die eindeutig ihre Erziehung auf der Straße bekommen haben. Aber auch von Leuten, nachgewiesene Stasi-Mitarbeiter in der früheren DDR, und Gesine Lötzsch, die gemeinsam mit einer ehemaligen RAF-Terroristin über einen neuen Weg zum Kommunismus diskutiert und propagiert haben. Eine Schande für die Demokratie.
    Es ist verblüffend, dass für das deutsche Parlament die fehlenden Fußnoten in einer Doktorarbeit wesentlich höhere Aufmerksamkeit verdienen und erbitterte Ablehnung hervorrufen als eine frühere Stasi-Zugehörigkeit von Bundestagabgeordneten sowie kommunistische Propaganda.
    Die gegenüber einem deutschen Politiker, Herrn zu Guttenberg, geführte Diskreditierungskampagne ähnelte sehr den perfiden Methoden der Stasi in den ehemaligen kommunistischen Ländern, Andersdenkende und politische Gegner zu denunzieren, ihren Ruf in Beruf, Familie und Freundeskreis zu beschädigen und somit in die gesellschaftliche Isolation zu bringen.
    Offensichtlich haben die Linksgesinnten in Deutschland einiges davon gelernt und übernommen.
    Es ist aber auch bedrückend anzusehen, wie erfolgreich so eine Diskreditierungskampagne geführt und durchgesetzt werden kann, und wie wehr- und hilflos die konservativen Parteien sind, dieser Kampagne entgegen zu treten.
    Das nächste Opfer lässt grüßen.

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