USA: Imam verurteilt

14. Januar 2012 1

Lebenslange Haft für muslimischen Geistlichen

Ziel eines Anschlags von Al Qaida im Jahr 2007: Der New Yorker John-F-Kennedy-Flughafen (Luftaufnahme)

Wie jihadwatch.org berichtet, wurde in den USA ein muslimischer Geistlicher zu lebenslanger Haft verurteilt. Der schiitische Imam Kareem Ibrahim war im Jahr 2007 an der Planung eines Anschlags am New Yorker John-F-Kennedy-Flughafen beteiligt.

Teil eines perfiden Terrorplans

Der Betreiber von jihadwatch.org, der renommierte Religionswissenschaftler Robert Spencer, beklagt in seinem Blog, dass die US-Medien sich kaum für den Prozess interessieren und sich schon gar nicht um die Frage kümmern, warum ein Geistlicher Teil eines solch perfiden Terrorplanes werden konnte.

„Politische Korrektheit“ erreicht auch in den USA neue Dimensionen

Offensichtlich erreicht die „Politische Korrektheit“ auch in den USA neue Dimensionen, wie ein Statement von US-Staatsanwältin Loretta Lynch zeigt: der 66-jährige Imam aus Trinidad hätte mit seiner Partizipation an dem Verbrechen die wahren Statthalter seiner Religion verraten, sagte sie gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Dazu Robert Spencer scherzhaft: Schon klar, dass Loretta Lynch besser weiß, wer die „wahren Statthalter“ des Islam sind, als ein 66-jähriger schiitischer Imam.

One Comment »

  1. cicero 14. Januar 2012 at 17:41 - Reply

    Was mir an Robert Spencer überhaupt nicht gefällt, ist, dass er keine Perspektive für eine Islamreform eröffnet.

    Sind denn die Dschihadisten wirklich die „wahren“ Statthalter des Islam, wie er wohl meint? Damit tut er so, als ob die nachträgliche (!) Konstruktion von Islam die Ursprünge des Islam korrekt wiedergeben würde. Das ist aber sachlich falsch. Wenn überhaupt eines gewiss ist, dann, dass der orthodoxe Islam eine nachträgliche Konstruktion ist.

    Andererseits veröffentlicht Robert Spencer bald ein Buch, demzufolge er durchaus weiß, dass die Anfänge des Islam anders waren. Er geht darin allerdings so weit, dass er Mohammed für eine Erfindung hält. Das kann man aus den Ankündigungen herauslesen.

    Wie wäre es, wenn er aus Gründen der Fairness (und der Klugheit und der Wahrheitsliebe) auch eine Mittelposition für möglich halten würde? Dass es Mohammed doch gab, und dass er nicht so kriegerisch, frauenfeindlich etc. war, wie man ihn nachträglich machte?

    Exakt das ist nämlich aller Anfang einer echten und tragfähigen Islamreform. Sonst kann man es nämlich vergessen. Wenn diese Mittelposition nicht auf Fairness trifft und als Möglichkeit mit im Raum steht, dann gibt es keinen Ausweg aus dem Clash of Civilizations. Ich plädiere deshalb dafür, diesen Ausweg möglichst weit und breit zu öffnen und bekannt zu machen und vor allem: Mit Muslimen über genau diese Mittelposition zu diskutieren.

    Auf Spencer wird man dabei wohl nicht zählen können. Spencer gefällt sich zu sehr darin, das Böse an die Wand zu malen. Ich sehe da wenig Konstruktives.

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