Lasst die armen Schweine!

14. Januar 2012 1

Satire: Die Politik geht vor die Hunde

Gibt es die Rasse Nazischweine wirklich? – Blid: Markus Walti / pixelio.de

Mir ist neulich etwas sehr Merkwürdiges passiert. Ich war bei einer Freundin zu Besuch, eine engagierte Tierschützerin wie ich und wir haben uns verplaudert, so dass ich erst in der Dämmerung ihre Wohnung verließ.

Draußen vor der Haustür war irgendein Krieg ausgebrochen. Vermummte gegen Polizisten, das alte Spiel. Und ich so mir nichts, dir nichts mitten drin. Mein Pech: Ich trug einen braunen Mantel und unter meiner Nase befanden sich noch ein paar Krümel meines Schnupftabaks. So was kann zu Verwechselungen führen.

Ich wurde dann auch sogleich von mehreren Vermummten persönlich angesprochen: „Nazisau“ und „Rassistenschwein“ brüllten sie. Dabei zeigten sie mit dem Mittelfinger auf mich und ihre Gesichter waren hassverzerrt. Die Antifa mal wieder voll unter Strom.

Ich bin ganz schnell wieder hoch zu meiner Freundin und erzählte ihr mit zittriger Stimme von dem Vorfall. Meine Freundin ist ziemlich cool. Sie ging zum Bücherregal und zog Brehms Tierleben raus. Dann blätterte sie eifrig darin herum, schüttelte den Kopf und konnte mich wieder beruhigen: „Es gibt keine Nazisäue und auch keine Rassistenschweine.“

Sie hat natürlich Recht. Es ist bislang nicht bekannt, dass sich in der Fauna Tiere herumtreiben, die andere Tiere aufgrund ihrer Fellfarbe oder Rasse in Konzentrationslager stecken und umbringen. Selbst Schweine nicht.

Da hat sich die Antifa wohl mal wieder geirrt. Aber das ist ja menschlich. Das geht ja vielen so – auch den Linken und Grünen. Da wird gerne mal ein südamerikanischer Vogel zum Pleitegeier gemacht und ein kleiner einheimischer Piepmatz als Schnapsdrossel stigmatisiert. Kein Problem, Tiere zu beleidigen, in dem man sie mit menschlichen – negativen – Attributen versieht. Die wehren sich ja nicht.

Aber liegt nicht hier genau das Problem? Abgesehen davon, dass der Mensch Tiere foltert und vernichtet, er benutzt sie sogar, um eigene Schwächen zu kaschieren. Wie menschlich. Und all die Linken und Grünen, die jeden Andersdenkenden ganz schnell als „Rassisten“ beschimpfen, sind im Grunde genommen noch etwas viel Schlimmeres – sie sind ARTISTEN.

Unter ARTISTEN verstehe ich Leute, die meinen und behaupten, sie wären etwas Besseres als eine andere Art, zum Beispiel besser als Tiere. Das ist mehr als arrogant, das ist die Steigerung von Rassismus! Der Mensch ist ggf. eine andere, aber keineswegs bessere Art als eine andere.

Wie soll ich das verstehen, wenn in Schleswig-Holstein grüne Ökobauern migrierte Emus zum Abschuss freigeben, um das heimische Biotop zu schützen? Diese Machenschaften kommen uns doch recht bekannt vor, oder? Und „unmenschlich“ können nur Menschen sein – dieses Synonym für alles Böse dieser Welt sollte dringend aus unserem Wortschatz gestrichen und nicht den Tieren untergeschoben werden. Also liebe Antifa, liebe Grüne und Linke, wenn Ihr schon pöbeln wollt, lasst die armen Schweine aus dem Spiel!

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