Neustart 2012

5. Januar 2012 55

Frank-Furter Schnauze: In eigener Sache

Silvesternacht in Frankfurt am Main (Bild: Thomas Wolf; Quelle: Wikipedia)

Liebe Leser,

Zu aller erst möchte ich Ihnen ein frohes neues Jahr 2012 wünschen! Wie sicherlich die meisten von Ihnen habe auch ich die letzten beiden Wochen im Kreise von Familie und Freunden verbracht, viel gefeiert, viel gegessen, abgeschaltet und Revue passieren lassen, was im vergangenen Jahr geschehen ist. Und es ist viel geschehen im Jahr 2011; in der großen, weiten, politischen Welt genauso wie auf meiner kleinen, persönlichen, politischen Bühne.

2011 war das Jahr, in dem ich mich zum ersten mal politisch engagierte: in der Partei DIE FREIHEIT, deren Mitglied ich im Januar wurde. Monatelang sah ich in der FREIHEIT die Chance, dass sich endlich jene längst überfällige politische Alternative entwickelt, nach der dieses Land fraglos dürstet: eine wahrhaft bürgerlich-liberale Partei, die sich gegen das geisttötende Prinzip der politischen Korrektheit, gegen Linksruck, Brüsseler Sozialismus, staatliche Bevormundung und Islamisierung erhebt – und für die Interessen der Menschen im Land, ihre Freiheit und ihren Wohlstand, streitet. Viel Kraft und viel Zeit habe ich in dieses Projekt investiert. Und alles spitzte sich zu auf die Ereignisse im Dezember des abgelaufenen Jahres: erst meine Wahl zum Stellvertretenden Bundesvorsitzenden und nur wenige Tage später mein Rücktritt von diesem Amt sowie mein Austritt aus der Partei.

In der Folge musste ich im Internet, vor allem im Forum der Seite „Politically Incorrect“ (PI) und auf der Internetseite der FREIHEIT, manch geradezu aberwitzige Unterstellung darüber lesen, warum ich mich – wie viele andere auch – zu diesem Schritt genötigt sah. Da wurde behauptet, die Ausgetretenen seien schlechte Verlierer, die das Wahlergebnis auf dem Bundesparteitag nicht akzeptieren konnten. Sie seien rückgratlose Pöstchenjäger, denen es nicht um „die Sache“, sondern nur um ihre persönlichen Ziele ging. Sie seien „Links-Liberale“, die danach strebten, die Partei in eine „CDU2.0“ zu verwandeln. Oder sie seien gar V-Männer vom Verfassungsschutz, deren einziges Ziel es war, die Partei möglichst zügig zu zerstören. Nur die wahren Gründe für die vielen Parteiaustritte, dokumentiert in zahlreichen Austrittsschreiben, wurden und werden gekonnt ignoriert.

Auf PI hat man derweil das Jahr mit einer Werbe-Kampagne für die FREIHEIT begonnen. Michael Stürzenberger (der es offenbar nicht vermag, seinen Schreibstil zu ändern, wenn er unter dem Redaktionskürzel „PI“ veröffentlicht) glorifizierte erst die Rede von René Stadtkewitz, am Folgetag den Auftritt Marc Dolls und am darauf folgenden Tag seine eigene Rede auf dem Frankfurter Bundesparteitag. Und absurderweise feiert die PI-Gemeinde geradezu euphorisch jene Vorträge, die möglicherweise das Ende der Partei besiegelt haben. Das zeigt einmal mehr, wie verkümmert die Fähigkeit zu strategischer Weitsicht in diesen Reihen teilweise ist.

Exemplarisch hat dies ebenjener Michael Stürzenberger im vergangenen Jahr vorgeführt: sein „Thesenpapier gegen die Islamisierung“ hat nicht nur die eigene Partei gespalten und das Projekt existenziell gefährdet. Es hat vielmehr auch – wie schon in meinem Offenen Brief an Stürzenbergers Adresse vorhergesagt – den politischen Gegner, allen voran die übermächtigen Meinungsmacher in linken Mainstreammedien, mit höchst wirksamer Munition beliefert, die nun gegen ihn, gegen PI, gegen die FREIHEIT und pauschal gegen „die Islamkritik“ abgefeuert wird.

Ersichtlich wurde dies gestern, als – wie längst erwartet – die DuMont-Medien einmal mehr zum Frontalangriff gegen die „Islamhasser“ ausholten. Freilich ist der Artikel des linken Hetzers Steven Geyer durchzogen mit Lügen und Verleumdungen, Fehldarstellungen und Übertreibungen, Halb- und Unwahrheiten. Doch zum ersten mal findet sich auch das ein oder andere Fünkchen Wahrheit in einer Geyer’schen Anklageschrift gegen die Islamkritik – Michael Stürzenberger sei Dank. Er hat den linken Hetzern geliefert, was sie sich in der Vergangenheit an den Haaren herbei ziehen mussten: Argumente. Und wenn nun Verfassungsschutzbehörden und Staatsanwaltschaften gegen PI und Michael Stürzenberger aktiv werden, haben die Dinge eine neue Dimension erreicht. Es wäre spätestens jetzt an der Zeit, das eigene Handeln selbstkritisch zu hinterfragen. Doch stattdessen verfallen Stürzenberger und Co. einmal mehr in ihre lieb gewonnene Routine, sich eher in verschwörungstheoretische Gefilde zu flüchten, als auch nur ein einziges mal eigene Verfehlungen einzusehen. Selbst ein drohender Prozess wegen Volksverhetzung wird scheinbar noch herbei gesehnt – in dem abenteuerlichen Irrglauben, Stürzenberger könne es Geert Wilders gleichtun und einen Schauprozess gegen den Islam führen. In Wahrheit droht ein Schauprozess gegen die Islamkritik, als deren Vorreiter sich Stürzenberger fatalerweise inszeniert.

Tatsächlich haben die gestrigen Verteidigungsschriften auf PI schon etwas skurilles: denn wer wie Stürzenberger in seinem Thesenpapier die Werte unserer Verfassung mit Füßen tritt, braucht sich nicht zu wundern, dass dies die Hüter der Verfassung auf den Plan ruft. Und wer ständig nur noch pauschal von „den Muslimen“ schwadroniert, zu Willkürmaßnahmen gegen eine Bevölkerungsgruppe aufruft und Islamverbot und Zwangsausweisung fordert, braucht sich ebenso wenig zu wundern, dass dies in Deutschland strafrechtliche Konsequenzen haben könnte.

Die Wahrheit ist: genau das ist der wohl entscheidenste von vielen Gründen für all die Parteiaustritte, meinen inklusive! Denn viele ehemalige Freiheitler waren und sind nicht gewillt, Stürzenberger und Co. auf diesem Weg ihrer schleichenden, politischen Extremisierung, ihrer selbstverschuldeten, gesellschaftlichen Isolation und ihres offenkundigen, dramatischen Realitätsverlustes zu folgen. Mögen sie selber auslöffeln, was sie sich selber eingebrockt haben.

Für mich indes geht der Kampf für die Sache weiter. Und diese Sache ist immer noch dieselbe wie zuvor. Vergessen Sie, liebe Leser, all das dumme Geschwätz von Rückgratlosigkeit, von Pöstchenjagden, von links-liberalen Ansichten, von „CDU2.0“ – und was sonst noch so im erweiterten Kreise der FREIHEIT an meine Adresse vorgebracht wird. Die Wahrheit ist: ich bin nicht bereit, mich selbst zu belügen und mein ganzes politisches Wirken darauf auszurichten, im Kommentarbereich irgendeines Internetblogs möglichst viele „likes“ zu bekommen. Ich bin nicht bereit, meinen Ruf zu ruinieren, indem ich zu jenen übertrieben solidarisch bin, deren strategische Weitsicht offenbar nicht einmal von München bis nach Dachau reicht. Ich bin nicht bereit, für den dringend notwendigen Kampf gegen die Islamisierung meine demokratischen Werte und Überzeugungen zu verraten. Kurzum: ich bin nicht bereit, den Lemmingen auf ihrem Weg gen Abgrund zu folgen.

Dazu ist mir die Sache, für die ich streite, zu wichtig. Nun fange ich also wieder bei Null an: als Autor einer Seite, die weit davon entfernt ist, so viele Leser wie „Politcally Incorrect“ zu haben. Man könnte dies als Rückschritt werten. Doch manchmal muss man einen Schritt zurück gehen, um auf lange Sicht spürbar vorwärts zu kommen.

Tatsächlich wäre es wohl der einfachste Weg gewesen, weiter für PI zu schreiben und mich meiner jüngst gewonnenen „Pöstchen“ in der FREIHEIT zu erfreuen. Doch dazu hätte ich die Augen vor gravierenden Fehlentwicklungen verschließen müssen. Und genau dazu war und bin ich nicht bereit. Mein Weg mag der schwierigere sein, doch ich gehe ihn stolz, aufrecht und guten Gewissens – denn es ist der richtige.

Das Jahr 2012 markiert für mich einen Neuanfang. Doch das wesentliche ist: die dramatischen Probleme, vor denen unser Land steht, bleiben. Sie werden sogar noch schlimmer, da ist von auszugehen. Und es ist Zeit, allerhöchste Zeit, dass endlich eine bürgerliche Bewegung entsteht, die sich der schleichenden Machtnahme der Eliten, dem zunehmenden (und in allen Belangen verheerenden) Linksruck und der nicht zu leugnenden Islamisierung entgegen stellt. Und ich bin nach wie vor gewillt, meinen Teil dazu beizutragen. Auf dass sich endlich eine Bewegung entwickelt, deren Ziel es nicht nur ist, zu verhindern, dass Deutschland sich abschafft, sondern deren Wesen es ebenso ist, dieses Ziel seriös, anständig, wertetreu und strategisch klug zu verfolgen. Denn nichts bräuchte unser Land dringender als das.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns allen ein erfolgreiches Jahr 2012.

Mit freiheitlichen Grüssen,

Marco Pino

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55 Comments »

  1. Prof.Kantholz 5. Januar 2012 at 15:44 - Reply

    Es ist mehr als schmerzhaft zu erleben, wie die Hoffnungen, die viele Menschen (darunter auch ich) in DF gesetzt haben, nach und nach zerbrechen an den inneren Querelen, die diese Partei kurz nach der ersten „Feuertaufe“ bereits durchziehen.

    Ich kann derzeit nicht sagen, ob ich noch Hoffnungen habe. Sicher weiß ich aber, dass ich derzeit zu DF keine Alternative sehe. Weder bei Pro noch bei den Republikanern und schon gar nicht in den ehemals „bürgerlichen“ Parteien CDU/CSU oder FDP. Von der NPD gar nicht erst zu sprechen.

    Ich bin derzeit einfach überfragt, ratlos und traurig.

  2. Freedom4 5. Januar 2012 at 16:12 - Reply

    Ich finds auch traurig, aber irgendwie wars doch absehbar. Stürzenbergers Thesenpapier ist echt peinlicher Unfug, total unrealistische Forderungen, und dazu noch Extremismus pur. Aber mit PI im Rücken war klar, dass er sich in der Partei durchsetzt. Damit ist die Freiheit wohl endgütlig die PI-Partei. Kein Wunder, daß sich die PIler freuen, aber erreichen wird sone partei nix. Wenn schon Leute wie Frank Furter und Christian Jung abhauen… wer soll uns denn dann wählen?
    Achja… „uns“… noch zumindest… mal schauen, vielleicht passiert ja noch ein Wunder. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt… aber dann muss mehr kommen als Islamkritik auf PI Niveau. Irgendwie glaub ich da nicht mehr dran… 🙁

  3. Tom 5. Januar 2012 at 16:50 - Reply

    Guter Kommentar, wie immer.

    Nur Frage ich mich: sollte man wirklich seine Fehden wirklich so offen austragen? Damit meine ich beide Seiten, Frank-Furter und PI/Michael Stürzenberger. Beispielsweise sollte es Frank-Furter doch völlig egal sein, ob PI eine Werbe-Kampagne für die FREIHEIT fährt oder nicht. (oder ob man offenbar nicht vermag, seinen Schreibstil zu ändern). Wem ist damit geholfen?

    Damit arbeitet man doch nur dem politischen Gegner in die Hände, indem man ihm auch gleich die Argumente mitliefert

  4. Cassandra 5. Januar 2012 at 16:50 - Reply

    Juhuu, Frank Furter ist back. Oh, entschudlige, Marco, nicht Frank Furter. Also, dir auch Happy New Year! Hey, wir haben uns auf dem Parteitag in Frankfurt kennen gelernt. Standen draußen ne zeitlang und haben gequatscht. Vielleciht kannst du mich mal per email kontaktieren? Die Adresse hab ich hier angegeben (da siehst auch meinen echten namen *g*).

    Ich bin übrigens auch ausgetreten. Das sich Stadtkewitz so deutlich hinter Stürzi gestellt hat, ging mir eindeutig zu weit. Eure Agenda, die von Christian und dir, fand ich super. Ich meine, wie blöd ist der Stadtkewitz eigentlich? Klammert sich an einen Stürzenberger, der mE den Verstand verloren hat und wohl bald vor Gericht landet, aber vergrault die wenigen leute, die sich ernsthaft Gedanken machen, wie man den Karren ans laufen kriegt… fand das unglaublich, wirklich.

    Also, falls Du mit Christian was neues machst, ich bin dabei!! *g*

    Liebe Grüsse, M.

  5. Wiener 5. Januar 2012 at 16:54 - Reply

    Zitat: „Ich bin nicht bereit, meinen Ruf zu ruinieren,“
    ich glaub, das ist der eigentliche Punkt. Allerdings auch sehr verständlich, wenn man ehrlich ist.

  6. Volker 5. Januar 2012 at 17:24 - Reply

    …aber den Versuch den Flügelkampf zu führen hättest Du schon unternhemen können, lieber Marco. Das selbe gilt für natürlich auch für die Anderen „Stürzenbergkritiker“, die ebenfalls die Flinte ins Korn geworfen haben.
    Frohes Neues trotzdem oder gerade deswegen !

  7. Christian Jung 5. Januar 2012 at 18:55 - Reply

    Na, da hat aber einer den Islam nicht verstanden…

    Scherz beiseite: Sehr schöner Kommentar.

    Die strategische Reichweite ist besonders schön dargestellt.
    Aber dafür hat Michael ja in seiner Rede festgestellt, man müsse als Partei vorwiegend Islamkritik betreiben. Die restlichen Themen würden dann „automatisch mitschwimmen“ (das Leben kann so einfach sein). Ich frage mich nur, in welchem Zusammenhang uns die Geisteshaltung bekannt ist, laut der man alles dem Koran entnehmen könne.

  8. Michemm 5. Januar 2012 at 19:13 - Reply

    Hey Frank Furter, was sagstn Du zu Deinen nachfolgern in hessen? Wie man sieht, gibts da noch jede Menge gute Leute *ironie-off* 😀
    http://quotenqueen.wordpress.com/2012/01/05/bericht-vom-sonderparteitag-der-freiheit-hessen/
    Hahaha…

  9. Emmett Grogan 5. Januar 2012 at 19:38 - Reply

    Bravo, Marco!

  10. Heiko Müller 5. Januar 2012 at 20:07 - Reply

    Sehr wahrheitsgemäßer Beitrag! Eine Dramatik!: Alle die konstruktiv und ideologisch wertvoll sind, verlassen das Schiff ,,Die Freiheit“! Tja, die Offiziere dieses Dampfers müssen wohl klar den falschen Kurs gesetzt haben! Schade nur, das diese nicht nachdenken, und gegen den Eisberg steuern! Wir werden ein neues Team-Boot bauen! – und mit Vollgas auslaufen in Richtung Demokratie!

  11. Erich P. Burkhardt 5. Januar 2012 at 20:08 - Reply

    Ich habe DIE FREIHEIT verlassen, weil mit Hr. Stadtkewitz, Y. Mayer u. den anderen aus der „Pankower Seilschaft“ kein Staat zu machen ist. Die von Stadtkewitz inszenierte Lahmlegung der Diskussionen im Netzwerk(angeblich techn. Probleme), Einsetzung des völlig unfähigen Schatzmeisters Y.A. Mayer als kommisarischer Vorstand für Berlin sprechen für sich. Allerdings war ich auch zunächst sehr erleichtert, als Marco Pino, Aaron König u.a., die der DF eine andere, linkere Richgung geben wollten, die Partei verließen. Platz ist nur rechts von der CDU.

    • Marco Pino 5. Januar 2012 at 22:41 - Reply

      Hallo Herr Burkhardt,

      da sind Sie wohl einem Bären aufgesessen. Zu erst einmal hatte und habe ich mit Aaron König nichts zu tun. Und zweitens ging es zu keinem Zeitpunkt darum, die Freiheit „linker“ zu machen. Himmel hilf! Das war wohl eine geschickte Strategie von Stadtkewitz und Co, Christian Jung und mir zu unterstellen, dass wir das vorhätten (Stichwort „CDU2.0“). Ich hätte nur nicht ansatzweise für möglich gehalten, dass tatsächlich so viele Leute auf diesen Unfug hereinfallen würden.

      MFG

      • Erich P. Burkhardt 5. Januar 2012 at 23:58 - Reply

        Was den Linksdrall betrifft: War und ist meine eigene Einschätzung. Manchmal höre ich auf andere – in diesem Fall nicht.

        • Nomade 7. Januar 2012 at 14:24 - Reply

          Es würde mich sehr interessieren, an welchen Positionen Sie diesen „Linksdrall“ fetsmachen. Ich sehe es gerade als die große Schwäche der Freiheit,daß sie seit einem Jahr nicht bei der Ausarbeitung der eigenen Positionen in Wirtschafts, Sozial etc Politk vorankommt. Auch bei dem Versuch, von nationalkonservativen (Doll) bis libertären (König) alle in ein Boot zu holen, solange sie nur islamkritisch sind, läßt mich im nachhinein fragen, ob hier nur Dilettanten in der Spitze am Werk waren, die außer Islam von nichts eine Ahnung hatten.Dabei wäre es so einfach gewesen, eine sinnvolle Mischung aus SVP, Wilders, FPÖ (ja ich weiß…) zusammenzubrauen, und schon wäre der rechtspolitische Wahlschlager perfekt gewesen (naja,vielleicht nicht in Berlin, aber sonst schon…)

      • Prof.Kantholz 6. Januar 2012 at 09:59 - Reply

        Genau diese Ansicht (Ziel: CDU 2.0) wird allerdings auch bei PI meinem Eindruck nach recht vehement vertreten.

        Interessant (und erleichternd) zu hören, dass da nichts dran ist.

        Sollte es sich hier wirklich um eine Schmutzkampagne handeln, bin ich auch raus bei DF. Für sowas bin ich nicht zu haben.

        Konkret gefragt: Wie siehst Du persönlich die weitere Entwicklung (nicht von DF, sondern von Dir selber)? Bist Du da schon in konkreten Planungen angelangt oder nimmst Du Dir politisch erstmal eine Auszeit?

        Ich halte zwar wenig von Splittergruppen, aber wenn es sie eh gibt, dann will ich dem vernünftigsten Splitter angehören, der das gleiche Ziel verfolgt wie ich.

        Frohes Neues nachträglich!.

        • Marco Pino 6. Januar 2012 at 10:35 - Reply

          Also, diese Nummer mit CDU2.0 war schon geschickt, der René ist ja was das angeht ein alter Hase. Er hat seit der Veröffentlichung unseres Strategiepapiers jeden öffentlichen Auftritt dazu genutzt, die Floskel „CDU2.0“ zu verwenden: bei PI, in der JF und in seiner Rede auf dem BPT. So gesehen muss man sagen, mit Blick auf seinen Machterhalt in der Partei war das sehr geschickt, ein taktischer Coup. Parteistrategisch war es allerdings höchst bedenklich, vor allem mit Blick auf die Inhalte. Unsere Agenda war ja alles andere als „weichgespült“, vor allem was die politischen Forderungen angeht. Die gingen teilweise weit über das hinaus, was zB die SVP in der Schweiz macht. Sie war aber seriös formuliert, nicht hetzerisch und stand klar auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

          Und genau hier liegt das Problem für viele Ausgetretenen: die Botschaft vom BPT lautet, dass eine klar rechts-konservative, rechts-liberale und seriös formulierte Agenda „weichgespültes CDU2.0“ war, das es zu verhindern gilt. Auf der anderen Seite ist das klar extremistische Thesenpapier von Stürzenberger der „Geist von Geert Wilders“ (auch so eine dumme Floskel), die es zu verteidigen und deren Autor es zu unterstützen gilt. Diese Botschaft verstanden viele, auch ich, als einen Rechtsruck. Das ist die Wahrheit: es wurde kein Linksruck verhindert, sondern unter tosendem Applaus ein Rechtsruck vollzogen, der vielen einfach zu weit ging. Viele DF-Mitlgieder wären niemals der PRO-Bewegung beigetreten, aufgrund deren Nähe zu rechtsextremistischen Positionen (und Personen). Nach dem BPT fragten sich viele: was unterscheidet DIESE Freiheit noch von der Pro-Bewegung? Die Austritte haben nichts mit persönlichen Befindlichkeiten zu tun, es ging vielen schlicht und ergreifend gegen ihre innersten politischen Überzeugungen, mit denen sie nicht zu brechen bereit waren.

          Was die Zukunft angeht: wir werden sicher nicht gleich eine neue Partei gründen. Das bringt nichts, die Lage „rechts von der CDU“ ist so, dass es zwar ein riesen Potenzial gibt, aber auch eine große Zersplitterung in zahlreiche Parteien und Bewegungen. Wir werden aber auch nicht in Passivität verfallen. Im Gegenteil, wir werden uns weiter engagieren. Wie genau, wird die Zukunft zeigen. Aber eines ist sicher: sie werden es hier auf CT zuerst erfahren. 😉

          Grüsse, Marco

          • Prof.Kantholz 6. Januar 2012 at 12:32 -

            Danke für dieses ausführliche und nachvollziehbare Statement.

            Ich werde ein letztes Mal Pro und Contra abwägen, um mir dann über meinen eigenen Verbleib in DF klar zu werden.

            Hinsichtlich der Zukunft mache ich mir als regelmäßiger CT-Leser wenig Gedanken. Es ist ein großes intellektuelles, politisches und menschliches Potential vorhanden, welches durchaus auch in der Lage sein sollte, eine vernünftige Alternative zu bilden.

            Ich werds ja mitkriegen 😉

            Aber eine Bitte: Falls es doch eine neue Partei geben sollte (!), bitte einen etwas zugkräftigeren Namen wählen. „Die Freiheit“ war (das ist nur kosmetisch, aber immerhin) als Label etwas sperrig.

          • Nomade 7. Januar 2012 at 14:32 -

            Ich denke, selbst die Proler werden den jetzigen Freiheitsbossen nicht genügend islamfokusiert sein. Als Contra gegen Verbleib in der dF würde ich noch aufführen, daß man damit nur ein Politikmodell fördern würde, das der an Ergebnissen orientierten realpolitischen Islamkritik durch ihren fundamentalistisch anmutenden Eifer nur Schaden und ein negatives Image in der Bevölkerung bringen würde.

      • Schachfigur 6. Januar 2012 at 16:10 - Reply

        Leider fallen eine ganze Menge Leute auf diesen Unfug herein! Das ist traurige Realität!

        Deine Umschreibung, Marco, dass es keine linke Gegenbewegung gab, sondern nur ein Rechtsruck der Freiheit verhindert werden sollte, ist sehr treffend formuliert! Jetzt jubeln wahrscheinlich diejenigen, die sich mehr oder weniger heimlich schon immer einen Zusammenschluß mit Pro und/oder Reps gewünscht haben.

        Übrigens, schön wieder von Dir zu lesen – ich hatte schon Entzugserscheinungen 😉

        Auch von mir eine frohes Neues nachträglich!

        • Marco Pino 6. Januar 2012 at 21:14 - Reply

          Danke! 🙂

  12. the_critical 5. Januar 2012 at 21:39 - Reply

    Auch ein frohes Neues Jahr Herr Pino!

    Den besagten Weg gehen Sie nicht alleine! Ich bin mir sicher, viele Leser stehen Ihnen bei und lesen auch weiter gerne Ihre Beiträge um sich mit der nötigen „differenzierten zweiten Meinung“ dem Alltag in den Systemmedien entgegen zu stellen und in Diskussionen auch andere Sichtweisen mutig dar zu stellen.

    Weiter so!

  13. Hannes J. 5. Januar 2012 at 21:46 - Reply

    Lieber Marko Pino,

    nicht Michael Stürzenberger´s Thesenpapier hat die Partei gespalten, sondern eure unverhältnismäßig politisch korrekte Reaktion darauf. Mit dem Austreten aus der Partei habt ihr zudem das Handtuch geworfen. Schade, wir werden versuche es ohne euch zu schaffen. Durch eure Austreten habt ihr viele Leute demoralisiert. Ihr hättet einen Flügel in der Partei bilden können. Aber von übergeordneten Prinzipien wie der Meinungsfreiheit verstehst du und andere die ausgetreten sind, offenbar sehr wenig.
    Nichtsdestotrotz halte auch ich euch Ausgetretene im Geist und wünsche euch alles erdenktliche Gute für eure Form der Islamkritik.

    Mit freiheitlichen Grüßen,

    Hannes J.

    • Marco Pino 5. Januar 2012 at 23:00 - Reply

      Hallo Hannes,

      auch ich wünsche Euch alles Gute!

      Nein, mein Lieber, die Welt besteht nicht nur aus politisch korrekt (schwarz) und politisch unkorrekt (weiß). Dazwischen gibt es eine Vielzahl von Grautönen, und es geht auch darüber hinaus. Stürzenbergers Thesenpapier war nicht politisch unkorrekt, sondern schlicht und ergreifend jenseits der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Auch das politisch Unkorrekte darf diese Linie meiner Meinung nach nicht überschreiten.

      Was die Meinungsfreiheit angeht: auch die hat ihre Grenzen. Wenn es zB Deine Meinung wäre, dass irgendwer ermordert werden soll, dann wäre das ab einem gewissen Punkt auch nicht mehr mit der Meinungsfreiheit gedeckt, sondern als Mordaufruf strafbar (und das ist auch verdammt gut so!).

      Der Austritt ist mir nicht leicht gefallen und glaub mir, ich habe mich nur sehr schweren Herzens von diesem Projekt getrennt. Aber Flügel hin, Flügel her… wenn selbst die Parteiführung sich derart demonstrativ hinter etwas stellt, was in meinen Augen grundsätzlich falsch ist, und die Basis das mit derart großer Zustimmung quittiert, dann muss ich einfach feststellen, dass ich wohl in der falschen Partei war.

      Meine Islamkritik, lieber Hennes, ist wie Du hier und auf PI lesen konntest, schonungslos, kompromisslos und gerne auch provokativ, aber stets auf dem Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

      Übrigens: vor einigen Monaten hat sich der V-Schutz noch sehr klar und deutlich positioniert, dass PI und DF keine extremistischen Bewegungen sind, die beobachtet werden müssten. Natürlich hat sich der Druck nach einigen Geschehnissen erhöht, aber deswegen hätte man sich gerade nach Oslo und den Döner-Morden etwas im Ton mäßigen sollen. Geschehen ist auf PI das Gegenteil, und vor allem Stürzenberger hat sich in seiner Wortwahl extremisiert. Das mag einen Blogbetreiber (Publizisten) nicht scheren, aber eine Partei (Politiker) muss damit anders umgehen, zumindest wenn sie (er) etwas erreichen will.

      Dennoch, wie gesagt, auch Euch alles Gute.

      MFG Marco (mit „c“)

  14. Andreas 5. Januar 2012 at 22:33 - Reply

    Hallo Marco,

    du schreibst du hättest die Augen verschließen müssen. Aber ist das denn wirklich so ? Ich denke nicht. Der Posten im Bundesvorstand hätte dir die Möglichkeit gegeben Dinge zu ändern. Und durch deinen rückratlosen Abgang hast du dich eben vor jenen Diskussion und Konflikten, für die du sicher auch gewählt wurdest, eindeutig gedrückt. Und darin liegt die Feigheit die dir viele von uns vorwerfen.

    Bist du dir sicher, dass du dich nicht doch selbst belügst ?

    • Marco Pino 5. Januar 2012 at 23:11 - Reply

      Hallo Andreas,

      wie in meinem Austrittsschreiben (das nachträglich ja auch PI zugespielt wurde) bereits geschrieben, entschuldige ich mich auch hier gerne noch einmal dafür, dass ich so kurzfristig nach meiner Wahl zurückgetreten bin. Ja, das ist das einzige, was ich mir in diesem Zusammenhang wirklich vorwerfe. Ich weiß noch, wie ich auf dem BPT gehadert habe, ob ich den Kandidaturvorschlag überhaupt annehmen soll. Und ja, es wäre besser gewesen, gar nicht mehr zu kandidieren. Aber Entscheidungen wie diese trifft man doch erst nach einem Prozess des Reflektierens. Ich wusste zB bis zum BPT nicht einmal, ob René Stadtkewitz überhaupt kandidieren würde. Und einen solchen Verlauf des BPT hatte ich schon gar nicht erwartet.

      Nein, ich belüge mich nicht. Die Entscheidung war die – aus meiner Sicht – einzig richtige. Andere haben diesen Entschluss schneller gefasst. Ich habe sehr lange mit mir selbst gehadert und mir ist das alles nicht leicht gefallen. Aber obsiegt haben am Ende meine tiefsten Überzeugungen.

      Ich wünsche Euch dennoch alles Gute, und dass ich mich geirrt habe! Das meine ich ernst.

      Und wie gesagt, sorry an all jene, die mein Schritt enttäuscht hat.

      MFG

      • Andreas 6. Januar 2012 at 10:23 - Reply

        Also ich weiss ehrlich nicht was du erwartet hast. Aber es interessiert mich brennend. Kannst du mir gern auch als E-Mail schreiben.

        • Marco Pino 6. Januar 2012 at 10:45 - Reply

          Also, kurz gefasst: ich habe erwartet, dass wir alle den BPT dazu nutzen, die Lager zu einen und den Streit beizulegen. Dazu wäre Entgegenkommen von beiden Seiten notwendig gewesen. Ich denke, ich habe das auch vorgeführt. Rückwirkend betrachtet war auch das – leider – ein Fehler, da sich insbesondere René und Marc klar auf eine Seite, nämlich die Stürzenberger-Fraktion geschlagen haben. Das mag, wie oben schon mal gesagt, taktisch klug gewesen sein, strategisch war es desaströs. Auch dahingehend finde ich, täten die Verbliebenen in der Partei gut daran, die Schuld für die Austritte nicht nur den Ausgetretenen zu geben. Stellt Euch mal vor, René hätte sich in seiner Eröffnungsrede in dieser Klarheit gegen Stürzenberger ausgesprochen. Dann wären von der anderen Seite ebenfalls viele ausgetreten. Wie so oft wäre der gesunde Mittelweg am besten gewesen, dazu hätte es aber Kompromissen bedurft, und nicht einer weiteren Eskalation der Streitereien.

          MFG

          • Thomas Frieling 6. Januar 2012 at 11:54 -

            In einem Punkt bin ich anderer Meinung: Ich glaube, einen Mittelweg gab es in dieser Sache nicht, ein Bruch war unvermeidlich.

            Herr Stadtkewitz hatte das erkannt und konnte so mit voller Schärfe eine Seite vertreten. Christian Jung wollte versöhnen, was ihn daran hinderte, mit derselben Schärfe dagegenzuhalten.

  15. Thomas Frieling 5. Januar 2012 at 22:38 - Reply

    Der Graben war einfach tiefer, als es sich die Gebliebenen vorstellen können. Der große Zuspruch, den Stürzenbergs Punkteplan im damaligen Forum erhalten hatte, hatte für mich etwas Surreales. Ich war mir sicher, hier wollten einige Radikale die Partei kapern und würden auf dem Parteitag ihr blaues Wunder erleben.
    Dort zeigte sich dann, daß die Kaperer in der Überzahl waren und die einst schöne Idee, endlich wieder eine wahrhaft bürgerliche Partei aufzubauen, die sich an den Interessen der Menschen in Deutschland orientiert, entweder komplett aus den Augen verloren oder bewußt über Bord geworfen hatten.
    Es ist ein Jammer.

  16. Andreas Lobenstein 5. Januar 2012 at 23:13 - Reply

    Auch Dir ein Frohes Neues Jahr, Marco!
    Was mich immer noch bei den Restbeständen der FREIHEIT wundert, ist die völlige Wurschtigkeit, mit der über alle Unappetitlichkeiten während des und nach dem Bundesparteitag hinweggesehen wird, als ob man nicht genau dies immer bei den sogenannten etablierten Parteien kritisiert hätte: Die Pöstchenschieberei (Y. Mayer zum Berliner Landesvorsitzenden machen, seine eigene Lebensabschnittsgefährtin zur Schatzmeisterin), wo unterscheidet sich das denn von Politik nach Gutsherrenart? Die perfide Art, mittels völlig undemokratischer Parteitagsregie innerparteiliche Konkurrenten möglichst nicht zu Wort kommen zu lassen, zu diffamieren und die Redlichkeit ihrer Motive in Abrede zu stellen?
    Neben den inhaltlich fragwürdigen Richtungsentscheidungen war es für mich dieser schäbige Umgang miteinander, der mir gezeigt hat, leider in der falschen Partei gewesen zu sein. Schade um dieses Projekt, das vor einem Jahr so vielsversprechend begann!

  17. Björn 6. Januar 2012 at 08:11 - Reply

    Es ist trotzdem ein Jammer das Pino die Partei verlassen hat – natürlich ist alles nicht eitel Sonnenschein bei der Freiheit , aber wer sagt den das alles immer weiter in diese Richtung laufen wird ?

    Hätte man nicht einfach weiter innerhalb der Partei seine eigenen Thesen vertreten und somit auch selber dazu beitragen können das Ruder in die ein oder andere Richtung mit zu bewegen ?
    Wäre das nicht der bessere Weg gewesen ?
    Es gibt noch soviele Mitstreiter die Pinos Weg mit unterstützt hätten , die aber alle noch nie zu Wort gekommen sind .
    Wenn man dabei geblieben wäre , hätte man all diese Menschen mitnehmen können auf seinem Weg .
    Es ist schade das Leute wie Jung und Pino nicht mehr in der Partei sind – aber die Freiheit wird weiter machen und die Freiheit lebt noch .
    Es würde Jung und Pino auch keiner übel nehmen wenn sie eines Tages zurück kehren würden , eher das Gegenteil ist der Fall.
    Man würde sich freuen diese guten Leute wieder mit an Bord zu haben .
    Wenn man was ändern will , dann muß man mit dabei sein .

    Parteien unterlaufen einer ewigen Evolution – heute geht`s in die Richtung – morgen vlt. schon in eine ganz andere . Wichtig ist nur das man seine eigenen Interessen weiterhin vertritt und das kann man ohne sich selbst oder seine eigenen Prinzipien zu hintergehen.

    • Thomas Frieling 6. Januar 2012 at 09:34 - Reply

      @Björn

      „Wenn man etwas ändern will, dann muß man mit dabei sein“.

      Für mich kann ich nur sagen, daß ich die Aussicht, etwas zu ändern, nach der vorgetragenen und fulminant bestätigten Richtungsgebung der Partei nicht mehr sehe.

    • Schachfigur 6. Januar 2012 at 17:04 - Reply

      „…natürlich ist alles nicht eitel Sonnenschein bei der Freiheit , aber wer sagt den das alles immer weiter in diese Richtung laufen wird ?“

      Genau das war die Haltung, die ich VOR dem BPT vertrat. Ich hatte mir zum einen erhofft, MS würde nicht für den BV kandidieren (bzw. zumindest nicht gewählt werden) um den akutesten Brandherd zu löschen. Zum anderen hatte ich, ob der zahlreichen anderen Ungereimtheiten, auf einen völligen Neuanfang auf der Führungsebene gehofft. Beide Hoffnungen haben sich nicht erfüllt: MS ist gewählt und die alte Garde ist nach wie vor am Drücker. Außerdem hat RS zudem klar gezeigt, dass er DF nach den verkommenen Maßstäben der von uns als überdrüssig empfundenen Altparteien führen wird. Hinter diesem Ergebnis stand auch noch die klare Mehrheit der Delegierten.

      Warum sollte sich also an dieser durch die Mitglieder legitimierten Situation in absehbarer Zeit irgend etwas ändern? Vielmehr lagen die nächsten unüberbrückbaren Differenzen bereits schon am Abend des BPT in der Luft, hätte Marco den BV nicht verlassen.

      Ich habe schon vorher einige Zweifel gehabt, aber seit dem BPT das Vertrauen in DF endgültig verloren. Ich glaube nicht mehr an eine Veränderung zum Positiven. Und sollte es doch soweit kommen, wird das noch verbliebene Porzellan bis dahin restlos zerschlagen sein. Dann gibt es keinen Grund mehr, weswegen man sich weiterhin an die alte Porzellansammlung klammern sollte, sondern es hilft nur ein völliger Neuanfang. Also besser gleich in eine komplett neue Sammlung investieren, als noch mehr Zeit und Geld für die Müllkippe zu opfern oder aber selbiges für andere Dinge des Lebens aufsparen.

  18. Björn 6. Januar 2012 at 08:12 - Reply

    …..und ein Frohes Neues Nahr – viel Glück und Gesundheit dem Frank Furter

  19. Marcus 6. Januar 2012 at 12:20 - Reply

    Also tut mir leid…..wieso lässt man sich an einem BPT wählen, um Tags darauf wieder zurück zutreten?

    Ich versteh diese ganze Debatte nicht….Herr Stürzenberger ist nur ein einziger in DF, ist doch völlig klar das man da nicht immer 100% einer Meinung sein kann.

    Wieso schaffen es die Islamkriter seit JAHREN nicht sich endlich mal zusammen zurauffen. Das kann doch alles nicht wahr sein, das Land rückt immer weiter nach Links, der Demographische wandel schreitet vor ran…..und wir reden noch immer über solch einen Bullshit.

    Mir gehts nicht um DF ( bin auch kein Mitglied ). Aber mich wundert es nicht…..wenn immer Personen die Lust und das Intresse an dem Kernthema verlieren.

    • Heiko Müller 6. Januar 2012 at 13:11 - Reply

      Genau Marcus, sehe ich auch so! Reden Reden Reden und nichts auf die Reihe bringen! —- JETZT MUSS MAL KONSTRUKTIV GEARBEITET WERDEN!

    • Thomas Frieling 6. Januar 2012 at 14:39 - Reply

      Die Antwort hat Herr Pino für sich bereits gegeben. Noch ein letzter Versuch:

      „Ich versteh diese ganze Debatte nicht….Herr Stürzenberger ist nur ein einziger in DF, ist doch völlig klar das man da nicht immer 100% einer Meinung sein kann.“

      Die Scheuklappenhaltung, die Galligkeit, der Ingrimm, der heilige Zorn, mit dem dieser Einzige das Thema Islamisierung angeht, wäre zu ertragen gewesen. Der überwältigend große Zuspruch zu dieser einen Person, die Identifikation mit ihm und seinem Weg, waren unerträglich. So will ich keine Politik machen.

      „…Aber mich wundert es nicht…..wenn immer Personen die Lust und das Intresse an dem Kernthema verlieren.“

      Für die einen ist es „das Kernthema“, für die anderen ist es eines der wichtigen Themen.

      • Marcus 6. Januar 2012 at 21:35 - Reply

        „Der überwältigend große Zuspruch zu dieser einen Person, die Identifikation mit ihm und seinem Weg, waren unerträglich. So will ich keine Politik machen.“

        Immer dieses Wunsch denken……mit dem und dem und dem will/kann ich nicht und überhaupt, solange bis nur noch eine verschwindene Minderheit übrig bleibt. Und dann wundert man sich wieso man bei Wahlen NIE die 5% Hürde auch nur annähernd hinbekommt.

  20. Aaron Koenig 6. Januar 2012 at 13:30 - Reply

    Viele Leute, die Marcos Ansichten teilen und die Stadtkewitz-Partei verlassen haben, sammeln sich zur Zeit hier: http://die-freidenker.mixxt.de

    Es handelt sich dabei jedoch keineswegs um einen „linksliberalen“ Flügel. Mir zum Beispiel war das Grundsatzprogramm immer zu links, nämlich zu sozialistisch-etastisch. Was wir in Deutschland brauchen, ist unserer Ansicht eine konsequent liberale Kraft – wir sagen aber lieber „libertär“, da der Begriff „liberal“ durch die FDP verbrannt ist und leider nur noch für Beliebigkeit und Klienteldenken steht.

    Durch den erfolgreichen Wahlkampf Ron Pauls in den USA ist klar, dass wir mit „libertär“ keinen linken Anarchosyndikalismus meinen, sondern eine Gesellschaft mit möglichst viel Freiheit, möglichst viel Markt und einem Staat, der sich auf seine Schiedsrichterrolle fokussiert und sich sonst aus dem Leben der Menschen heraushält. Damit ist der Kampf gegen alle totalitären Ideologien, ob Nationalsozialismus, Kommunismus oder Islamismus natürlich eingeschlossen.

    • Andreas Lobenstein 6. Januar 2012 at 16:16 - Reply

      Nicht nur in dieser Plattform, Aaron!

      Aber es stimmt vollkommen, das Gleichsetzen von moderater, taktisch kluger Islamkritik mit einer angeblich „linksliberalen“ Gesinnung ging mir auch zusehends auf die Nerven; mein Credo war und ist, dass Deutschland eine bürgerliche Partei braucht, die dem einzelnen vor allem seine Würde dadurch bewahrt, dass er Eigenverantwortlichkeit zurückerhält. Daran kranken in letzter Konsequenz alle politisch relevanten Themen unserer Gesellschaft.

    • Marco Pino 6. Januar 2012 at 16:48 - Reply

      Hallo Aaron,

      lang nix von Dir gehört. Ja, in Sachen Wirtschaft sehe ich in der Lehre der Austrians durchaus viele gute Ansätze, da haben wir sicher auch einige Überschneidungen. In anderen Punkten lagen Du und ich so weit auseinander wie Berlin und Melbourne. Aber gerade das machte die FREIHEIT eigentlich aus: dass sie schon mit recht wenig Mitgliedern doch ein breites Spektrum an Meinungen und Sichtweisen abbildete. Das war vielleicht ihr größtes Potenzial. Schade, dass es verspielt wurde.

      Dir für die Zukunft alles Gute.

      Grüsse Marco

  21. AndreasDd 6. Januar 2012 at 13:31 - Reply

    Danke Marco, wie immer sehr treffend. Und klar engagieren wir uns weiter… lass gelegentlich mal was von dir hören!

    Viele Grüße aus Düsseldorf !

  22. Matthias Schubert 6. Januar 2012 at 15:16 - Reply

    Alles Gute Frankfurter im neuen Jahr. Was Du gesagt hast, ist mir aus der Seele gesprochen. Ich als „Ehemaliger“ kann alles genauso nachvollziehen.

  23. Norbert Gehrig 6. Januar 2012 at 16:41 - Reply

    Ich wünsche allen ausgetretenen und den verbliebenen ein frohes neues Jahr.

  24. Ralf Uhlemann 6. Januar 2012 at 18:05 - Reply

    Servus Marco,

    dir auch alles Gute im neuen Jahr !

    „Monatelang sah ich in der FREIHEIT die Chance, dass sich endlich jene längst überfällige politische Alternative entwickelt, nach der dieses Land fraglos dürstet: eine wahrhaft bürgerlich-liberale Partei….“

    Diese Aussage beschreibt wohl die Sichtweise der meisten „Ausgetretenen“ sehr gut. Unser Lehrgeld haben wir mit Stadtkewitz und Stürzenberger wohl bezahlt, aber dafür auch eine Menge sehr interessanter Leute kennengelernt. Schade ist es um die verlorene Zeit und die verschwendeten Ressourcen. Trotzdem freue ich mich auf ein neues kommendes Projekt.

    @Christian Jung:

    „Na, da hat aber einer den Islam nicht verstanden…“

    oder er kennt die Fakten nicht 🙂

  25. Fairmaster 6. Januar 2012 at 18:34 - Reply

    Pino & Konsorten hätten bei dem Anschlag auf Hitler die Widerstandskämpfer um Stauffenberg an den Feind verraten. Es ist das gleiche Verhaltensmuster.

    • Marco Pino 6. Januar 2012 at 19:40 - Reply

      Ach Gottchen…

      Also das ist so ziemlich das Dümmste, was ich in diesem Zusammenhang von der „Gegenseite“ bisher gelesen habe (wobei Sie glaub ich nicht der erste sind, der dieses „Argument“ bemüht)…

      Also, guter Mann… weder habe ich das Thesenpapier geschrieben, noch habe ich es ins Netz gestellt. Wenn überhaupt, hat Stürzenberger sich selbst „verraten“. Und wer solche Dummheiten veröffentlicht, ist selber schuld, wenn sich selbst ehemalige Mitstreiter abwenden. Punkt, aus, ende.

      MFG

      • Marco Pino 6. Januar 2012 at 19:46 - Reply

        PS: übrigens, wenn Sie schon die deutsche Geschichte bemühen, es gab da auch mal – so ziemlich in der selben Zeit – ein Phänomen, das nannte sich “blinde Gefolgschaft”. Soll auch nicht wirklich förderlich gewesen sein. Vielleicht denken Sie da mal drüber nach.

        Wie auch immer, vergessen Sie das Selber-Denken nicht.

        MFG

  26. cicero 6. Januar 2012 at 22:13 - Reply

    Ich freue mich, wieder von Marco Pino lesen zu dürfen, weil er als einer der wenigen das intellektuelle Potential hat, die vielen Aspekte der Probleme richtig zusammen zu puzzlen, ohne dabei nach rechtsaußen über den Rand zu kippen.

  27. WahrerSozialDemokrat 7. Januar 2012 at 10:20 - Reply

    Lieber Marco, ich könnte auf vieles eingehen („München bis Dachau“ war da auch eher Didi-Slang) und wir würden uns vermutlich nur über die Unendlichkeit der Zahl PI (3,14…) einigen können! Du kennst ja meine Positionen dazu! Deswegen nur zwei Punkte:

    1. Es wird kein Verfahren wegen verfassungsrechtlicher Bedenken gegen Stürzenberger (das gibt das Thesenpapier nicht her) geben, wenn überhaupt dann lediglich wegen politischer Gesinnungs-Verfolgung, das gilt dann aber für alle Islam-Kritiker, auch für die Liberalen, da hilft weder (berechtigte) Distanzierung noch Differenzierung.

    2. Ich wünsche dir für das Jahr 2012 alles Gute und befürchte, falls du eine liberal-bürgerliche Partei in deinem Sinne finden solltest, wirst du vieles darin verwirklicht finden, aber nicht die Islamkritik als Thematik, im Gegenteil man wird das Wort Islam wie der Teufel das Weihwasser vermeiden und sich lediglich allgemein Religiös äußern. Das wird viele erfreuen, geht aber am Kern der Problematik des Islams vorbei, da das politische Element ebenfalls dadurch ausgeblendet wird. Das ist aber vorwiegend die bestehende Ist-Problematik aller etablierter Parteien und wird alleine durch allgemeine gesetzgeberische flankierende Maßnahmen, bestenfalls in Auswirkung aber nicht in Problematik, lediglich der Verschleppung dienen und wegen einer „Polit-Religion“ dann alle in demokratisch-freiheitlichen Einschränkungen treffen.

    Ist aber nur meine Meinung. Lieben Gruß, WSD

  28. Maximilian Stirner 7. Januar 2012 at 10:53 - Reply

    Lieber Herr Pino,
    aus meiner Perspektive würden Sie, mit Ihren Werten und Einstellungen sehr wohl noch gut zu PI und der Freiheit passen. Ich kann Ihrer Kritik an Herrn Stürzenberger verstehen. Ich persönlich finde jedoch, dass es anderer Verfahren und viel Kreativität bedarf, um das Islamproblem zu lösen. Man kann sich nicht einfach auf bestehende Möglichkeiten beziehen, denn wenn deren Lösungspotenzial eben nicht ausreicht, dann werden eben neue Methoden, Werkzeuge oder Verfahren notwendig! Wenn ich mir die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte betrachte, dann erkenne ich keine „wehrhafte“ Demokratie, die das Islamproblem lösen könnte. Und nebenbei gesagt: Wer sagt eigentlich, dass die parlamentarische Demokratie der Weisheit letzter Schluss ist? Die Geschichte geht doch weiter – oder? Und ich bin fest davon überzeugt, dass kreative Menschen ein besseres System entwickeln können, als das was wir aktuell „Demokratie“ nennen. Das was wir aktuell haben, dient doch nur sich selbst, dem „Staat“ und seinen Staatsdiener. Und dieser „demokratische“, zutiefst bürokratische, freiheitsfeindliche und ungerechte Staat hält sich dadurch am Leben, dass er weniger Privilegierten, Bildungsfernen und Ausländern Transferleistungen zukommen lässt („Brot und Spiele“ eben), die von den „Bayern- und Schwaben-“ Menschen erwirtschaftet wurden und werden.
    Zurück zu Herrn Stürzenberger. Ich erkenne bei Ihm im Kern nichts demokratiefeindliches, eher etwas staatfeindliches. Für mich handelt er nach einem übergeordneten Prinzip (denken Sie einfach etwas abstrakter), das sich mit dem Motto: „Keine Toleranz (mehr) gegenüber Intoleranz“ umschreiben lässt. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem jeder Menschen sich überlegen muss, für was er im Kern steht. Er muss, um handlungsfähig zu bleiben einmal einen klaren Standpunkt beziehen und die Grenzen ziehen. Das tat Herr Stürzenberger sehr glaubwürdig, wenn auch etwas ungeschickt. Auch ich finde die Thesen nicht ganz durchdacht und widersprüchlich. Anstatt jedoch Ihre wertvolle Zeit „gegen“ PI und Herrn Stürzenberger zu verschwenden, sollten Sie wie ich finde vielmehr versuchen, Herrn Stürzenberger, PI, und die Sache zu unterstützen. Das können Sie – wenn auch nicht mit der Breitenwirkung – sicherlich auch auf der neuen Seite tun. Ich finde jedoch, Sie verdienen es von mehr Menschen gehört zu werden. Ach ja: Gehen Sie auf Herr Stürzenberger zu, reden Sie mit Ihm und nicht über Ihn! Versuchen Sie die negativ Spirale zu durchbrechen, denn ich glaube nicht, dass er derzeit dazu in der Lage ist. Er und die Sache sollten es Ihnen Wert sein – oder? Sie sollen Herrn Stürzenberger gerade jetzt nicht allein lassen! Er braucht Sie und Sie brauchen Ihn als gegenseitige Reflexionsfläche. Ach ja und dadurch werden Sie sicherlich nicht zum Lemming!
    Herzlich
    M. Stirner

  29. Thomas 7. Januar 2012 at 12:57 - Reply

    Die Bürger Deutschlands fordern eine Verfassung !

    1. Der Bundespräsident wird von den deutschen Bürgern in einem Volksbegehren aufgefordert. Gemäß Artikel 146 des Grundgesetzes eine verfassungsgebende Versammlung einzuberufen.
    2. Der Bundespräsident hat diesem Volksbegehren zu entsprechen, andernfalls ist er vor dem Bundesverfassungsgericht anzuklagen und gemäß Artikel 61 GG Absatz 2 als seines Amtes entledigt zu erklären.
    3. Der Bundespräsident fordert die 16 Bundesländer auf, je 30 Kandidaten für die verfassungsgebende Versammlung vorzuschlagen.
    4. Die vorgeschlagenen Kandidaten haben alle gesellschaftlichen Schichten ihres Bundeslandes zu vertreten.
    5. Die Kandidaten dürfen in den letzten 10 Jahren kein politisches Amt innegehabt haben und haben wirtschaftlich unabhängig zu sein. Sie müssen dies den Bürgern ihres Bundeslandes offen legen.
    6. Die Kandidaten stellen sich einer eingehenden Befragung der Bürger.
    7. Innerhalb einer Frist von drei Monaten haben die Wahlen für die Kandidaten der verfassungsgebenden Versammlung stattzufinden. Jeder wahlberechtigte Bürger hat eine Stimme.
    8. Gewählt werden aus allen Bundesländern am selben Tag und in geheimer und freier Wahl je zehn Mitglieder der verfassunggebenden Versammlung. Gewählt sind diejenigen zehn Kandidaten, die unter den zur Wahl stehenden 30 Kandidaten je Bundesland, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnten.
    9. Die gewählten Mitglieder der verfassungsgebenden Versammlung arbeiten an einem geheimen Ort, ohne Zugang für die Öffentlichkeit, die amtierenden Politiker, die Parteien oder deren Vertreter, die Medien, die Wirtschaft, die Industrie, des Kapitals oder den Klerus.
    10. Nach sechsmonatiger Beratung haben die Mitglieder der verfassunggebenden Versammlung eine neue Verfassung ausgearbeitet.
    11. Der Sprecher der verfassungsgebenden Versammlung stellt die neue Verfassung allen Deutschen vor. Jeder Haushalt erhält eine Ausfertigung des Textes der Verfassung.
    12. Nach weiteren drei Monaten stimmt das ganze deutsche Volk über die Annahme oder Ablehnung der Verfassung ab.
    13. Ist die neue Verfassung vom deutschen Volk durch Volksentscheid angenommen worden, so tritt sie am selben Tag in Kraft. Das Grundgesetz verliert am selben Tag seine Gültigkeit.
    14. Alle amtierenden Parlamentarier, Minister, Ministerpräsidenten, der Kanzler, der Bundespräsident und sämtliche politischen Beamte, Bundesrichter, Bundesverfassungsrichter, Bundesanwälte, und Generalstaatsanwälte sind ab dem Tag des Inkrafttretens der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland nur noch geschäftsführend im Amt.
    15. Sie führen ihre Amtsgeschäfte so lange fort, bis das ganze deutsche Volk in freien und geheimen Wahlen über die Zusammensetzung der Organe des Bundes und der Länder neu entschieden hat.
    16. Die Parteien sind aufgelöst, ihr Vermögen wird eingezogen.

  30. Undercover0815 16. Januar 2012 at 02:42 - Reply

    Ich bedauere die Geschehnisse in der Freiheit, weil ich dadurch etwas orientierungslos bis-bei der nächsten Wahl sein werde. Aber bis dahin ist ja noch viel Zeit.

    Ich wundere mich auch, dass Marco Pino und seine Mitstreiter wegen kleiner Differenzen mit der Freiheit und (somit?) pi-news gleich einen eigenen Blog eröffnen müssen. Auch wenn der Blog gut gelungen ist, ich regelmäßig hier vorbei schauen werde und das Beste wünsche. Aber hätte man nicht auch bei der „Achse der Guten“ mittexten können, vor einem viel größeren Publikum, wodurch man wahrscheinlich auch sukzessive einen höheren Bekanntheitsgrad erreicht hätte und somit auch mehr Einfluss auf eine breitere Öffentlichkeit? Denn der gut gemachte hiesige Blog ist doch mehr was für Insider und Ex-Freiheits“-Kämpfer“.

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