Blind, blöd, blauäugig

6. Dezember 2011 2

Frank-Furter Schnauze: „How to eliminate Israel“

Ein Bestseller im Iran: Das Buch "How to eliminate Israel"

Es sind Nachrichten wie diese, die man nicht auf den politisch korrekten Newsportalen unseres Landes findet, sondern nur in den Weiten des Internets, beispielsweise in den Blogs chronisch „islamophober“ Religionswissenschaftler wie Robert Spencer.

Der renommierte US-amerikanische Islamkritiker berichtet auf seiner Seite Jihadwatch.org über einen genauso eindeutigen wie abstoßenden Fall: im Iran wurde ein Buch mit einem Preis ausgezeichnet, dessen Titel lautet „How to eliminate Israel“ (Wie man Israel auslöscht). Klingt nach großer Poesie und Lyrik, nicht wahr?

Spaß beiseite. In sieben Kapiteln beschreibt das abartige Werk die „jüdische Menthalität“, ihre „Schwachpunkte“, ihre „historischen Verbrechen“, Warnungen vor den Juden aus dem Koran und „effektive Methoden“, mit ihnen umzugehen. Angelehnt ist das Buch offensichtlich an die „Lehren“ Ayatollah Khomeinis, der die Auslöschung des Staates Israel als religiöse Pflicht aller Muslime bezeichnete.

Und damit nicht genug: das Werk, das zum „Buch des Jahres“ in der Kategorie „soft war“ gekührt wurde (man möchte gar nicht wissen, was dann im Iran unter „hard war“ publiziert wird), wurde von einer Gruppe Seminarteilnehmer in der Stadt Qom entwickelt und vom iranischen „Ministry of Islamic culture and guidance“, also einem Ministerium, herausgebracht. Man stelle sich nur einmal vor, auf der Frankfurter Buchmesse würde ein Werk mit dem Titel „Wie man Gaskammern baut“ zum Buch des Jahres in der Kategorie „Blitzkrieg“ gekührt, und der Herausgeber wäre das Bundesministerium des Inneren. Ziemlich genau so verhält es sich hier.

In aufgeklärten Kreisen wird das iranische Buch und sein verächtlicher Titel niemanden verwundern. Es ist kein Geheimnis, was im Iran vor sich geht, wer dort das Sagen hat und welche Ideologie dort gepflegt wird: der Iran steht für einen politischen Totalitarismus, der sich direkt aus dem Koran ableitet und den Islam als göttliche Staats-, Rechts- und Gesellschaftsform definiert. Ein Totalitarismus, der rassistisch ist, menschenverachtend, kriegerisch und gewaltverherrlichend. Ein Totalitarismus, der dem deutschen Nationalsozialismus in nichts nachsteht, sondern eher noch gefährlicher ist, da er sich mit göttlicher Absolution ausgestattet über jegliche Objektivität, Wissenschaft und Vernunft zu stellen versucht.

Verwunderlich ist allerdings, wie hierzulande vor dieser Realität krampfhaft die Augen verschlossen werden. Die Zustände im Iran (gleichwohl beispielsweise in Saudi-Arabien oder Palästina) führen all das ad absurdum, was Vertreter deutscher Islamverbände wie Kenan Kolat und Aiman Mazyek immerzu behaupten: namentlich das sirenenhafte Gefasel von einem ausnahmlos friedlichen Islam, den die vielen Terroristen und Islamisten nur leider falsch verstanden hätten. Das ist nicht mehr und nicht weniger als bewusste Lüge und Fehldarstellung, als große Heuchelei, um genau zu sein. Schlimmer noch als das ist jedoch ein Volk, das so blind, blöd und blauäugig ist, auf diese geistigen Brandstifter millionenfach herein zu fallen.

Es gäbe nicht nur „den einen Islam“, der ausnahmlos kriegerisch und bösartig ist, behaupten die Verharmloser der Islamisierung ständig und fordern die Islamkritiker auf, zu differenzieren. Absurderweise haben sie Recht, ohne zu begreifen, dass sich genau dieses Argument vor allem gegen sie selbst richtet. Denn es gibt eben auch nicht nur „den einen Islam“, der ultimativ friedlich und moderat ist, und den nebst Al-Qaida-Terroristen Millionen Iraner, Saudis und Palästinenser (etc.) rein zufällig „falsch verstanden“ haben.

2 Comments »

  1. Prof.Kantholz 7. Dezember 2011 at 08:06 - Reply

    Beim Lesen der Überschrift dachte ich erst, es gehe um diese „repräsentative Studie“:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article13754021/Rechtsextreme-Waehler-sind-maennlich-arm-arbeitslos.html

    So kann man sich täuschen.

    Dennoch ist ein gewisser Zusammenhang aber durchaus zu erkennen.

    Der Differenzierungszwang trifft nicht alle. Er trifft nur die „Bösen“. Wer sich dem Islam gegenüber kritisch verhält, muss sich – wie MP schon sagt – vorhalten lassen, es gebe nicht nur einen Islam, man möge bitte differenzieren. Tue man dies nicht und stelle man den Islam als zumindest gewaltfördernd dar, sei man eben ein „Rassist“, ein „Faschist“ und natürlich „islamophob“.

    Gleichzeitig werden aber bedenkenlos o.g. Studie (Von wem sie bei wem mit welchem Auftrag und welcher Zielvorgabe gegen welche Bezahlung wann in Auftrag gegeben wurde, ist unklar) ins Internet gestellt und dutzendfach wiederholt. Sinn dabei ist einzig und allein, Wähler einer bestimmten Partei, die man nunmal auf Seiten der Medien für repräsentativ für die „rechte“ Szene hält (Differenzierungen gibts hier sinnigerweise keine. „Rechts“ = „rechtsradikal“ = „rechtsextrem“ = „konservativ“ = „libertär“ = „nicht links“) blöde, arbeitslose und ggf -scheue Dumpfnasen sind. Man ssagt zwar: fast alle, meint aber alle.

    Ich habe diese Partei (NPD) nie gewählt und werde es wohl auch nie, aber vermutlich hat jeder einzelne dieser blöden, arbeitslosen, blauäugigen Glatzeköpp mit Londsale -Jacke (übrigens ein Fehler im gestellten Bild auf WON. Als zünftiger Neonazi trägt man nicht Londsale, sondern Londsaple, aber das lernen die Meidenschaffenden nicht mehr) mehr Ehrlichkeit und Anstand im Herzen als die allermeisten Schreiberlinge bei WON.

    Wieder nix zum Thema. Sorry, MP, aber zu den Möchtegern-Rambo-Mullahs im Iran fällt mir wirklich nix ein.

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