Straftaten im ÖPNV nehmen drastisch zu

3. Dezember 2011 2

Verkehrsverbund-RheinRuhr veröffentlicht erschreckende Statistiken

Auch nicht sicherer als in Berlin: eine Ubahn im Ruhrgebiet (Bild: Stefan Baguette; Quelle: Wikipedia)

Wie das Online-Portal „Der Westen“ berichtet, hat sich die Zahl der Körperverletzungen in Bussen und Bahnen des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) seit 2008 mehr als verdoppelt. Das geht aus einer Statistik über die Sicherheitslage hervor, die der VRR veröffentlicht hat.

„Aktive und passive Belästigungen“

Demnach sind rund 70 Prozent der Vorfälle „aktive und passive Belästigungen“. Busfahrer, Fahrausweisprüfer und Sicherheitskräfte sind in über der Hälfte aller Fälle die Leidtragenden. 43 Prozent der Geschädigten sind den Zahlen nach Fahrgäste.

Die Zahl der Körperverletzungen stieg von 209 Delikten im Jahr 2009 auf 454 Delikte im Jahr 2010. Allerdings liege die Zahl der schwerwiegenden Fälle nur bei zirka fünf Prozent, in den meisten Fällen würden Fahrgäste des VRR durch „Betteln, Beleidigungen oder rauchende Fahrgäste“ sowie durch „Mitreisende, die betrunken waren oder bedrohlich wirkten“ belästigt.

Erschreckender Trend

Die Sicherheit im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) war zuletzt immer wieder ein Thema in den Medien. Es gab zahlreiche gewalttätige und brutale Übergriffe von Jugendlichen auf Fahrgäste. Häufig hatten die Täter einen Migrationshintergrund.

Vor allem der Berliner ÖPNV gilt als gefährlich. Allerdings kam es auch in Hamburg, Frankfurt und München zu mehreren schlimmen Vorfällen, manche sogar mit Todesfolge. Die Statistik des VRR dürfte daher weniger ein Ausreißer sein, sondern bestätigt vielmehr den erschreckenden Trend in anderen Metropolen der Nation.

2 Comments »

  1. rob567 4. Dezember 2011 at 08:56 - Reply

    Betteln im Zug ist also auch eine Straftat.

    • peter35 8. Dezember 2011 at 11:34 - Reply

      betteln ist genauso wie betrunken sein keine straftat, aber es belästigt ungemein und führt zu einem schlechten Sicherheitsgefühl der Fahrgäste.

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