Explosion in iranischer Atomanlage

30. November 2011 0

Geheimaktionen der Amerikaner oder des israelischen Geheimdienstes?

Flugabwehrstellung in der Nähe der Nuklearanlage in Natanz (Bild: Hamed Saber, Quelle: Wikipedia)

Wie die österreichische Krone-Zeitung auf ihrer Internetseite berichtet, hat eine „mysteriöse Explosion“ am Montag eine geheime iranische Atomanlage nahe Isfahan schwer beschädigt. Dabei wurden mehrere Gebäude zerstört.

Schon der zweite Vorfall dieser Art

Das sei schon der zweite Vorfall dieser Art binnen 14 Tagen, berichtet die Krone. Vor zwei Wochen war bei einer großen Explosion in einem Raketenwerk nahe Teheran der Chefentwickler der Shahab-Raketen, General Hassan Tehrani Moqaddam, ums Leben gekommen. Die Shahab-Raketen haben genügend Tragkraft und Reichweite, um Ziele in Israel und Europa mit Nuklearsprengköpfen anzugreifen.

Standorte des iranischen Atomprogramms (Quelle: Wikipedia)

Über den aktuellen Vorfall wurde zuerst auf den Internetseiten iranischer Medien berichtet. Die Meldungen verschwanden jedoch schnell wieder aus dem Netz. Offenbar hatte die iranische Regierung die Löschung angeordnet.

Der Iran gibt zwar vor, sein Atomprogramm diene nur zivilen Zwecken. Doch hatte erst vor einigen Wochen ein Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) den Schluss nahe gelegt, dass die Führung des islamischen Gottesstaates in Wahrheit längst an der Entwicklung von Atomwaffen arbeitet.

Geheimaktionen der Amerikaner oder des israelischen Geheimdienstes?

Der iranische Ministerpäsident Ahmadinedschad forderte in der Vergangenheit immer wieder öffentlich die Auslöschung Israels. Dementsprechend groß ist die Sorge der Israelis angesichts der iranischen Bestrebungen, Nuklearwaffen zu entwickeln.

In israelischen Medien wird bereits offen darüber spekuliert, ob es sich bei den jüngsten Vorfällen um Geheimaktionen der Amerikaner oder des israelischen Geheimdienstes handelt. Unter anderem werden der ehemalige Mossad-Chef Meir Dagan und sein derzeitiger Nachfolger als Drahtzieher vermutet.

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