Internationale Studenten: bleiben oder wieder heim?

29. November 2011 0

Befragung durch SVR-Migration: Internationale Studenten würden gerne bleiben, wissen aber nicht ob sie dürfen

Institution: Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR)
Titel: Vom internationalen Studierenden zum hoch qualifizierten Zuwanderer. Ein Vergleich der rechtlichen Rahmenbedingungen in fünf Staaten der Europäischen Union
Veröffentlicht: 29.11.2011
Download: Studie (PDF), Pressemitteilung (html)

Zum Start des Forschungsbereichs des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration sind heute erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts über die Verbleibeabsichten internationaler Studierender in Deutschland veröffentlicht worden. Die Befragung von knapp 2.600 Studierenden von Master- oder Promotionsstudiengängen zeigt den hohen Stellenwert, den ein Verbleib im Studienland nach dem Abschluss hat: Für über die Hälfte der Befragten (52,9 %) ist dies ein wichtiges oder sehr wichtiges Kriterium für die Wahl des Studienlandes.

Doch trotz vergleichsweise liberaler Regelungen in Deutschland fällt die Einschätzung der befragten internationalen Studierenden in Deutschland hinsichtlich der tatsächlichen Bleibemöglichkeiten negativ aus. Nur ein gutes Drittel (36,5 %) glaubt, dass internationale Studierende nach Abschluss ihres Studiums willkommen sind, in Deutschland zu arbeiten. Fast ein Drittel (27 Prozent) hat den Eindruck, dass internationale Absolventen nach ihrem Studium in Deutschland nicht willkommen seien. Zudem vermissen viele Studierende konkrete Informationen zu den rechtlichen Möglichkeiten, nach dem Abschluss in Deutschland zu bleiben. Fast 50 Prozent fühlen sich „schlecht“ oder „gar nicht“ informiert. Ein Drittel fühlt sich „etwas informiert“. Nur 16 Prozent fühlen sich über die rechtlichen Regelungen „gut“ oder „sehr gut“ informiert.

Das Forschungsprojekt Value Migration zu internationalen Studierenden ist als vergleichende Untersuchung der fünf EU-Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden und Niederlande angelegt. Die Ergebnisse der Befragung in den EU-Staaten werden im Frühjahr 2012 veröffentlicht. Die Studie wird in Kooperation mit der Migration Policy Group (MPG) durchgeführt und von der Stiftung Mercator gefördert.

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