EuropeNews: „Keine Toleranz der Intoleranz“

28. November 2011 0

Nachrichtendienst veröffentlicht 50.000 Artikel im Dienste von Demokratie und Freiheit

EuropeNews, wichtiger Nachrichtendienst unter dem Motto: Keine Toleranz der Intoleranz – Keine Entschuldigung für die Freiheit

Von Henrik R. Clausen, Übersetzung von Liz/EuropeNews

Heute veröffentlicht EuropeNews den 50.000 Artikel und steht damit für einen Zeitraum von mehr als vier Jahren eines ununterbrochenen und unveränderten Service wie zu Beginn. Ein grundsätzliches Ziel von EuropeNews ist auch dasselbe geblieben, nämlich eine kompakte Übersicht über die wirklich wichtigen Nachrichten zu geben. Auch unser Motto blieb unverändert:

„Keine Toleranz der Intoleranz – Keine Entschuldigung für die [persönliche] Freiheit“

Das Paradoxon der Toleranz

Der erste Teil unseres Mottos wird abgeleitet aus dem Paradoxon der Toleranz, dass eine Person oder eine Gruppe, die stolz auf ihre überragende Toleranz ist, tatsächlich zutiefst intolerant sein kann, nicht zuletzt gegenüber jenen, die sie als „intolerant“ empfinden, sei es in einer Form von „Engstirnigkeit“, „Diskriminierung“ oder sogar von „Rassismus“. Die klassische Auffassung, dass Diskriminierung weise ist und eine Tugend und keine Sünde, scheint ganz in Vergessenheit geraten zu sein.

Also neigen die „höchst Toleranten“ dazu, hart gegen die Ansichten jener vorzugehen, die sie nicht tolerieren, ganz zu schweigen davon sie verstehen zu wollen. Das Ergebnis besteht nun nicht in einer Ausweitung der Toleranz und Harmonie, sondern es ist der Zusammenbruch von beidem. Linksextreme Gruppen wie die Antifa sind ein typisches Beispiel dafür, dass sie keine Ansichten tolerieren, die sie als „intolerant“ einschätzen, und so greifen sie zu Gewalt gegen jene Meinungsäußerungen, die sie als unzulässig betrachten. Es haben viele solcher Kämpfe stattgefunden um die „Intoleranten“ niederzukämpfen, beispielsweise am 3. Juni in Stuttgart, als ein von der Antifa organisierter Straßenmob eine friedliche Veranstaltung angriff, bei der es um verfolgte Christen ging.

Ursprünglich bedeutet Toleranz nicht die Meinungsäußerungen jener anzugreifen, die man als „intolerant“ empfindet, und sicherlich bedeutet es nicht den Einsatz physischer Gewalt. Eine brauchbarere Definition wäre:

Toleranz ist die Fähigkeit etwas zu akzeptieren, obwohl man es selbst ablehnt.

Das sagt jedoch nichts darüber aus, was mit dem geschieht, mit dem man nicht übereinstimmt. Ein schärfer formulierter Ausdruck der Toleranz, der sogar für einige provokativ erscheinen mag, wäre:

Ich mag missbilligen, was du sagst, aber würde auf dein Recht bestehen, es sagen zu dürfen, egal wie dumm und unwissend es meiner Meinung nach ist.

Dies liegt auf einer Linie mit einem Zitat, das oft fälschlicherweise Voltaire zugeschrieben wird, aber es hat einen anderen und wichtigen Punkt: Eine bedeutungsvolle Kritik, egal wie beleidigend sie geäußert wurde, muss ebenso toleriert werden. Dies ist das klassische, modernistische Verständnis von „Meinungsfreiheit“, und vom jeweiligen Gegner erwartet man, dass er dieselbe Ansicht hat, dass das gesamte Spektrum abweichender Meinungen erlaubt – sogar erwünscht – ist und niemals als Voraussetzung für Gewalt oder juristische Aktionen benutzt werden darf.

Die naive Toleranz der Intoleranz hat in der Geschichte zu endlosen Problemen geführt. Dies liegt oftmals am Konzept des individuellen Rechts, das nicht richtig verstanden wurde – nimmt man beispielsweise die Entwicklung der Sowjetunion als Ergebnis der russischen Revolution. Klassische Denker haben an dem Paradoxon der Toleranz gearbeitet, weil es für dieses Problem kein Patentrezept gibt. Karl Popper sagte dazu folgendes:

Wenn wir die unbegrenzte Toleranz ausweiten auf jene, die intolerant sind, wenn wir nicht darauf vorbereitet sind eine tolerante Gesellschaft gegen den Ansturm der Intoleranz zu verteidigen, dann wird der Tolerante zerstört werden und mit ihm die Toleranz.

Dies wurde im Zusammenhang mit dem nationalsozialistischen Regime in Deutschland von 1933-1945 formuliert, das die Juden jagte und ausplünderte und jede andere Gruppe und jeden Einzelnen, der nicht mit der Meinung der Partei übereinstimmte. Zu dieser Zeit tolerierten Viele anfänglich die “politischen Entwicklungen in Deutschland“, entschuldigten die offenkundige Grausamkeit des Regimes mit den Fehlern des Versailler Vertrags, fürchteten den Zorn der Deutschen zu provozieren, oder waren einfach zu dumm um zu verstehen was wirklich vor sich ging. Da der Intoleranz nicht begegnet wurde als sie noch in den Kinderschuhen steckte, benötigte man einen verheerenden totalen Krieg um letztlich den Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein Ende zu bereiten.

Heute steht die Freiheit vor ganz neuen Herausforderungen. Am herausragendsten sind die islamistischen Bewegungen wie die Muslimbruderschaft, die OIC und andere, die versuchen die Freiheit zu untergraben und die absolute Macht durch Religion zu erreichen. Der Schlüssel zu ihren Streben ist es Kritik zu vermeiden, relevante oder nicht relevante, und ihr religiöses Dogma vor allzu genauer Prüfung zu schützen. Wenn man die islamische Doktrin, dass die Sonne in einem stinkigen Matsch umgeben von Außerirdischen untergeht (Koran 18:86) nicht nach Recht und Gesetz als Mist bezeichnen kann, dann fällt auch jede Kritik an den religiösen Führern, die diese Doktrin verteidigen, flach. Daraus folgen nachhaltige Versuche ein weltweites Verbot der Blasphemie durchzusetzen und jede berechtigte Kritik am Islam als „Islamophobie“ zu verurteilen.

Mehr als nur eine Art der Bedrohung

Damit zusammenhängend sind die militärischen Bedrohungen von Hamas, Al-Kaida, dem Iran und anderen radikalen (und üblicherweise antisemitischen) Gruppen, aber es sind nicht nur die Bedrohungen unserer Freiheit denen wir heute gegenüberstehen. Eine weitere solche ist die Entwicklung der Europäischen Union zu einem totalitären System mit dem Recht zu regulieren was gesagt werden darf und was nicht. Ein anderes Problem ist die – oft unterschwellige – politische Korrektheit, und Vorurteile, die langsam aber sicher die Effektivität der Menschenrechtsorganisationen und unserer Medien zerstören sowie unsere Freiheit bedrohen, die uns eigentlich dazu befähigen sollte damit umzugehen.

Eine der besten Antworten auf all diese Herausforderungen ist die Information. Nicht irgendeine Information, sondern die relevante Information, nicht das Wissen, was Britney Spears letzte Woche gemacht hat ist nützlich, um den Missbrauch der Macht durch die Europäische Union aufzuhalten. Das Internet und die Medien sind voller Informationen, die absolut nutzlos sind um mit wichtigen Dingen wie Menschenrechte, Bürgerrechte und Demokratie umzugehen. Die nützlichen Nachrichten sind üblicherweise herausfordernde Nachrichten – Ereignisse und Verbindungen die man erkennen und verstehen sollte.

Deshalb EuropeNews

Bei EuropeNews finden sie jeden Tag eine breite Auswahl an Nachrichten über wichtige Dinge. Wir lassen Britney Spears weg und veröffentlichen stattdessen Berichte von Bruce Bawer, wir weisen auf die Videos von Russia Today hin, während der Guardian gar nichts mehr „bewacht“, sondern stattdessen die Muppets auf seiner Titelseite präsentiert.

EuropeNews ist eine Organisation auf ehrenamtlicher Basis, von einer Gruppe, die unentgeldlich daran arbeitet Demokratie und Freiheit zu unterstützen. EuropeNews ist frei und wird es auch bleiben, trotzdem wird Ihre Unterstützung gerne angenommen.

Keine Entschuldigung für die [persönliche] Freiheit

Der zweite Teil unseres Mottos, „Keine Entschuldigung für die [persönliche] Freiheit“ ist eigentlich selbsterklärend, die Krise um die Mohammed Karikaturen im Jahr 2006 hat in dieser Hinsicht einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt. Wenn man jemals eine Entschuldigung für seine persönliche Freiheit veröffentlichen müsste, dann wäre die Freiheit schon am Ende, es wäre nur noch eine zeitlich Diskrepanz zwischen der Entschuldigung und der grundlegenden Tatsache. Keine Entschuldigungen, damit müsst ihr klarkommen!

Modernistische und post-modernistische „Toleranz“

Das letzt Wort überlasse ich Don Carson (Autor des Buchs The Gagging God und vieler anderer Bücher), der auf eloquente Weise das modernistische Konzept der Toleranz erklärt und wie die post-modernistische Sicht der Toleranz an sich widersprüchlich ist (in englischer Sprache):

Sein Schlusskommentar:

„Die neue Definition der Toleranz ist nicht nur widersprüchlich, sie ist nicht stimmig und beweist in der Tat sogar, dass sie weniger tolerant ist als der alte Toleranz Begriff, so wie er unter der Moderne war. Denn wenn es um den Punkt geht, an dem man am allerwenigsten übereinstimmt, dann muss er jeden Gegner als intolerant und heuchlerisch bezeichnen. Und deshalb wird er, in der Tat, zu einem totalitären Begriff.“

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