Zwang, Ehre, Mord

27. November 2011 4

Frank-Furter Schnauze: Verbotene Probleme

Ein Frau mit Burka

In einem aktuellen Welt-Online-Artikel widmet sich Janina Harder den Themen Zwangsheirat und Ehrenmord: „Eine neue Untersuchung zeigt, dass Gewalt an Frauen in muslimischen Familien nicht zurückgegangen ist.“ Und freilich ist es nicht verwunderlich, dass Ehrenmorde und Zwangsheiraten fast ausschließlich in diesem Kulturkreis vorkommen.

Was Harder beschreibt, ist erschütternd. Sie berichtet vom Leid muslimischer Frauen wie Ceylan Yildirim, eine 37-Jährige, die vor 20 Jahren mit einem türkischen Mann zwangsverheiratet wurde, mittlerweile geschieden und seitdem auf der Flucht ist.

ihr Mann wollte ihr die Kehle durchschneiden

Herkunftsort vieler türkischer Einwanderer in Deutschland: Ostanatolien (Bild: TUBS; Quelle: Wikipedia)

Yildirim kam im Alter von sechs Jahren aus Ostanatolien nach Deutschland. Mit 15 wurde sie in die Türkei gebracht und dort zwangsverheiratet. Gewalt und Missbrauch waren fortan an der Tagesordnung: „Die Familie war der Überzeugung, dass ein Mann seine Frau züchtigen darf, wann und aus welchem Grund auch immer“, erzählt Yildirim. „Wenn wir aßen, durften alle Familienmitglieder zuerst essen und zuletzt kam ich. Ich war quasi eine Bedienstete meiner Schwiegermutter.“

Auch als sie mit ihrem Mann nach Deutschland zog, wurde es nicht besser. Die Gewalt eskalierte, als es auf einer Hochzeit zu einem Annäherungsversuch eines anderen Mannes kam. Es gab eine Massenschlägerei, ihr Mann wollte ihr die Kehle durchschneiden. „Ich habe nur überlebt, weil mein Sohn mich verteidigt hat. Meine restliche Familie wollte mich tot sehen.“ Danach kam die Scheidung und mit der Scheidung die Flucht, „weil er und meine Familie mich finden und umbringen wollen.“

Der Ursprung dieser Gewalt

Schicksale wie dieses sind keine Einzelfälle. Im Gegenteil: die Dunkelziffer ist gar nicht abzuschätzen. Und die Studie „Zwangsverheiratung in Deutschland“ zeigt, dass ein Zusammenhang zwischen der Gewalt gegen Frauen und der Religiösität muslimischer Familien besteht. Doch genau hier liegt auch das Problem: die Sensibilisierung an den Schulen fehle, meint Heidemarie Grobe von Terre des Femmes. Das gilt tatsächlich nicht nur für Schulen, sondern faktisch für die ganze deutsche Gesellschaft.

Der Ursprung der Gewalt? Das "heilige Buch" der Muslime: der Koran.

Denn der Ursprung dieser Gewalt, der Zwangsheiraten und Ehrenmorde, ist dort verortet, wo niemand hinschauen darf, schon gar nicht kritisch: im Islam selbst, in seiner Dogmatik, die auf rassistisch-anmutende Weise verschiendenen Menschen unterschiedliche Wertigkeit zuspricht. Muslime sind mehr wert als Nicht-Muslime. Männer sind mehr wert als Frauen und haben ihnen gegenüber ein „Züchtigungsrecht“, dokumentiert beispielsweise in der Koransure 4:34: „Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“

Die ideologische, moralische und religiöse Basis

Die islamische Lehre bietet die ideologische, moralische und religiöse Basis, aus der sich die Zustände in vielen muslimischen Familien ableiten. Und nur weltbildliche Aufklärung, wie im christlich geprägten Westen geschehen, kann zu der dringend notwendigen Modernisierung, und damit freilich der Aufösung dieser über Jahrhunderte betonierten Gesellschaftsnormen führen.

Beispielhaft für das Bild der Frau im fundamentalen Islam: Die Burka

Genau das geschieht jedoch nicht, auch nicht hierzulande. Indem Islamkritik insbesondere von linken Kräften pauschal verboten und als rechtes Teufelszeug verklärt wird, unterstützt und befördert die deutsche Mehrheitsgesellschaft stillschweigend sogar noch das Leid vieler muslimischer Frauen. Und so erklärt sich auch, dass Ehrenmorde und Zwangsheiraten selbst in solchen muslimischen Familien auftreten, die bereits in zweiter oder dritter Generation hier leben.

Eine verachtenswerte Doppel-Moral

Darin offenbart sich eine verachtenswerte Doppel-Moral: in den vergangenen 20 Jahren wurden mit Sicherheit mehr Menschen in Deutschland Opfer dieser Form von Gewalt, als Opfer rechtsradikaler Übergriffe. Doch während letzteres mit großer gesellschaftlicher Anstrengung und medialer Omnipräsens bekämpft wird, ist die unter Muslimen weit verbreitete Affinität zur Gewalt ein „verbotenes Problem“, da jede Auseinandersetzung damit unweigerlich zu einer kritischen Betrachtung des Islam und seiner Gesellschaftsnormen führen muss.

Die Opfer dieser ideologischen Dummheit, die auf dem sprichwörtlichen Mist der 68er-Generation gewachsen ist, sind längst nicht nur muslimische Frauen. Auch Deutsche und andere Einwanderer werden zu Opfern muslimischer Gewalt. Denn wie bereits angedeutet, gelten nicht nur Frauen im Koran als minderwertig. Christen und Juden beispielsweise werden im „heiligen Buch“ der Muslime als Affen, Schweine und Götzendiener bezeichnet (Sure 5:59), mit denen unter anderem wie folgt zu verfahren ist: „Und wenn sie den Rücken kehren, ergreift und tötet sie, wo immer ihr sie findet“ (Sure 4:89).

Muslimische Männer weit häufiger gewalttätig und kriminell

Das Buch "Deutschland schafft sich ab" von Thilo Sarrazin

Wohin das führt, hat nicht zu guter letzt Thilo Sarrazin in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ beschrieben, der statistisch unanfechtbar darstellte, was die Lebenserfahrung der meisten Menschen in diesem Land ist: dass muslimische Männer weit häufiger gewalttätig und kriminell werden als Angehörige anderer Kulturkreise. Doch auch dieses Phänomen ist ein „verbotenes Problem“. Und jeder, der es anspricht, wird umgehend von einem Empörungstsunami medial niedergebrüllt.

Dabei zählen muslimische Funktionäre wie Aiman Mazyek und Kenan Kolat stets zu den lautesten Anklägern. Auf eine Stellungnahme dazu, wie die besagten Koran-Verse zu verstehen sind, wartet die deutsche Mehrheitsgesellschaft indes vergeblich. Das ist allerdings nicht verwunderlich, denn so lange die vornehmlich linken Deutschen jede Auseinandersetzung scheuen, notwendige Islamkritik gesellschaftlich ächten und sich in geradezu destruktive Hypertoleranz flüchten, so lange sie es vermeiden, die Muslime unter Druck zu setzen und einen Prozess der Aufklärung und Modernisierung einzufordern, so lange werden die „verbotenen Probleme“ ungelöst bleiben – oder gar noch schlimmer werden.

4 Comments »

  1. Daniel Schweitzer 28. November 2011 at 14:00 - Reply

    Die Citizen Times hat sich zu einem großartigen Online-Magazin entwickelt. Mein Kompliment an die Macher!

    • Marco Pino 28. November 2011 at 20:52 - Reply

      Danke schön! 🙂

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