Gerücht: Neue D-Mark im Druck

22. November 2011 3

Fondsmanager ist sich sicher: Neue D-Mark kommt

Hätten viele gerne zurück: Die D-Mark

Im Internet kursieren seit Wochen Gerüchte, die besagen, dass neue D-Mark-Scheine („DM2“) in der Schweiz bereits im Druck seien. So berichtet beispielsweise die Internetseite MM-News, dass mehrere Quellen dies bestätigen würden. Beweise gäbe es jedoch keine.

Fondsmanager ist sich sicher

MM-News zitiert unter anderem den erfolgreichen Fondsmanager Frank Fischer: „Wir sind in einer kritischen Entscheidungssituation, die Bundesbank bereitet sich vor, und druckt D-Mark, wie ich aus sicherer Quelle weiß“. Fischer hatte die Vermutung erstmals bereits am 11. November in einem Interview mit dem „Deutschen Anleger Fernsehen“ geäußert.

Darüber hinaus berichtet MM-News, dass der Anstieg des Bundfutures bzw. das Sinken der Zinsen für Deutschland-Anleihen bereits ein Indiz für den bevorstehenden Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone sein könnten. Die Zinsen bewegen sich derzeit bei „historisch niedrigen“ 1,7 Prozent, während die Situation in den Südländern bereits vollends außer Kontrolle geraten sei. Damit wäre der Austritt Deutschlands zinstechnisch schon vorweggenommen. Allerdings dementierten sowohl das Bundesfinanzministerium als auch die Bundesbank das Gerücht gegenüber MM-News.

Schuldenkrise ist und bleibt ungelöst

Tatsächlich erscheint der Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone und die Wiedereinführung der D-Mark derzeit äußerst unrealistisch. Doch wäre es durchaus möglich, dass es vorbereitende Maßnahmen für ein solches Szenario gibt. Denn faktisch ist und bleibt die Schuldenkrise trotz milliardenschwerer Rettungsschirme ungelöst. Vielmehr zeichnet sich nun ab, dass auch die Bonität Frankreichs demnächst herabgestuft werden könnte.

Auf Grund der Währungsunion ist es den Staaten im Süden Europas nicht möglich, ihre Währungen abzuwerten, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Vor Einführung des Euro waren Währungsabwertungen in Ländern wie Griechenland, Italien und Frankreich an der Tagesordnung, während sich die deutsche Bundesbank stets der Stabilität verpflichtet sah. Dieser wesentliche Unterschied in der finanzpolitischen Kultur ist in Augen vieler Ökonomen der Hauptgrund für die Probleme in der Währungsunion.

Auch Henkel bevorzugt Rückkehr zur D-Mark

Der ehemalige BDI-Chef Hans-Olaf Henkel schlug unter anderem deswegen die Spaltung der Euro-Zone in einen Nord- und einen Südeuro vor. Im CT-Interview gab Henkel allerdings zu, dass auch er die Rückkehr zur D-Mark bevorzugen würde, sich angesichts des politischen Drucks jedoch bislang nicht traute, das öffentlich zu fordern.

3 Comments »

  1. HolzBeinFaust 23. November 2011 at 06:06 - Reply

    Bevor die Rückkehr der D-Mark als Heilsbringer gefeiert wird sollte jedem bewusst sein, dass sich dadurch am Falschgeldsystem nichts ändert!

  2. axel 24. November 2011 at 21:45 - Reply

    Edward Dames: Deutschland wird binnen eines Jahres zur D-Mark zurückkehren

    http://goo.gl/EHLvU

    bingo

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