Asylbewerber machen Urlaub daheim

18. November 2011 3

Schweizer Medien berichten über dreisten Asylmissbrauch

Wirklich in der Heimat bedroht? Flüchtlinge auf einem Boot vor der italienischen Insel Lampedusa (Bild: Sara Prestianni; Quelle: Wikipedia)

Es ist ein besonders dreister Fall, der aktuell in der Schweiz für Aufsehen sorgt. Unter anderem berichtet beispielsweise Blick.ch, dass 2.500 Ausländer, die in der Schweiz Asyl beantragt haben, weil ihnen in der Heimat „Verfolgung“ drohe, nachgewiesen wurde, dass sie in eben dieser Heimat Urlaub machten.

„Wir stellen Missbräuche fest“

Michael Glauser vom schweizer Bundesamt für Migration bestätigte laut Blick gegenüber Radio DRS: „Wir stellten Missbräuche fest. Diese Menschen reisten genau in dieses Land, wo sie eigentlich nicht mehr leben konnten.“

David Keller, Präsident der Vereinigung kantonaler Migrationschefs, fordert dementsprechend klare Konsequenzen: „Die Bewilligung muss sofort überprüft und im Missbrauchsfall entzogen werden.“

Aus dem Irak, der Türkei und den Balkanstaaten

Die meisten der Schweizer Aslybewerber, die es zum Urlaub dorthin zog, wo sie vermeintlich bedroht werden, stammen aus dem Irak, der Türkei und den Balkanstaaten. Auch in Deutschland stammen die meisten Asylbewerber aus diesen Ländern. Die deutschen Behörden täten also gut daran, bei Urlaubszielen etwas genauer hinzuschauen, bevor der Aufenthalt in der Bundesrepublik, gar der Bezug von Geldern zugesprochen werden.

3 Comments »

  1. peter 19. November 2011 at 20:55 - Reply

    Bei uns sind damals ganze Busladungen von Albanern in den Kosovo gefahren-um ihr Land zu verteidigen.Aber zuerst haben sie hier Asyl beantragt.

  2. Philipp 20. November 2011 at 10:54 - Reply

    Das ist seit mindestens zwanzig Jahren auch in Deutschland so.
    Einige Asylanten besitzen zwei gültige Pässe ihres Herkunftlandes. Im einen sind die Aufenthaltstitel für Deutschland, den sie bei den deutschen Kontrollen benutzen. Den anderen benutzen sie zur Vorlage bei den Ein- und Ausreisekontrollen ihres Herkunftlandes. In diesem werden die Einreisestempel/-vermerke des Herkunftslandes angebracht.
    Durch diese Verfahrensweise bleibt den deutschen Kontrollbehörden meistens verborgen, dass der Asyllant in seinem Heimatland war.
    Sollte doch einmal einem Asylanten nachgewiesen werden, dass er sich im Herkunftsland
    aufgehalten hat, stellen ihn Flüchtlingshilfs- organistionen oder deutsche Sozialorganisationen einen Rechtsbeistand, der in den meisten Fällen für ihn ein irgendgeartetes Bleiberecht für Deutschland erstreitet.

  3. Philipp 20. November 2011 at 11:11 - Reply

    Im ersten Satz des zweiten Absatzes muss: „ihres Herkunftlandes“ gestrichen werden.

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