Verdienstkreuz für engagierte Bürger

17. November 2011 0

Bundesinnenminister händigte Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der BRD aus

Bundesinnenminister Friedrich (mitte) mit ausgezeichneten Bürgern – Foto: BMI/Hans-Joachim M. Rickel

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat gestern zehn Bürgerinnen und Bürger für ihr gesellschaftliches Engagement mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, wie das BMI berichtet. Friedrich bezeichnete im Rahmen der Feierstunde die ehrenamtliche Tätigkeit als den „‚Kit‘, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, betonte aber auch, dass engagierte Bürger ihr Ehrenamt meist als Bereicherung empfänden.

Das Verdienstkreuz wurde unter anderem an drei verdiente Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes (THW) verliehen. Ausgezeichnet wurden auch die Initiatoren mehrerer Vereine, die sich mit ihren Sport- und Fitnessangeboten direkt an Migrantinnen und insbesondere türkische Frauen richten. Die Ehrung des Leiters eines Instituts zur Förderung und Erhaltung deutscher Sprachminderheiten setzt einen weiteren politisch interessanten Kontrapunkt. Als Vertreter der Empfänger des Verdienstkreuzes am Bande zeigte sich Dr. Reinhard Goltz in seinen sympathischen und humorvollen Dankesworten bescheiden:

„Wir kennen unser Ziel, nämlich das Leben in der Gemeinschaft lebenswerter machen. Die Gemeinschaft braucht uns. Aber wir handeln aus einer Gruppe Gleichgesinnter heraus. Kaum einer von uns ist Einzeltäter. Wir brauchen auch andere, die uns unterstützen, die uns helfen.“

Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist eine Auszeichnung des Bundespräsidenten, mit der einmal jährlich Menschen für ihr außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement geehrt werden. Im Rahmen des weggefallenen Wehr- und Zivildienstes sehen sich die Bundesministerien im Zugzwang, zivilgesellschaftliches Engagement, vor allem in Form des bisher nur wenig erfolgreichen Bundesfreiwilligendienstes (BFD) verstärkt zu bewerben, wie etwa das Video von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zeigt:

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