Heise hetzt gegen Demokraten

17. November 2011 2

Telepolis schiebt Demokraten Schuld an “Döner-Morden” in die Schuhe

Ehemaliges Verlagsgebäude der Heise-Gruppe in Hannover (Bild: Mdangers; Quelle: Wikipedia)

Das Online-Journal “Telepolis” der Heise-Gruppe hat anscheinend die “wahren Schuldigen” an den Dönermorden ausgemacht.

Deutliche politische Intention

In einer aktuellen Umfrage unter dem Titel “Wie auf das mörderische rechte Trio reagieren?” werden den Lesern mehrere Antworten vorgeschlagen, aus denen sich deutlich eine politische Intention ablesen lässt. Neben “Verbot der NPD”, “Abschaffung des Verfassungsschutzes”, einer “Terrorliste für Neonazis” und “Vorratsdatenspeicherung” sowie dem obligatorischen “Aufstockung der Programme gegen Rechtsextremismus, Ausbau der Jugendarbeit” findet sich dort auch der folgende Punkt: “Ächtung jener, die wie Sarrazin, Broder, PI-News oder die Partei Freiheit der Ausländerfeindlichkeit Vorschub leisten”.

Screenshot der Umfrage in Heise's "Telepolis"

Pauschal für Taten anderer verantwortlich gemacht

Damit werden einmal mehr demokratische Politiker wie Sarrazin, demokratische Parteien wie DIE FREIHEIT und demokratische Journalisten wie Henryk M. Broder sowie zahlreiche Autoren von “PI-News” pauschal für die Taten anderer verantwortlich gemacht.

Dass mit Broder sogar ein Jude mit den Morden einer Gruppe Neonazis in Verbindung gebracht wird, erscheint besonders perfide und geschmacklos.

Überschaubares intellektuelles Niveau

Wie nach den Anschlägen von Anders Breivik im Sommer schreien linke Medien also einmal mehr nach Sippenhaft für all jene, die es wagen, nicht links zu sein. Mit der Umfrage und den möglichen Antworten hat das Online-Journal “Telepolis” allerdings ein weiteres mal sein ohnehin bekannterweise überschaubares intellektuelles Niveau unter Beweis gestellt.

Nach dem 11. September 2001 war die Telepolis der deutsche Hotspot der so genannten 9/11-Buster, also der Verschwörungstheoretiker rund die Anschläge auf das World Trade Center. Von diesem journalistischen Tiefpunkt hat sich das Magazin bis heute offensichtlich nicht erholt.

2 Comments »

  1. Ursula Stern 19. November 2011 at 00:45 - Reply

    Welch mentale Diarrhoen, erst will in diesem Land niemand mitbekommen haben, was offenkundig nicht zu übersehen war und ist. Es ist deutlich zu spät nach derartigen Gewaltverbrechen Ursachenforschung zu betreiben. Frei nach dem Motto, wenn schon die Erkenntnis des eigenen Versagens nicht zu Korrekturen führen kann, muss wenigstens ein geeignetes Feindbild her, am Besten eines was ohnehin bekannt für diesen braunen Mist ist.

  2. Hoppe Gottfried 21. November 2011 at 13:05 - Reply

    ich denke ,dass es nun an der Zeit ist,jegliche Polemik
    egal von welchen Personen und Parteien mit aller Härte
    vor zu gehen.
    im übrigen bin ich dafür,das solche Personen und Parteien durch Veröffentlichung der Anklage und des darauf folgenden Urteils in allen Medien so wie dem Internet öffentlich gebrandmarkt werden.

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