Sonne, Mond und Sterne

16. November 2011 0

Frank-Furter Schnauze: Kichererbsen-Politik

Macht Sinn: teuer subventionierte Solarmodule im ständig bewölkten Deutschland

Das ist mal ein Fuchs: „Gerade die Solargeschichte kann so nicht mehr weitergehen, da muss ganz schnell eine Bremse rein“, meint Unions- Fraktionsvize Michael Fuchs laut Welt-Online. Nanu, wie kommt’s? Und wer ist das überhaupt? Ist denn heut scho‘ Sommerloch?

Tatsächlich könnte man meinen, der gute Mann sei angetreten, den beinahe unmöglichen Beweis zu erbringen, dass es in seiner Partei noch den ein oder anderen Vernünftigen gibt. Auch bei anderen so genannten „grünen Energien“ wie Windkraft und Biogas solle doch mal genauer hingeschaut werden, so Fuchs weiter. Und ohne einen Ausbau der Netze bringe das Investieren in Ökostrom ohnehin nicht viel. Sein Glück, dass Welt-Online diese „nicht-hilfreichen“ Zitate in einem Artikel ganz hinten auf der Seite versteckt hat. Sonst würde wohl im Kanzleramt die Mutti mit dem Nudelholz auf ihn warten.

Dabei steht außer Frage, dass es kaum ein besseres Exempel dafür gibt, wie volkswirtschaftlich schadhaft und widersinnig Subventionen sein können, als die hierzulande betriebene Förderung der Solarbranche.

Ein paar Fakten: Noch vor wenigen Jahren wurde jede zweite Solarzelle weltweit irgendwo im ständig bewölkten Deutschland montiert. Mittlerweile ist der Anteil Europas am Weltmarkt von 85 Prozent auf immer noch höchst surreal-wirkende 65 Prozent gesunken. Die Produktion hingegen verlagert sich zunemend nach Asien. Im laufenden Jahr werden Schätzungen zufolge nur noch 10 Prozent der in Deutschland verkauften Solarzellen „made in Germany“ sein.

Wenn Deutschland mit 82 Millionen Einwohnern in einer bestimmten Branche ein Vielfaches des Weltmarktanteils der USA oder Chinas abdeckt, dann handelt es sich dabei entweder um Sauerkraut, Weißbier, Birkenstocksandalen, oder: der Staat hat seine Finger im Spiel. Und so ist es hier: wer sich zum Wohle seiner polit-korrekten grünen Seele Photovoltaik-Anlagen auf die Hütte schraubt, benutzt das Fitzelchen selbst erzeugten Strom nicht etwa für sich selber, sondern speist ihn in das lokale Stromnetz ein. Dafür erhalten die braven grünen Bürger eine Vergütung, die ein Vielfaches des normalen Kilowattstundenpreises beträgt (ungefähr das Zehnfache, um genau zu sein). Und das 20 Jahre lang, Vater Staat machts möglich.

Die Solarzellenförderung ist ein Erbe aus rotgrünen Zeiten. Damals gab es kaum jemanden, der sich Photovoltaikanlagen leisten konnte oder wollte. Doch seit die Chinesen den Markt aufmischen, purzeln die Preise und immer mehr Bürger greifen die Chance beim Schopfe: nach außen das grüne Gutmenschen-Image pflegen, nach innen dabei ordentlich abkassieren.

Je nach Model und Energieeffizienz amortisieren sich die Anschaffungskosten im Schnitt über 10 Jahre. Die zweite Decade festgeschriebener Vergütung ist Staate’s Dankeschön für die polit-korrekte Investition. Im Grunde leiht sich der Staat damit das Geld der Bürger und schraubt ihnen Solarzellen auf die Dächer, um den damit produzierten Strom vollkommen überteuert abzukaufen. Auf diese Weise sind Verbindlichkeiten von über 150 Milliarden Euro aufgelaufen. Und das im übrigen für läppische 1,5 Prozent Anteil am deutschen Strommix.

Dafür wurde eine ganze Branche mit Steuergeldern hochgezüchtet, die sich plötzlich und wie aus dem Nichts heraus die besten Sendeplätze für TV-Spots und teure Bandenwerbung in fast jedem Bundesligastadion leisten kann. Und die finale Pointe kommt erst noch: die für die Herstellung von Solarzellen notwendige Reinstsiliziumproduktion ist ein hochenergetischer Prozess, bei dem in etwa so viel Energie aufgebracht werden muss, wie das finale Produkt bei hiesiger Sonnenintensität in zirka zehn Jahren erzeugt. Und weil Strom in Deutschland aufgrund Ökosteuer und anderer Abenteuer bekanntlich kaum noch bezahlbar ist, wandert die Produktion von Solarzellen zunehmend in Länder wie China ab, wo die scheinbar grünen Heilsbringer der Deutschen mit Energie aus immer neuen Kernkraftwerken hergestellt werden. Da sollte selbst dem grünsten Weltverbesser das Lachen ob der eigenen Dummheit im Halse stecken bleiben.

Apropos Dummheit! Wenn Sie sich jetzt fragen, warum das so ist, die Antwort lautet: „Sonne, Mond und Sterne!“ Ja, Sie haben richtig gelesen. Das nämlich ist ein herausragendes Zitat der berühmtesten Kichererbse der Nation: Claudia Roth. Und was passiert, wenn man ökonomisch und wissenschaftlich vollkommen ungebildete Kuschelsozialisten mit Ökowahn (kurzum: Grüne) auf Wirtschaft und Politik los lässt, führt wohl kaum irgendetwas besser vor, als die deutsche Solarkommödie.

Dieses Video sollte der Fuchs unbedingt mal seiner Mutti zeigen, damit sie wenigsten weiß, was ihr blüht, sollten gegenwärtige schwarz-grüne Koalitionsspinnereien eines Tages traurige Wirklichkeit werden: Claudia Roth bei SpiegelTV im Jahr 2008. Kein Wunder, dass die meisten Sozialdemokraten nach Jahren des rot-grünen Gehampels schlicht und ergreifend den Verstand verloren haben.

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