Aufschwung setzt sich fort – noch!

15. November 2011 0

Deutschlands Wirtschaft wächst trotz Euro-Krise weiter

Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) – (C) Destatis 2011

Angesichts der massiven Währungskrise, in der der Euro sich gerade befindet, sind Nachrichten über einen weiteren Wachstumskurs der deutschen Wirtschaft sehr erfreulich. Das Statistische Bundesamt (Destatis) gab heute die Zahlen für das 3. Quartal bekannt: Um 0,5 Prozent war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – preis-, saison- und kalenderbereinigt – im dritten Quartal 2011 höher als im Vorquartal. Zudem wurde das Ergebnis für das zweite Quartal 2011 nach oben auf nun + 0,3 % korrigiert. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich somit nach dem wachstumsstarken Jahresbeginn (+ 1,3 % im ersten Quartal) im Verlauf des Jahres 2011 weiter fort und nahm im Berichtsquartal wieder etwas mehr Fahrt auf.

Im Vorjahresvergleich legte die Wirtschaftsleistung ebenfalls kräftig zu, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie in der ersten Jahreshälfte: Das preisbereinigte BIP war im dritten Quartal 2011 um 2,5 % höher als ein Jahr zuvor (kalenderbereinigt um 2,6 %).

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) in erster Linie aus dem Inland: Dabei trugen insbesondere die gestiegenen privaten Konsumausgaben zum Anstieg des BIP bei. Daneben wurde auch wieder mehr in Ausrüstungen investiert, während die Bauinvestitionen nach starkem Jahresbeginn wieder etwas zurückgingen. Der Außenhandel war weiterhin expansiv: Da Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen aber in etwa gleich stark anstiegen, hatte der Außenbeitrag – preis, saison- und kalenderbereinigt – kaum messbare Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal 2011.

Die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2011 wurde nach ersten vorläufigen Berechnungen von rund 41,2 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 495 000 Personen oder 1,2 % mehr als ein Jahr zuvor.

Leave A Response »