Wilders: Rückkehr zum Gulden?

12. November 2011 4

Niederländische PVV prüft Kosten für Wiedereinführung des Gulden

Der niederländische Politiker Geert Wilders (PVV)

Wie Welt-Online berichtet, prüft die Partei des niederländischen Politikers Geert Wilders Möglichkeiten und Kosten eines Austritts aus der Währungsunion. Dazu sei „eine große Firma“ mit einer Studie beauftragt worden, sagte Wilders der niederländischen Zeitung „Telegraaf“.

„Regierung macht uns Angst“

Weiter erklärte Wilders gegenüber der Zeitung: „Die Regierung macht uns Angst, indem sie uns sagt, das Licht werde im Fall eines Austritts aus dem Euro erlöschen. Natürlich kostet das Geld, aber ich will wissen, ob eine Rückkehr zum Gulden uns am Ende nicht mehr bringt.“ Sollte die Studie zu dem Ergebnis kommen, dass die Rückkehr zum Gulden sinnvoller ist als die gegenwärtige Politik der „Euro-Rettung“, werde die PVV einen Volksentscheid zu dieser Frage anstreben, so Wilders.

Wenig begeistert reagierte darauf der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte: „Das ist ein schlechter Plan“, sagte er zu Wilders Vorhaben und bezeichnete die Rückkehr zum Gulden als „das Rezept für eine Katastrophe“. Die Niederlande hätten schließlich „enorme Vorteile“ durch den Euro.

Dieselben Argumentationsmuster

Damit bedient sich Rutte derselben Argumentationsmuster, die auch deutsche Politiker bemühen, um den Euro zu rechtfertigen. Allerdings erscheint es spätestens angesichts der gigantischen Rettungsschirme mehr als abwegig, dass Länder wie Deutschland oder die Niederlande vom Euro profitieren. Insbesondere für die Bürger ging dessen Einführung in diesen Ländern bisher vor allem mit imensem Kaufkraftverlust einher.

4 Comments »

  1. Biersauer 12. November 2011 at 13:06 - Reply

    Jedenfalls wäre auch neben dem Euro eine xbeliebige Währung möglich, wie es in der Zeit um 1923 üblich war,
    hat jeder Bürgermeister für seinen Ort eine eigene Währumng,genannt „Notgeld“ herausgegeben, welche
    beliebig handelbar war. es ist ja auch nur ein Papier auf dem von einer natürlichen oder juridischen Person ein
    zu begleichender Gegenwert aufgedruckt und garantiert wurde.
    Denn eine einzelne Briefmarke konvergierte im Wert des Staates damals 10,000,000 RM. Der Staat konnte aus Selbstverschuldung keinen Gegenwert garantieren.
    Wo wäre das Hindernis für eine innere Währung?
    Es könnte ja auch Edelmetall, oder Kaurimuschel sein.

  2. Horst Steininger 12. November 2011 at 13:30 - Reply

    Herr Wilders, den ich persönlich sehr schätze, geht genau den richtigen Weg. Die neutralen Wirtschaftsweisen, die nicht an Parteien gebunden sind, raten ebenso zur Rückkehr zur DM und raus aus dem Euro. Den starken Ländern schadet der Euro, den schwachen nützt er, das ist eine völlig logische und richtige Denkweise. Das zeigen deutlich, die vergangenen Monate und Jahre.Wir könnten wesentlich besser da stehen, wenn wir nicht dem Euro angehören würden.Dann gäbe es auch wieder spürbar mehr in die Taschen der Menschen ,weil wir nicht schwächelnde Staaten retten müssten,die uns dann, wenn das nicht gelingt, mit in den Sumpf ziehen.

  3. Prach 15. November 2011 at 22:06 - Reply

    Was spräche denn dagegen, eine Parallelwährung wie einst die Rentenmark einzuführen? Dann kann jeder Bürger und jedes Unternehmen selbst entscheiden, welche Währung bevorzugt wird – den Euro müssen wir dann auch nicht mehr stürzen, da wohl kaum jemand so doof sein wird, sich gegen die D-Mark Reloaded zu entscheiden.

  4. Volker Hübner 16. November 2011 at 12:03 - Reply

    Herr Wilders hat recht diese Sache einmal
    konkret auszuloten.
    Wir Deutschen waren vor dem Euro Exportweltmeister
    und verlieren diese Position nun an die Chinesen.
    Die D-Mark war eine starke, überall angesehene, Währung die diesen Status sehr schnell wieder innehätte.

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