Ägypten: „Kopten sind Ungläubige“

4. November 2011 3

Ägyptischer Geistlicher verflucht koptische Christen

Blick auf Kairo, die größte Stadt in Afrika

Nur wenige Wochen ist es her, dass 27 koptische Christen beim „Massaker von Maspero“ in Ägypten ums Leben kamen. Nun häufen sich höchst befremdlich wirkende Aussagen islamischer Würdenträger des Landes, in denen die Kopten als „Ungläubige“ dargestellt werden, um den Mord an ihnen zu rechtfertigen.

„Allah straft sie mit einem Fluch“

Den Anfang machte Ägyptens Großmufti Ali Gomaa, immerhin die zweithöchste religiöse Autorität der Nation, der die koptische Minderheit im Lande bereits in der letzten Woche als „Ungläubige“ bezeichnete. Nun legte Yasser al-Birhani, Vize-Präsident der Salafis in Alexandria, in einem Interview mit dem „Al Rahma-Kanal“ nach: „Die Kopten sind Ungläubige, bezeugt im Koran. Sollen wir uns dafür entschuldigen, dass der Koran es ihnen recht gemacht hat? Allah straft sie mit einem Fluch!“

In der jüngeren Vergangenheit, insbesondere seit Ausbruch des so genannten „arabischen Frühlings“, namen die Übergriffe muslimischer Gruppierungen auf die koptische Minderheit in Ägypten rapide zu. Mehrfach kam es zu tödlichen Zwischenfällen. Dem „Massaker von Maspero“ waren muslimische Angriffe auf die Edfu Kirche der Kopten voraus gegangen. Yasser al-Birhani kommentierte die Übergriffe wie folgt: „Die Kopten schufen die Konflikte zwischen den Glaubensgemeinschaften und behaupteten, Muslime hätten eine Kirche zerstört.“ Und er fügte hinzu: „Das Gebäude, das verbrannt und zerstört wurde, hatte weder Papiere noch Genehmigung.“

„Christen sind Ungläubige“

Ungeachtet der Frage, ob die Kirche der Kopten nach ägyptischem Recht genehmigt war oder nicht, rechtfertigt dies nach westlichem Ermessen keine Gewalttaten, schon gar nicht solche mit Todesfolge. Yasser al-Birhani sieht das offenbar anders. Sein Schlusswort im besagten Interview: „Bei Allah, Christen sind Ungläubige, wie der Koran sagt! Sollen wir uns etwa für den Koran entschuldigen, und seinen Inhalt verzerren, um ihnen zu gefallen?“

Tatsächlich stehen die Äußerungen ägyptischer Geistlicher in krassem Gegensatz zu dem, was in deutschen Medien über den „arabischen Frühling“ berichtet wird. In Tunesien ging vor kurzem die islamistische Partei „Ennahda“ als Sieger aus den ersten freien Wahlen hervor. Nach der Wahl erklärte die „Ennahda“, dass die Verfassung des Landes auf Basis der Scharia entwickelt werden solle.

Islamistische Parteien zählen zu den Favoriten

Auch in Ägypten stehen die ersten freien Wahlen kurz bevor. Dort soll aus 27 Gouvernements in drei Schritten zu je 9 Gouvernements ein neues Parlament gewählt werden. Die erste Wahl findet am 28. November statt, unter anderem in den größten Metropolen des Landes: Kairo und Alexandria. Weitere Wahltermine für andere Gouvernements sind derzeit für den 14. Dezember und den 3. Januar angesetzt.

Wie in Tunesien zählen auch in Äypten islamistische Parteien zu den Favoriten. Besonders groß werden die Chancen der neugegründeten Partei der Muslimbruderschaft (PJF) eingeschätzt. Die PJF tritt genauso wie die tunesische „Ennahda“ für die Einführung der Scharia ein.

3 Comments »

  1. bording 5. November 2011 at 15:09 - Reply

    Der arabische Frühling ist eine konzentierten Aktion der muslimischen Weltbewegung.
    Neuordnung der Kräfte, Bündelung und gemeinsame Aktionen ist der Zweck dieser Aufstände.

    Die Nachstellungen, und Verfolgungen fangen erst an……

    Was wir vom ISLAM erwarten können….Wir sind ein Volk, dem Allah mit dem Islam machtvolle Würde verliehen hat. (Dass ist ja schon was?)
    Die Würde beruht auf die Erniedrigung aller Anderen Erdenbewohner
    Betätigungsfeld des Islam
    Sie hängen Menschen auf Baukrähnen, sie steinigen,
    sie köpfen, 47,4 verstümmeln,
    Hände und Füße, kreuzweise Abgeschlagen werden 5,33
    Schlagt aufs Haupt, und dann schlagt alle Finger ab 8,12
    schicken alle in die Hölle 5,86
    Tribut in voller Unterwerfung erpressen 9,29
    Schritt für Schritt Erniedrigung, 7,182
    beanspruchen euer Geld euer Land, euere
    Häuser euere Güter 33,27
    wir kämpfen 2,193
    wir töten, wo immer wir sie findet 4,91
    Wir töten und lauern ihnen aus jeden Hinterhalt auf 9,5
    wir erobern 3,131
    wir verfolgen, sie 4,74
    vernichten, 17,58
    wir rotten aus 8,7,
    wir zerstören, 7,4
    wir belügen euch, 2,256
    wir betrügen euch, 4,77
    wir legen einen Hinterhalt, 9,5
    Wir haben Hass und Zwietracht
    bis zur Auferstehung gesät 5,64
    hassen euch, wir
    führen euch in die Irre, 6,110
    Satan will fürchten lassen, fürchtet
    mich, wenn ihr gläubig seid 3,175
    Fürchtet Allah so viel ihr könnt 64,16

    Wir sind ein Volk, dem Allah mit dem Islam machtvolle Würde verliehen hat.

    WO KANN MAN DA EINE WÜRDE FINDEN??

  2. Horst Steininger 9. November 2011 at 15:50 - Reply

    Ich habe mich mit dem Islam befasst und er macht mir sehr große Angst.
    Unsere Zukunft in Europa ist sehr, sehr ungewiss. Wenn wir alle, die nicht dem Islam angehören in diesem Europa, nicht sehr zornig sind auf diese schleichende Islamisierung und alle Kraft zusammen nehmen um das zu verhindern, dann ist unsere christliche Welt verloren und der Islam triumphiert.

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