Der Schindler-Hannes

3. November 2011 2

Kolumne: Die Politik geht vor die Hunde – oder wie man zwei Fliegen mit einer großen Klappe schlägt

Einer der Arbeitgeber des Herrn Schindler: die Frankfurter Rundschau (Bild: Philipp Grossl, Quelle: Wikipedia)

Der Autor Jörg Schindler kann einem nur Leid tun, muss er doch sein journalistischen Unwesen gleich in zwei Zeitungen treiben. Die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau. Bei einem Gehalt versteht sich. Dass man dabei manchmal inhaltlich durcheinander kommen kann beweist dieses Beispiel.

Er fängt gleich richtig mit einem Donnerschlag an: „Die neue Rechte“ lautet die Überschrift und klingt nach Serienanschlägen. Wen er damit meint wird auch gleich klar: Die bösen Islamkritiker. Allein für diese Überschrift müsste man Herrn Schindler links und rechts was hinter die Ohren hauen, damit er mal wieder durchblickt und weiß, wo es längs geht.

Menschen, die sich gegen totalitäre Systeme erheben, kann man nicht als „Neue Rechte“ beschimpfen, das widerspricht der Geschichte. Und ein Kritiker der katholischen Kirche kann auch nicht pauschal in die Reihen der Antifa gedrängt werden. Das weiß Herr Schindler selbstverständlich, aber das muss er uns verschweigen, denn dafür wird er nicht bezahlt. Er wird als journalistischer Kämmerjäger bezahlt, der alles, was ihn stört, in eine Ecke drängt, um es dort zu vernichten.

Langweilig, weil durchschaubar

Ohne Luft zu holen und nachzudenken, haut der Schindlerhannes gleich im ersten Satz den Andersdenkenden direkt ins Gesicht. Er spricht von einer „islamfeindlichen Szene“. Aber wen meint er damit? Buddhisten, Atheisten, Mormonen? Kreuzritter?

Für Herrn Schindler ist schätzungsweise jeder, der nicht am Barte des Propheten kuschelt, ein Islamfeind. Das aber kann natürlich jemand sagen, der ein Islamfreund ist – denn neutral ist alles, außer Schindler, schließlich bekommt er seinen Gehaltsscheck vom DuMont-Verlag.

Wer jemanden zum Feind erklärt, steht logischerweise auf der anderen Seite. Schindler ist also ein Islamfreund. Vielleicht sogar islamophil. Islamophil sind Menschen, die sich ins Hemd, machen, wenn andere diese totalitäre Ideologie kritisieren, alles klar? Lieber Herr Schindler, es hätte doch gereicht, wenn Sie von Islamkritikern geschrieben hätten. Religions- und Systemkritiker gleich als „Feinde“ zu bezeichnen, das hatten wir doch alles schon einmal.

Nur einen Satz weiter schreibt Herr Schindler von der „Splitterpartei“ DIE FREIHEIT. Entweder ist ihm das Wort eingefallen, als er sich morgens beim Bäcker sich gleichnamiges Brötchen in die große Klappe gestopft hat, oder die noch unbedeutende, kleine Partei DIE FREIHEIT ist ihm schon jetzt ein Dorn im Auge. Angst, Herr Schindler?

Immer noch im ersten Absatz, rotzt Herr Schindler dann richtig los: „Wegen einer Hetzschrift gegen alle Muslime…“. Hat Herr Schindler sein Vokabular von irgendeinem Propagandisten aus den 30er Jahren geklaut? Herr Stürzenberger wird von Herrn Schindler dann sogar als „fanatischer Islamhasser“ abgestempelt. Kennt Herr Schindler Herrn Stürzenberger persönlich? Egal, so was schreit bei DuMont nach Lohnerhöhung.

Seine ganze Intelligenz zeigt sich in solchen Sprüchen wie: „Ihm drohen auch strafrechtliche Konsequenzen“, oder „Womöglich wird Letzteres die Staatsanwaltschaft München“ übernehmen. Wie hätten Sie’s denn gerne, Herr Schindler. Die Info hat er übrigens von einem Blogger – die wohl wichtigste Recherchequelle seines journalistischen Universums.

Mit Berichterstattung oder Information hat das alles nichts mehr zu tun. Das ist die Meinung eines gut bezahlten journalistischen Schlachterbeils, der am liebsten alle Schweinefleischfresser in Stücke hacken will.

Herr Schindler, bitte tun Sie mir zwei Gefallen: Gehen Sie noch mal in die Fahrschule, vielleicht lernen Sie dann ja noch zwischen links und rechts zu unterscheiden und anschließend noch mal in die Journalistenschule.

2 Comments »

  1. Ralf Uhlemann 4. November 2011 at 10:22 - Reply

    Vielleicht könnt Ihr den Herrn Schindler zu einer Stellungnahme bewegen. Ihr müsst euch aber beeilen, nach den herben Auflagenverlusten wird es die beiden Blättchen nicht mehr lange geben.

  2. Rico Krauß 4. November 2011 at 11:43 - Reply

    „Mit Berichterstattung oder Information hat das alles nichts mehr zu tun.“ – Genau das stellt sich als maßgeblicher Aufhänger in der ganzen Geschichte Deutschlands dar. Der Journalismus, getrieben von zwei Seiten, welche durch nur eine Hand gesteuert werden, ist eine der größten Einflußmöglichkeiten, das Volk mit der Masse an nutzlosem Wissen zu verdummen. Und wer Links und Rechts für sich zu nutzen in der Lage ist, der kann mit allen Mitteln von der Wahrheit ablenken.

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