Ready, Steady, Go!

31. Oktober 2011 21

Neue Kolumne auf CitizenTimes: „Frank-Furter Schnauze“ von Marco Pino

Alles neu macht der Herbst! Die CitizenTimes verändert sich: optisch, inhatlich, personell. Und ich bin mit an Bord! Der, den man auch als „Frank Furter“ kennt. Nach einer langen Zeit, in der ich – mal mehr, mal weniger regelmäßig – auf „Politically Incorrect“ (PI) kommentierte, beginnt für mich jetzt ein neues Kapitel. Und ich freue mich darauf!

Freilich wäre es unglaubwürdig, wenn ich nun behaupten würde, dass es für diesen Schritt keine Gründe gab.  Wie nicht zu guter letzt auch in einem Artikel der Frankfurter Rundschau dokumentiert, bin ich seit langer Zeit der Meinung, PI müsse insgesamt moderater und seriöser auftreten (was nicht gleichbedeutend mit „politisch korrekter“ ist). Eine gefühlte Ewigkeit lang warb ich für diesen Kurs. Leider musste ich jedoch feststellen, dass sich PI zunehmend in eine andere Richtung entwickelt hat, mit der ich mich immer weniger identifizieren konnte. Folglich wurde dieser Schritt irgendwann unausweilich. Dennoch wünsche ich der PI-Gemeinde alles Gute für die Zukunft. Und ich glaube, dass in Deutschland durchaus Bedarf für mehrere unabhängige Medien besteht, die sich gegen den linken Mainstream stellen. Schon deswegen ist dieser Schritt nicht nur eine Entscheidung gegen PI, sondern ebenso eine Entscheidung für die CitizenTimes.

In keinster Weise hat diese Entscheidung etwas mit den jüngsten Angriffen gegen PI zu tun, die von vornehmlich linken bis ganz-linken Medien wie der DuMont-Presse oder dem Spiegel inszeniert wurden. Diese hatten versucht, PI als rechtsextreme Organisation darzustellen und gefordert, der Verfassungsschutz müsse gegen die Macher der Seite tätig werden. Dazu wurde selektiv und teilweise sogar verfälscht aus illegal beschafften, privaten Korrespondenzen zitiert. An die Adresse der linken Schreiberkolonnen sage ich ausdrücklich: ich stehe zu jeder verdammten Silbe, die ich auf PI geschrieben habe! Und sollte sich jemals einer von ihnen trauen, eine faire Debatte mit offenem Visier zu führen, einen Streit um Fakten und Argumente, dann bitte schön: hier bin ich. Ich warte.

Die politisch motivierte Hetzkampagne gegen PI hat vor allem eines exemplarisch vorgeführt: wie dringend es in diesem Land neue, unabhängige Medien braucht! Denn fast alle, die sich in der Ackerfurche des deutschen Meinungsmainstreams tummeln, sind ideologisch vergiftet mit dem politischen Aberglauben der 68er. Deren Gang durch die Institutionen hat hervorgebracht, was sie einst selbst bekämpften: eine monotone Scheuklappengesellschaft, deren Vielfalt allenfalls oberflächlich ist, jedoch spätestens dort endet, wo sich jemand einer anderen Meinung zu wesentlichen politischen Fragen erdreistet, als ebendiese 68er. Das wäre vielleicht noch zu ertragen, wenn sie denn wenigstens in wesentlichen Punkten Recht hätten. Doch die Realität zeigt: sie haben nicht Recht. Im Gegenteil: Sie, die Sozialisten, Gleichmacher, Umverteiler, Weltverklärer, Kuscheljustiziare, Integrationsindustrielle, Wirtschaftslaien, Freiheitshasser und Volksabschaffer dieser Republik, sie sind diejenigen, deren politische und ökonomische Idiotie die vielen gravierenden Probleme der Gegenwart wesentlich mitbegründet hat. Umso lachhafter also, und umso fataler, dass sie sich erdreisten, mittels ihrer geisttötenden „Political Correctnes“ die Mahner ihres Scheiterns und die Ankläger ihrer Verbrechen mundtot machen zu wollen.

Wir lassen uns aber nicht mundtot machen! Und genau deswegen unternehme ich nun zusammen mit Felix Strüning und einigen anderen Mitstreitern den Versuch, ein neues Qualitätsmedium im klassisch bürgerlich-liberalen Meinungsspektrum zu etablieren. In unserer Sparte „News“ werden wir zukünftig über die wichtigsten Ereignisse tagesaktuell und objektiv informieren. Unter „Essays“ werden wir längere Berichte und Analysen liefern. Und in den „Kolumnen“ werden wir unsere Meinung dazu kundtun, selbst wenn man diese an anderer Stelle „nicht hilfreich“ findet.

Gleichwohl werden wir interessante Interviewpartner und Gastautoren präsentieren und stets weiter an dem Auftritt dieser Seite arbeiten. Dabei soll es zum wesenhaften Merkmal der CitizenTimes werden, auf hohem Niveau über die Probleme unserer Zeit zu informieren und jene zu Wort kommen zu lassen, die wirklich taugliche Lösungsansätze für ebendiese Probleme bieten. Und zwar stets ganz frei nach dem Motto: Freies Wort für freie Bürger!

Also dann: Frisch, fromm, fröhlich, frei ans Werk. Ready, steady, go!

21 Comments »

  1. Felix Strüning 31. Oktober 2011 at 16:16 - Reply

    Herzlich willkommen im Team, Frank-Furter!

    Wir freuen uns auf kritische Artikel mit Biss.

  2. Volker Hübner 31. Oktober 2011 at 16:27 - Reply

    Und bitte moderiert die Kommentare.
    Auch wenn das für den Einen oder Anderen nichts mehr
    mit Meinungsfreiheit zu tun hat, ist es dennoch nötig um
    sich unnötige Diskreditierungen zu ersparen. In diesem Sinne wünche ich Euch viel Erfolg und bedanke mich
    für Euer Engagement und die Opfer die Ihr dafür bringt.
    MfG
    Volker Hübner

  3. Volker Hübner 31. Oktober 2011 at 16:28 - Reply

    Ok, ich sehe schon das läuft mit moderation ;o)

  4. Markus Hoppe 31. Oktober 2011 at 18:36 - Reply

    Hoppla!

    Freut mich dass Du wieder schreibst, der Urlaub ist ja schon eine Weile her.

    Wo bitte ist der Button für den rss-feed? Allgemein wie Autor-spezifisch?

  5. Seb 31. Oktober 2011 at 19:29 - Reply

    Einfach schön zu sehen auch in Zukunft immer frisch und aktuell von Marco zu hören! 😉

    Wünsche der Citizen Times alles Gute und ich würde mir wünschen, dass es ein bürgerlich-liberales Medium schafft sich mehr durchzusetzen!

  6. Arne Frerichs 31. Oktober 2011 at 21:05 - Reply

    Bei mir ist gerade ein kleiner Freudenhüpfer passiert, als ich diesen Blogeintrag gelesen habe: Lange war ich stiller Mitleser bei PI, hab aber merken müssen, dass die Beiträge dort im Laufe des letzten halben Jahres immer reißerischer und teilweise auch unter die Gürtellinie gingen, nicht zu schweigen von den Kommentaren. Da ich aber ein großer Fan von FrankFurter bin, habe ich dennoch die Seite häufig aufgerufen.
    Somit habe ich nach noch nicht einmal 2 gelesenen Beiträgen hier schon einen Kommentar hinterlassen, was ich mir bei PI immer erspart habe! Ich wünsche viel Erfolg und viieeeelee Mitleser, also schön Werbung machen! 🙂

  7. Fred 31. Oktober 2011 at 21:55 - Reply

    Kewil ist doch ein prima Vorwand, sich aus der Schusslinie zu nehmen… Irgendwie haben die FR-Fuzzis ihr Ziel offenbar erreicht…

    Ich wünsche der Palästinensischen Befreiungsfront trotzdem alles Gute und regelmäßige „Waffenbruderschaft“ mit der Befreiungsfront Palästina (PI).

    Fred

  8. Ursula Stern 31. Oktober 2011 at 23:23 - Reply

    all zu oft kommentiere oder schreibe ich nicht. In der letzten Zeit standen mir buchstäblich sämtliche Haare ob
    so manchem Kommentar zu berge. Sehr ist es zu begrüßen, hier ein anderes Niveau vorzufinden.

  9. Tutnix 1. November 2011 at 00:40 - Reply

    Ich wünsche viel Erfolg!

  10. Alex 1. November 2011 at 00:49 - Reply

    Ich gehe einmal davon aus, dass mein Kommentar nicht veröffentlicht wird. Dennoch probiere ich es hier. Bei der so genannten „Bürgerrechtspartei – Die Freiheit“ werden auf der Bundeshomepage KEINE kritischen Kommentare zugelassen. Da es sich bei den zwei maßgeblichen Schreiberlingen Felix Strüning und Marco Pino um zwei Parteimitglieder handelt, habe ich große Zweifel, dass das hier ein erfolgreiches Projekt werden wird. Es ist nicht Aufgabe von teils wichtigen Parteifunktionären ein eigenes Presseorgan hochzuziehen. Das hat dann nichts mehr mit politisch unkorrekt zu tun, sondern ist plumbe Parteiwerbung für die Partei „Die Freiheit“, die es selbst nicht so genau mit der Freiheit nimmt. Doch kritische Artikel zu dieser Partei wird man hier wohl vergebnlich suchen.

  11. Gender_gap 1. November 2011 at 02:58 - Reply

    Zwei Zitate:

    „Wie nicht zu guter letzt auch in einem Artikel der Frankfurter Rundschau dokumentiert …“

    „In keinster Weise hat diese Entscheidung etwas mit den jüngsten Angriffen gegen PI zu tun, die von vornehmlich linken bis ganz-linken Medien wie der DuMont-Presse oder dem Spiegel inszeniert wurden.“

    Wie das? Die Hetze in der FR war gut, die in den anderen Zeitungen nicht?

  12. cicero 1. November 2011 at 18:27 - Reply

    Ich bin geradezu glücklich, dass FrankFurter nicht mehr bei PI ist, es hat dort einfach nicht mehr gepasst. Ich habe mich schon ein Stückchen früher von dort als Kommentator und verabschiedet und lese inzwischen nur noch hin und wieder mal dort rein.

    Wer den Islam kritisiert muss auch eine Perspektive für Muslime eröffnen. Auch wenn eine Islamreform kein Allheilmittel ist, sie ist ein unverzichtbarer Baustein, der immer mitgedacht werden muss.

    Wer die überlieferten Texte des Islam genauso behandelt, wie die Fundamentalisten, nämlich als verlässliche Urkunden darüber, was Mohammed wirklich tat und wollte, der steht auf der falschen Seite. Eine gute Übung für das, was möglich ist, ist hier das Buch „Mohammed – eine Biographie“ von Hans Jansen. Es ist nicht viel anders als bei den christlichen Evangelien.

    Zum Schluss noch ein Link auf einen Artikel, in dem eine Muslimin sich gegen Zwangsheirat wehrte, mit den Worten: „weil man nach dem Koran nur aus Liebe, aber nicht mit Gewalt verheiratet sein kann.“

    Genau diese Muslime müsste man als Wähler der FREIHEIT gewinnen können. Es sind nicht wenige. Und vor allem Frauen.

    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/braeutigam-zwingt-cousine-zu-islamischer-heirat-id6035474.html

  13. Sönke Peters 2. November 2011 at 08:12 - Reply

    Schade;

    neben manch Krawallo-Artikel waren u.A. die Beiträge von Frank Furter stets ein gutes Gegengewicht. PI geht somit ein gutes Stück seiner Vielfalt verloren. Zukünftig muss man eben diese Vielfalt in verschiedenen Internetaufritten suchen. Fraglich bleibt nur, wann die Mannigfaltigkeit aufhört und die Zersplitterung bis hin zur Bedeutungslosigkeit anfängt.
    .
    Dennoch wünsche ich gutes Gelingen und werde die Dinge wohlwollend beobachten.
    .
    Sönke Peters, alias “Graue Eminenz”

  14. Marco Pino 2. November 2011 at 11:01 - Reply

    Hallo Zusammen, vielen dank für die Comments und herzlich willkommen auf CT. Eine neue Seite aufzubauen, ist sicherlich nicht einfach, im Gegenteil. Aber wenn es gelingt, sollte es der Sache insgesamt dienlich sein, spiegelt es doch auch die Vielfalt in diesem Meinungsspektrum wider.

    @Markus Hoppe: RSS-Feed (autorenspezifisch) und Newsletter werden in Kürze eingerichtet.

  15. Marco Pino 2. November 2011 at 11:17 - Reply

    @Alex: Vielen Dank auch für Ihren kritischen Kommentar. CT wird keinesfalls eine partei-eigene Seite, wird aber freilich jene Themen beleuchten und jene Meinungen zu Wort kommen lassen, die in unserer Partei ebenfalls eine Rolle spielen. Dass es zudem auch mehr Selbstkritik in unserer Partei geben muss, ist wohl eine der Lehren aus der Berlin-Wahl.
    Verwunderlich finde ich die Aussage, Politiker dürften nicht als Medienmacher auftreten. Erst einmal ist Felix Strüning Journalist und darf doch auch als Parteifunktionär noch seiner Arbeit nachgehen, oder? Und zweitens ist es doch eher so, dass auch alle großen Parteien eigene Medien betreiben und zudem noch bei den Öffentlich-Rechtlichen ordentlich mitmischen…
    MfG

  16. Willy 5. November 2011 at 09:19 - Reply

    Schön das „Frank Furter“ weiter seine lesenswerten Artikel veröffentlicht. Ich bin mir nur nicht sicher ob Vielfalt nicht Zersplitterung der Kräfte bedeutet oder eine Bündelung der Islamkritischen Kräfte besser wäre? Wir werden sehen!
    Auf alle Fälle viel Glück!

  17. Sasha 7. November 2011 at 15:43 - Reply

    Schön sie wieder zu lesen, dennoch hatte ihr Wechsel hierher auch für sie einen wesentlichen Nachteil. Sie erreichen hier nur einen Bruchteil des Publikums und die Zeiten in denen sie sich mit den PRINTMEDIEN duellieren können, sind hier vorbei.
    PI wurde durch ihren Abgang nachhaltig geschwächt und Zersplitterung ist das schlechteste , was der „Bewegung“ passieren kann. Somit haben die Attacken ihr Ziel erreicht und mit dem internen Missmanagement bei Pi , die besten Chance einen mächtigen Gegenpol zum Etablierten zu bilden, verspielt. Ich wünsche ihnen dennoch viele Klicks,

    Mit freundlichen Grüßen aus Berlin

  18. Wolfram Eichinger 8. November 2011 at 17:01 - Reply

    PI zu verlassen war ein Fehler

  19. Wolfram Eichinger 8. November 2011 at 17:02 - Reply

    Ich korrigiere mich: PI zu verlassen war ein schwerer Fehler

  20. Artikel20Punkt4 8. November 2011 at 18:56 - Reply

    Hallo Frank Further !

    Ich war sehr betrübt als ich gelesen habe, dass du nicht mehr bei PI schreibst. Neben Michael waren deine Texte die besten, die ich dort lesen durfte.
    Umso mehr freue ich mich, dass du der Internetcommunity erhalten bleibst und weiterhin deine brillianten Texte verbreitest.
    Ich wünsche dir hier viel Erfolg und Durchhaltevermögen!!!!

    Liebe Grüße,

    [ichwurdegottseidanknochnichtenttarnt;:>]

  21. Publius 11. November 2011 at 17:16 - Reply

    Viel Glück und Erfolg mit dem neuen Medium. PI war und ist eine reichweitenstarke Plattform aber es zeigt sich mehr und mehr, dass das nicht reicht. Ebenso wichtig ist ein Diskurs auf hohem intellektuellem Niveau und damit außerhalb schlichter Entweder-Oder-Logik.

Leave A Response »