„Islamisierung schadet Integration“

31. Oktober 2011 0

KStA Interview: Der Psychotherapeut Ihan Kizilhan redet Klartext

In einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger kommt der Psychotherapeut Ihan Kizilhan zu dem Schluss, dass die Islamisierung der Integration schadet. Während bei der ersten und zweiten Generation von muslimischen Einwanderern Faktoren wie mangelnde Bildung, Sprachprobleme und das Diaspora-Phänomen (das besagt, dass Menschen in einer fremden Gesellschaft konservativer werden) die Integration behindert hätten, spiele bei den folgenden Generationen der zunehmende Einfluss eine große Rolle. Diese Menschen hätten zwar eine bessere Schulbildung genossen, „aber politische Ereignisse wie der 11. September und die Islamisierungswelle haben gegen die Integration gearbeitet“, so Kizilhan. Die dritte Generation sei die „Verlierergeneration“, meint Kizilhan weiter, da „ihre Identität diffus“ und „ihr interkultureller Zwiespalt groß“ sei. Das könne „je nach Persönlichkeit dazu führen, dass sie sich von extremen Gruppierungen angezogen fühlen“.

Zum Ende des Interviews geht der Psychotherapeut auf die Folgen häuslicher Gewalt in Migrantenfamilien ein. Mit Blick auf die Situation von zwangsverheirateten Frauen, die aus der Türkei nach Deutschland gebracht würden und mittlerweile oft besser gebildet seien, als ihre Männer, stellt Kizilhan fest: „Da erlebt so manche eine böse Überraschung.“ In der Öffentlichkeit müsse es daher deutlicher werden, dass es vielfältige Hilfen für diese Frauen gibt und sie nichts zu befürchten haben, wenn sie ihre Männer verlassen. Allerdings spiele auch in diesem Zusammenhang die Religiösität der Muslime eine „verschärfende Rolle“.

Leave A Response »