Arabellion in europäischen Städten?

31. Oktober 2011 1

Dänische Muslime fordern Scharia-Zonen

Die Hinweise verdichten sich, dass die so genannte „Arabellion“ in Nordafrika nicht demokratischere, sondern islamischere Staatssysteme zur Folge haben könnte. In Tunesien, dem Ursprungsland der Proteste, fanden die ersten Wahlen statt, bei denen die islamistische Partei „Ennahdha“ als klarer Sieger hervorging. Die Scharia soll nun zum festen Bestandteil der tunesischen Verfassung werden. Wie das mit rechtsstaatlichen und demokratischen Prinzipien vereinbart werden soll, bleibt abzuwarten.

Abseits dessen fordern nun auch in Europa immer mehr muslimische Organisationen die Einführung der Scharia in muslimisch geprägten Stadtteilen, so bereits geschehen in Großbritannien, Belgien, Frankreich und Spanien. Nun hat auch eine dänische Muslimorganisation namens „Ruf zum Islam“ die Einführung von „Scharia-Zonen“ gefordert, in denen eine „Moralpolizei“ die Einhaltung islamischer Gesetze überwachen soll.

Der bekannte Publizist und Islamkritiker Henryk M. Broder greift den Fall in einem aktuellen Welt-Online-Kommentar auf und stellt einen Bezug zu der Debatte über „Islamophobie“ her. Unter diesen Begriff fiele alles, was Muslime verletzend und unangemessen empfinden würden. Wie die Forderung nach „Scharia-Zonen“ jedoch zeigt, gibt es sehr wohl viele gute Gründe, den Islam kritisch zu sehen. Schlussendlich hat Broder noch einen guten Rat für die Scharia-Befürworter unter den Muslimen: „Wer freilich unbedingt unter der Herrschaft der Scharia leben möchte, dem sei das gegönnt: in Saudi-Arabien und Somalia, im Jemen und womöglich bald auch in Tunesien und Libyen. Wo die Sonne viel öfter lacht und Islamophobie ein Fremdwort ist.“

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