Happy Birthday Lady Liberty!

28. Oktober 2011 0

Kolumne: Ansichten und Einblicke aus Berlin

Ja, heute vor einem Jahr wurde auch unsere Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT gegründet, insofern ist es ein doppelter Grund zu feiern. Wesentlich älter wird heute aber eine andere Freiheitsdame, nämlich 125 Jahre: Die Freiheitsstatue, die Statue of Liberty, offiziell Liberty Enligthening the World genannt – oder eben auch einfach Lady Liberty. Das Geschenk des französischen Volkes an die Vereinigten Staaten von Amerika wurde am 28. Oktober 1886 eingeweiht. Auf der Tafel, die sie hält, steht der 4. Juli 1776 und damit das für die USA wohl bedeutendste Datum, das der Unabhängigkeitserklärung von England. Seitdem ist die Freiheitsstatue wohl zum bekanntesten Symbol für die Freiheit geworden.

Zur Geschichte kann man einen ausführlichen Artikel bei Wikipedia lesen. Erwähnt sei hier nur noch, dass die sich auf das Idealbild der Freiheitsgötting Libertas aus den Zeiten des Römischen Reiches bezieht. Was mir an der Motivation des französischen Künstlers Frédéric-Auguste Bartholdi besonders gefällt ist, dass Lady Liberty eben nicht als gewaltbereit dargestellt wird, wie etwa die vergleichbare Figur im Gemälde Die Freiheit führt das Volk von Eugène Delacroix, dem Gemälde, das an die französische Julirevolution von 1830 erinnert. Der Grund: Bartholdi hatte damals schon begriffen, was heute die meisten noch nicht verstanden haben: Revolutionen führen zu nichts. Wer ein System gewaltsam ändert, so wie es gerade unter dem verherrlichenden Begriff arabischer Frühling propagiert wird, wird entweder mindestens genauso schlimm wie diejenigen, die er bekämpft hat oder (bzw. und) irgendwann ebenfalls auf dem Scheiterhaufen der Geschichte landen.

Insofern ein Prosit auf die gute Dame und ein Hoch auf die Freiheit!

Ein Nachtrag: Das Bild oben zeigt die Freiheitsstatue neben den brennenden World Trade Center Türmen am 11. September 2001. Ich habe es gewählt, weil es für mich den Widerspruch zwischen Islam und Freiheit symbolisiert. Und durch diesen Widerspruch ist ein Großteil meiner politischen und journalistischen Arbeit begründet.

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