Brandheisse Mode aus Berlin

25. Oktober 2011 0

Erneut brennende Autos im Frankfurter Westen

Nach mehreren Monaten und zahlreichen brennenden Autos konnte die Berliner Polizei endlich einen Ermittlungserfolg vorweisen. Mittlerweile hat André H. laut Spiegel-Online gestanden, insgesamt 67 Fahrzeuge angezündet zu haben. Die Brände seien zudem auf 102 weitere Autos übergegriffen, gleichwohl auf einen Dachstuhl und eine Seniorenresidenz.Der Schaden geht in die Millionen, dem Täter droht eine lange Haftstrafe.

Als Motiv für die Brandanschläge vermuten die Ermittler den Frust des Gelegenheitsarbeiters über seine schlechte Einkommenssituation. Auffällig ist allerdings, dass der Täter lediglich Autos der deutschen Marken Audi, BMW und Mercedes anzündete. Oberklassefahrzeuge gibt es schließlich auch von ausländischen Herstellern. Gut möglich also, dass auch politische Motive zumindest nebensächlich eine Rolle spielten.

Während in Berlin zumindest ein Feuerteufel weniger sein Unwesen treibt, weitet sich die „brandheiße Mode“ längst auf andere Städte aus. Nachdem es zuerst vor allem in Hamburg zu Autobränden kam, treibt nun schon seit mehreren Monaten in Frankfurt ein solcher Täter (oder mehrere) sein Unwesen. Gestern nacht brannten laut Frankfurter Rundschau erneut fünf Autos im westlichen Vorort Höchst.Ob eine Verbindung zu den bisherigen Fällen im Frankfurter Nordwesten besteht, konnte die Polizei noch nicht mitteilen.

Wenig überzeugt ist man derweil im Frankfurter Polizeipräsidium von der Vorgehensweise der Hamburger Beamten, die mittlerweile zur Täterermittlung gezielt auf Personen zugeht, die mit Graffiti-Schmierereien oder Zündeleien bereits auffällig wurden. Allerdings wurden in Hamburg in diesem Jahr mit über 300 brennenden Fahrzeugen wesentlich mehr Fälle aktenkundig, als am Main. Unangefochtener Spitzenreiter in dieser traurigen Statistik ist und bleibt allerdings die Bundeshauptstadt: in Berlin wurden seit Jahresbeginn bereits über 600 Fahrzeuge angezündet.

 

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