Wirtschaftliche Freiheit nimmt wegen Währungs-Rettungen weltweit ab

21. September 2011 0

Liberales Institut veröffentlicht Index für wirtschaftliche Freiheit 2011

Der heute veröffentlichte Jahresbericht 2011 des Index für wirtschaftliche Freiheit, vom Schweizer Liberalen Institut sieht einen weltweiten Abbau wirtschaftlicher Freiheit.

Weltweit sank der Index von 6,67 auf 6,64. Der Trend ist vor allem auf die kontraproduktiven budgetären, regulatorischen und monetären Antworten der Regierungen auf die Überschuldungskrise zurückzuführen. Die USA rutschen aufgrund ihrer Politik vom 6. auf den 10. Platz des Rankings ab.“

Die Schweiz bleibt auch 2011 europaweit am meisten wirtschaftlich frei und steht weltweit an vierter Stelle (8,03 von 10 möglichen Punkten). Besser schneiden nur Hong Kong (9,01), Singapur (8,68) und Neuseeland (8,20) ab. Deutschland belegt hingegen nur Platz 21 (7,45), Frankreich Platz 42 (7,16) und Italien Platz 70 (6,81). Auch die großen Wachstumsmärkte wie Indien (94/6,40), China (92/6,43), Brasilien (102/6,19) und Russland (81/6,55) sind weit abgeschlagen.

Analysen auf Basis des Index wirtschaftlicher Freiheit zeigen, dass wirtschaftliche Freiheit nicht nur einen positiven Einfluss auf das Einkommen und Wirtschaftswachstum eines Landes entfaltet, sie trägt auch zu einem Abbau der Armut bei. Lebenserwartung, bürgerliche Teilhabe und die Gleichberechtigung der Geschlechter nach dem UNDP Gender Inequality Index weisen einen positiven Zusammenhang mit wirtschaftlicher Freiheit auf.

Erstmals untersuchte der Bericht 2011 die Auswirkungen wirtschaftlicher Freiheit relativ zu den Folgen sozialstaatlicher Intervention. Eine Stärkung der wirtschaftlichen Freiheit weist demnach einen deutlichen Zusammenhang nicht nur mit einem steigendem Pro-Kopf-Einkommen und Wirtschaftswachstum auf, sie korreliert auch positiv mit der Lebenserwartung, dem durchschnittlichen Bildungsgrad und der Gesundheitsversorgung der Bürger. Dagegen konnte international kein positiver Zusammenhang zwischen einem Ausbau sozialstaatlicher Ansprüche und der ökonomischen Entwicklung eines Landes festgestellt werden.

Im Nachgang der jüngsten Finanz- und Schuldenkrisen verzeichnet der Index 2011 einen markanten Rückgang wirtschaftlicher Freiheit vor allem unter den globalen Wachstumsmärkten. In Europa verzeichnet Deutschland einen weiteren Rückgang wirtschaftlicher Freiheit. Nicht zuletzt weisen auch China und Indien deutliche Rückschritte auf.“

Der Index wirtschaftlicher Freiheit beurteilt die politischen Rahmenbedingungen eines Landes anhand von 42 Indikatoren und kalkuliert so eine Rangordnung der untersuchten Länder. Die wirtschaftliche Freiheit eines Landes wird in fünf Bereichen gemessen: (1) Umfang der Staatstätigkeit, (2) Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit privaten Eigentums, (3) Stabilität der Währung, (4) internationale Handelsfreiheit und (5) Regulierungsdichte. Die gesamte Studie kann hier auf Englisch als PDF heruntergeladen werden.

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