Staatssekretär Fritsche und IOM-Generaldirektor Swing unterzeichnen gemeinsame Absichtserklärung

16. August 2011 0

BMI will offensichtlich Rückkehr von Migranten erleichtern

Wie das Bundesinnenministerium mitteilt, haben Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche und der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM), William Lacy Swing, heute in Berlin eine gemeinsame Absichtserklärung zur künftigen Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium des Innern und der IOM unterzeichnet.

Das Bundesministerium des Innern und die Internationale Organisation für Migration unterstreichen in der Erklärung die herausragende Bedeutung der Förderung der freiwilligen Rückkehr von Migrantinnen und Migranten in ihre Herkunftsländer. Die langjährige vertrauensvolle Kooperation soll fortgesetzt und in Bezug auf die Rückkehrförderung und Reintegration weiterentwickelt werden.

„Die IOM ist mit ihrer Expertise, ihrer jahrzehntelangen Erfahrung und ihrem weltweiten Netz an Missionen ein wichtiger Partner bei der Förderung der freiwilligen Rückkehr und Reintegration“, so Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche.

Ziel ist ein integriertes Rückkehrmanagement von der Beratung über die Rückkehrunterstützung bis hin zur Reintegration der Rückkehrerinnen und Rückkehrer in ihren Heimatländern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei im Sinne der Nachhaltigkeit auf der Phase der Wiedereingliederung nach der Rückkehr.

„Es ist in der Migrationssteuerung von äußerster Wichtigkeit, dass die freiwillige Rückkehr von Migrantinnen und Migranten in ihre Herkunftsländer auf humane und würdevolle Weise geschieht“, erklärte der Generaldirektor der IOM, William Lacy Swing, anlässlich der Unterzeichnung. „Die Bundesrepublik Deutschland war Vorreiter, als hier vor mehr als 32 Jahren ein solches Programm initiiert wurde. Dieses diente in der Folge auf dem gesamten Kontinent als Vorbild. Für die IOM ist die Unterstützung bei der Reintegration essentiell für eine nachhaltige Rückkehr. Einer der Hauptfaktoren für die erfolgreiche Rückkehr von Migrantinnen und Migranten aus Deutschland ist Deutschlands Engagement in der Gewährung dieser Unterstützung.“

Die Internationale Organisation für Migration, deren 60-jähriges Bestehen in diesem Jahr gefeiert wird, hat 132 Mitgliedstaaten und setzt mit ihren mehr als 7.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an gut 400 Orten weltweit über 2.900 Projekte um.

Die Bundesrepublik Deutschland ist seit 1954 Mitglied der IOM. Bereits seit 1979 führt die IOM das vom Bund und den Ländern finanzierte Rückkehrförderprogramm REAG/GARP (Reintegration and Emigration Programme for Asylum-Seekers in Germany/ Government Assisted Repatriation Programme) durch. Seit Bestehen des Programms wurde die Rückkehr von annähernd 550.000 Migrantinnen und Migranten in ihre Herkunftsländer unterstützt.

Daneben führt die IOM in Deutschland Projekte im Bereich der Bekämpfung von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung sowie im Bereich der Integration von Migrantinnen und Migranten durch.

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