Kahlschlag im deutschen Blätterwald

14. Juni 2011 0

Eine satirische Polemik von Bartholomäus Bootsmann

Ich musste neulich zum Tierarzt. Mein Hund hatte wie immer alles gleich auf einmal geschluckt: Den Fisch und die Zeitung, in die der Fisch eingewickelt war. Der Fisch war frisch, die Zeitung dagegen war schlecht, das reinste Gift, wie der Tierarzt feststellen musste.

Aber nicht nur für meinen Hund. Auch mir wird flau im Magen, wenn ich mich morgens durch den deutschen Blätterwald lese. Fast auf jeder Seite der Tageszeitungen und Magazine spritzen die Media-Milizen des schwarzrotgrünen Error-Regimes Gift und Galle gegen alles, was sich dem Meinungsmainstream widersetzt. Dass sie dabei ihre eigenen Leser bekriegen, merken sie schon lange nicht mehr – die stürzenden Auflagen vieler Zeitungen und Zeitschriften dagegen sprechen Bände.

Aber noch müssen wir wohl oder übel unseren Fisch darin einwickeln. Aber es bringt einen wirklich nicht mehr weiter:

Da wird die gesamte katholische Kirche gekreuzigt, weil ein paar teuflische Priester ihr Amt und die ihnen anvertrauten Personen missbrauchen – wenn aber ein Moslem ein 11-jähriges Mädchen heiratet, vergewaltigt und dafür mit einen Freispruch belohnt wird, da dieses Misshandeln nun mal zu seiner „freien Religionsausübung“ gehört – herrscht Schweigen im deutschen Blätterwald. Und wenn 50.000 Antichristen gegen den Papst demonstrieren, werden diese von den Medien über den roten Teppich in den politisch-korrekten Himmel getragen. Wagt es aber nur einer den politischen Islam zu kritisieren, dann – Gnade ihm Gott – wird er mit der linken Geraden in die rechte Ecke geschlagzeilt und in die ewige Hölle verdammt. Weiß Gott, bigott!

Versteckt sich jemand, religiös gut betucht, in der Öffentlichkeit hinter koranischen Gardinen,  wird das toleriert. Gäbe es aber eine Religion, die den Gläubigen das Tragen von Kleidung in der Öffentlichkeit verbieten würde (wie Gott uns schuf), würden diese Gläubigen als „Perverse“ und „Erreger öffentlichen Ärgernisses“ medial gemeuchelt. Religionsfreiheit für alle? Wer’s glaubt, wird selig.

Kein Problem haben die Medien-Milizen damit, wenn sie, um den Auflagensturz ein wenig abzubremsen, mit hysterischen Schlagzeilen Panik unter ihren Lesern verbreiten und so ganz nebenbei im Auftrag der Impfstoff-Mafia ganze Landstriche und Berufszweige auslöschen. Sorry, war ja nicht so gemeint, heißt es dann in der nächsten Ausgabe als Leserbriefchen neben den Sexanzeigen. Doch nichts ist so langweilig, wie die Ausgabe von gestern, also die nächste Lüge bitte. Eingeklemmt zwischen Anspruch und Wirklichkeit und auf dem linken Auge blind, fallen sie vor lauter Stress regelmäßig ins dunkle Rechercheloch. Macht aber nichts. Irgendeine Zeitungsente zieht sie da schon wieder raus.

Jetzt, wo im Berliner Wahlkampf die Anzeigenmillionen der Parteien des Error-Regimes in die Verlagskassen fließen, übertreffen sich die Herren Chefredakteure in ihrer Berichtbestattung über neue politische Bewegungen, die es wagen, das System zu kitzeln: Alles Nazis – außer Mutti!

Fast überall haben sich von der Wirklichkeit isolierte Chefredakteure in totklimatisierten, sauerstofflosen Glaskäfigen breitgemacht und hängen nun ganz weit oben auf der angesägten Gehaltsleiter fest, schön weit von dem Alltag ihrer Leser entfernt – man könnte sich ja mit der Wahrheit infizieren. Drangsaliert und gedemütigt von verlegerischen Krämerseelen, die nur ein gutes kaufmännisches Ergebnis als einzig wirklich wichtige Nachricht akzeptieren, befördern sie Praktikanten und Volontäre mit Bestnoten im „Stiefellecken“ zu Copy & Paste-Redakteuren. Das spart Geld und inhaltliche Auseinandersetzungen. Die junge Null-Elite wiederum verkriecht sich hinter selbst geschnitzten Zitaten und O-Tönen und backt sich Umfragen frisch aus der Gerüchteküche. In der Verlagskantine werden heftig Selbstgespräche geführt und nachmittags dann als Exklusiv-Interviews verkauft. Werte und Worte wie „Information“ und „Aufklärung“ sind aus dem verlagseigenen Rechtschreibprogramm gestrichen, Vergammeltes aus dem Schredder wird als brandaktuelle News verkauft und zum Entsetzen der Leser auch noch mit Kolumnen, die keiner braucht und Kommentaren, die keine sind, geschmückt. Den Rest der Arbeit übernimmt dann der links gedrehte Desinformationsblog wikinix.de.

Nach Feierabend rasen die Redaktionsleiter schließlich völlig erschöpft auf der linken Überholspur an der Realität vorbei, den journalistischen Tunnelblick starrsinnig nach innen gekehrt. Ihr geistiger Horizont wird durch die getönten Frontscheiben begrenzt, „Moral“ und „Anstand“ hocken hinten als Wackeldackel auf der Hutablage der euroscheckheftgepflegten Dienstwagen der Marke Ungebremst. Am Kleinhirn klebt dann schon die Hammer-Schlagzeile für die nächste Ausgabe: Ein Glückslos, schon ausgefüllt, man darf die Leser ja nicht überfordern. So irren die Herren Chefredakteure durch die politische Landschaft, können nicht mehr rechts von links unterscheiden und drücken bis zum Anschlag auf das Gaspedal, egal ob die Ampel auf rot oder grün steht.

Zuhause dann hocken sie auf dem riesigen Stapel ihrer Frühausgaben, schlürfen literweise Single Malt und füttern ihren Rasse-Rüden mit Bio-Leckerlis. Mit sich und der Welt im Unreinen, glauben sie allen Ernstes, sie hätten wieder alles (heraus) gegeben und den Lesern etwas Neues geliefert. Welchen Lesern?

PS: Für meinen Hund gibt es nur noch Fisch direkt aus dem Internet

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