Change Centre Foundation: DEUPAS – Deutsche Parlamentarierstudie 2010

9. Februar 2011 0
Institution: Change Centre Foundation/Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Autoren: Prof. Dr. Joachim Klewes, Christina Rauh, Sebastian Weiße, Josef Ferdinand Haschke
Titel: DEUPAS – Deutsche Parlamentarierstudie 2010. Abschlussbericht der aktuell größten Befragung deutscher Parlamentarier
Veröffentlicht: 09.02.2011
Download: Pressemitteilung (PDF), Teil 1 der Studie (PDF), Teil 2 der Studie (PDF), Artikel in Politik und Kommunikation (PDF)

Die gewählten Volksvertreter in Deutschland wollen viel ändern, schätzen ihren eigenen Einfluss auf gesellschaftlichen Wandel aber sehr gering ein. Mehrheitsmeinung in den Parlamenten ist stattdessen: Der einzelne Bürger muss selbst für Veränderung sorgen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der aktuell größten Deutschen Parlamentarierstudie, die jetzt von der Change Centre Foundation in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf veröffentlicht wurde.

Im Durchschnitt plädieren 46 Prozent der befragten Abgeordneten dafür, dass die Bürger Veränderungen selbst in die Hand nehmen sollen. Allerdings unterscheiden sich die Parteien deutlich in ihrem Meinungsbild. Abgeordnete von CDU/CSU, FDP und auch der Grünen sehen die Bürger sehr viel stärker in der Pflicht als die Parlamentarier von SPD und der Linken. Diese präferieren ganz deutlich ein Change-Konzept, nach dem für Veränderungen und Innovationen vor allem der Staat zuständig ist.

Mehr als jeder dritte Abgeordnete hat mitgemacht

An der Studie hat mehr als jeder dritte Abgeordnete aus dem Bundestag und den Länderparlamenten teilgenommen – bei Parlamentsdebatten ist oft ein geringerer Anteil im Sitzungssaal. Zunächst wurden bereits im Sommer 2010 die Abgeordneten aller Landtage und des Deutschen Bundestags befragt – zum Teil per Post sowie über einen Online-Fragebogen. Die Parteizugehörigkeit der knapp 900 Teilnehmer (über 35 Prozent Teilnahmequote) entspricht fast exakt der realen Verteilung in den deutschen Parlamenten, so dass die Befragung politisch repräsentativ ist. Seit Januar stehen ebenfalls die Antworten von über tausend Abgeordneten der größten deutschen Städte zur Verfügung – damit liegt mit etwa 2.000 Befragten mit Abstand der größte Datenpool zur Veränderungsbereitschaft der politischen Elite Deutschlands vor. (Aus der Pressemitteilung der Change Centre Foundation)

Pressespiegel:

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