engagiert-in-Deutschland.de: Engagementszene frei von Eitelkeiten vernetzen

6. Dezember 2010 0

Unsere Gesellschaft lebt vom zivilgesellschaftlichen Engagement. Deswegen stellen wir bei der Citizen Times regelmäßig interessante Initiativen und Organisationen vor. Heute erklärt Kathrin Kummerow die umfangreiche Vernetzungsplattform für bürgerschaftlich Aktive, engagiert-in-Deutschland.de (eiD).

Was ist ihre Initiative und wie kam es zu der Gründung?

Wenn man den Begriff „Engagement“ bei Google eingibt, dann erhält man 78.800.000 Ergebnisse. Die Engagementszene ist also sehr aktiv, so aktiv und vielfältig, dass Nutzer oft nicht wissen, wie sie sich zurecht finden sollen. Da möchte engagiert-in-deutschland.de ansetzen und behilflich sein. Die Idee, hier eine Infrastruktur anzubieten ist ungefähr zur gleichen Zeit bei unseren Projektpartnern geboren worden, jeweils mit einem eigenen Ansatz. Diese Ideen wurden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aufgenommen und zu einem Projekt zusammengebunden – zu einem Marktplatz für die Engagementszene, auf dem sich alle präsentieren können, egal ob engagierte Bürgerinnen und Bürger, Organisationen oder Unternehmen, alle sind willkommen! Und um das Rad nicht immer wieder neu an anderen Stellen in Deutschland zu erfinden, möchten wir diese Personen, Organisationen und Unternehmen zusammenbringen, Antworten auf Fragen bündeln und dafür sorgen, dass Sie schnell die richtigen Informationen bekommen.

Wer steht dahinter?

Hinter engagiert-in-deutschland.de verbirgt sich mein fünfköpfiges, stündlich aktives Team. Getragen wird unser Projekt vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Unsere Projektpartner sind bisher die Stiftung Bürgermut, das Centrum für Corporate Citizenship Deutschland, das Institut für Soziale Infrastruktur und Mein Verein.de Servicegesellschaft und stellen noch einmal zusätzlich fünf Personen zur Verfügung.

An wen wenden Sie sich?

Wir wenden uns an Engagierte und solche, die es noch werden wollen. Das können einzelne Personen sein, aber auch ganze Organisationen oder Unternehmen, die ihr Engagement präsentieren wollen oder Unterstützung suchen. Kurz und gut: Jeder, der etwas mit bürgerlichem Engagement zu tun hat oder etwas dazu sagen möchte oder auch erst darüber nachdenkt, ist bei uns gut aufgehoben. Hier können sich alle engagieren, informieren und vor allem auch diskutieren.

Was sind Ihre Ziele?

Wir wollen die Engagementszene frei von Eitelkeiten vernetzen, wir wollen, dass der Nutzer mit seinen Anliegen bei uns Antworten und Mithilfe findet, weil andere dazu vielleicht bereits gearbeitet haben. Wir wollen zum Dialog auffordern und vor allem wollen wir ein Marktplatz für Engagement sein und dadurch viele Möglichkeiten bieten. Auch mit Rückzugsmöglichkeiten im Themenraum, dem virtuellen Konferenzraum, den jeder zu einer Fragestellung gründen und in dem er bundesweit um Unterstützung bitten kann. Schlichtweg ist unser großes Ziel Engagement zu fördern und die Infrastruktur dafür bereit zu stellen.

Was bedeutet es für Sie, ein Bürger unserer Gesellschaft zu sein?

Aktiv am gesellschaftspolitischen Geschehen teilnehmen, Verantwortung für die Gestaltung meines eigenen Lebensumfeldes zu übernehmen und andere immer wieder zu motivieren ähnliches zu tun.

Die Fragen beantwortete…

…Kathrin Kummerow, Diplom Politologin und seit Sommer 2009 Leiterin des Projekts www.engagiert-in-deutschland.de (eiD). Von 1994-1999 war sie Landesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen in Bremen und arbeitete von 1998 bis 1999 an einer Dissertation zum Thema Verwaltungsreform in den Neuen Bundesländern. 1999 konnte die Europafraktion Les Verte/EFA Frau Kummerow nach Berlin abwerben, wo sie bis 2005 die politische Koordination zwischen Europaparlament und Deutschem Bundestag aufbaute. Von 2005 bis 2008 sammelte sie Erfahrungen in der Wirtschaft (IFOK, Institut für Organisationskommunikation und BDA, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) und stieg dann im Herbst 2008 in das eiD als Redaktionsleiterin ein.

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