Muslimische Zuwanderer sind keine Bereicherung für uns – sie bereichern nur sich selbst

2. September 2010 7

Thilo Sarrazin ist der Buhmann der Nation. Oder besser gesagt, der Politiker und aller Gutmenschen. Denn er hat ein politisch unkorrektes Buch über das Scheitern der Integration und den Ausverkauf unserer Werte geschrieben. Dass er damit ein noch viel größeres Aufsehen als mit seinem Lettre International-Interview erregt, zeigt vor allem, dass er mitten ins Wespennest gestochen hat.

Zeitgleich hat der bekannte Islamkritiker Udo Ulfkotte ein sehr ähnliches Buch vorgelegt. Darin geht es vor allem um die sozialstaatlichen und gesellschaftlichen Kosten, die uns durch Migration, genauer gesagt durch muslimische Einwanderer entstehen. Fazit der vom Autor zusammengetragenen Studien und Belege: Zuwanderung aus islamischen Ländern belastet lediglich unsere Wohlfahrtssysteme und erbringt keinerlei Bereicherung, wie sie von führenden Politikern tagtäglich beschworen wird. Bereichern tun sich nur die muslimischen Migranten, schreibt Ulfkotte – es sei denn man könne massiv gestiegene Kriminalitätsraten, Migrationsboni bei Gerichtsentscheiden und Gammelfleisch im Döner wirklich als Bereicherung unserer europäischen Kultur verstehen.

Der Ausverkauf unserer Sozialstaaten

Rund eine Billion Euro Schulden hat Deutschland schon für die Unterstützung von Zuwanderern angehäuft. Haften muss dafür der Steuerzahler, für den außerdem jährlich nochmals in etwa 1.251 Euro hinzukommen. Denn die rund 20 Prozent Migranten unter den Einwohnern Deutschlands verbrauchen jetzt schon über 40 Prozent unserer Sozialleistungen. Mit anderen Worten: Die Einwanderung kulturferner Migranten kostet pro Person mindestens 40.000 Euro. Und während sich z.B. Vietnamesen und Chinesen sehr schnell bei uns einleben und am Arbeitsleben teilnehmen, verursachen vor allem Migranten aus der Türkei massive Kosten. Verschiedene Studien kommen auf einen statistischen Durchschnitt von 300.000 bis 500.000 Euro pro Muslim. Gleichzeitig sind es besonders die Muslime, die mit ihren archaischen Wertvorstellungen und absurden Forderungen nach Sonderrechten unsere Gesellschaft nicht nur finanziell, sondern auch sozial und kulturell belasten.

Die typische europäische Reaktion auf all diese Erkenntnisse – wenn sie denn überhaupt mal veröffentlicht werden – ist der Schrei nach mehr. Mehr für die Zuwanderer. Mehr Hilfe, mehr Sprachförderung, mehr Bildung, mehr Geld. Kaum einer kommt auf die Idee, stattdessen den Zuwanderern mit schlechten Bildungs- und Integrationsergebnissen, also wie immer den Muslimen, etwas abzuverlangen. Sprechen sie nach 900 Unterrichtsstunden immer noch kein Deutsch, bekommen sie einfach noch mehr vom Steuerzahler finanziert. Von aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen oder finanziellen Sanktionen keine Rede.

Denn Forscher, Politiker, Richter, Anwälte, Medien, Sozialvereine und Hilfsorganisationen haben um die (vermeintliche) Integration der Zuwanderer längst eine florierende Migrationsindustrie geschaffen, schreibt Ulfkotte. Diese schafft allerdings keinen erkennbaren Mehrwert für die Aufnahmegesellschaft, sondern schichtet nur via Steuern Vermögenswerte auf die Zuwanderer und deren Heimatländer um. Kein Wunder, dass sie starke Lobbyisten sogar in den Reihen der CDU findet, etwa den früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet. Doch Ulfkotte warnt davor, dass die so verursachten gesellschaftlichen und kulturellen Einbußen weit tiefgreifender sein könnten, als etwa die der derzeitigen Finanzkrise. „Die Schäden, die diese medialen und politischen Heuschrecken dann in unseren europäischen Gesellschaften anrichten, sind weitaus größer als jene der ökonomischen Heuschrecken. Denn der Wiederaufbau unseres Wertegefüges, das auf allen Ebenen mithilfe von Migration und dem Umbau unserer europäischen Kultur hin zu ‚multikulturellen‘ Gemeinwesen schon weitgehend in Stücke geschlagen wurde, ist mit Geld schlicht nicht mehr zu bezahlen.“

Leider nicht nur eine schlechte Politsatire

Wie immer bei Ulfkottes Büchern ist „Kein Schwarz. Kein Rot. Kein Gold.“ eine Sammlung der heftigsten und absurdesten Ereignisse und Entwicklungen. Der Leser würde sie mit Sicherheit gerne als Ausnahmen, vielleicht sogar als Verschwörungstheorien abtun. Aber dies ist leider nicht möglich. Was Ulfkotte da an Appeasement und Unterwerfung unter die islamischen Sonderwünsche schildert, ist längst zum politisch korrekten Alltag in Deutschland geworden – auch wenn es klingt wie eine schlechte Politsatire.

Weil Ulfkotte durchaus als Erfinder des deutschsprachigen populärwissenschaftlichen Islam-Sachbuchs gilt, kann man an seinen Büchern einige typische Beobachtungen dieses Genres, aber auch unserer Kultur im Allgemeinen machen. Um dem Vorwurf der Täuschung oder Übertreibung zuvor zu kommen, weist der Autor schon in seiner Buchankündigung darauf hin, dass er mit über 900 seriösen Quellen arbeitet. 1 Im Text betont er außerdem immer wieder, dass es sich beim Genannten nicht um Einzelfälle handle, sondern den Normalfall. Aus wissenschaftlicher Sicht wirkt diese Verallgemeinerung an einigen Stellen fraglich. Angesichts dessen, dass die Religionszugehörigkeit in Statistiken oft nicht erfasst wird, ist es aber oft die einzige Chance, überhaupt eine vergleichende Perspektive einzunehmen. 2

Auch sieht sich der Autor gezwungen, immer wieder darauf hinzuweisen, dass diese oder jene zitierte Person ja garantiert nicht rechtspopulistisch oder gar -extremistisch sei, bzw. nicht sein könne, weil sie beispielsweise selbst über einen Migrationshintergrund verfügt, wie etwa Necla Kelek. Das soll dem Vorwurf des Rassismus vorbeugen, dem sich Islamkritiker durch die vorherrschende linke Ideologie häufig ausgesetzt sehen. Der Sozialwissenschaftler Manfred Kleine-Hartlage hat dies kürzlich in seinem herausragenden Buch „Das Dschihadsystem. Wie der Islam funktioniert“ mit Bezug auf Antonio Gramsci auf den Punkt gebracht: „Eine solche kulturell hegemoniale Ideologie erkennt man als solche daran, dass ihren Kritikern eine Beweislast aufgebürdet ist, von der ihre Verfechter sich ohne weiteres freizeichnen können.“

Tatsächlich vermisst man auf der anderen Seite, also bei Publikationen zur angeblichen Islamophobie der Deutschen bzw. Europäer, oft jegliche Beweisführung. Es reicht der Hinweis auf oder Vergleich mit Rassismus oder dem Nationalsozialismus, ohne sagen zu müssen, was denn gleich oder vergleichbar sei. 3

Ulfkotte selbst sieht den Ursprung der Pro-Migrations-Argumentation eher im ökonomischen Vorteil der schon erwähnten Migrantenindustrie: „Alles, was das neue multikulturelle Zeitalter behindern könnte, wird heute von klein auf als ‚rassistisch‘ gebrandmarkt. Dass dies so ist, hat einen tieferen Hintergrund: Die Migrationsindustrie verdient nur, wenn immer mehr Migranten kommen. Deshlab muss es Menschen geben, die aufmerksam beobachten, wo sich Widerstand gegen neue Migrantenströme regt.“


Was also unterscheidet also einen Udo Ulfkotte und einen Thilo Sarrazin von einer Kirsten Heisig, deren Buch auch von der Politik so begeistert aufgenommen wurde, obwohl die Kernaussagen nahezu gleich sind? Es ist wohl vor allem der spitze Tonfall, den Ulfkotte und Sarrazin wählen, der vielen aufstößt. Und natürlich schreibt vor allem Ulfkotte, dass die Gutmenschen-Politik der letzten 50 Jahre für einen Großteil des Schlamassels verantwortlich ist. Letzten Endes sind auch Ulfkottes Forderungen viel zu eindeutig: Wenn man den totalen Systemzusammenbruch vermeiden wolle, helfe es nur, die kulturfernen Migranten, sprich die Muslime, wieder aus Europa herauszuwerfen. Dabei ginge es nicht um Deportation und Vertreibung, sondern um eine geordnete Rückführung in die Länder bzw. Kulturen, in denen sie sich wohlfühlen. Den Bürgern Europas empfiehlt der Autor, mit Leserbriefen und Meinungsäußerungen die Politiker und Journalisten jeden Tag darauf hinzuweisen: „Werden Sie ein Teil einer Armee von Aktivisten an den Schreibtischen, die Briefe an Politiker und die Medien schicken und diesen so klarmachen, wie angewidert Sie von der Entwicklung sind. […] Ermutigen Sie stattdessen Politiker, Journalisten, Intellektuelle, Künstler und sonstige Bürger, die sich wie Thilo Sarrazin kritisch über die Entwicklung äußern und diese aufhalten wollen.“

Udo Ulfkotte: Kein Schwarz. Kein Rot. Kein Gold. Armut für alle im ‚Lustigen Migrantenstadl‘. Rottenburg: Kopp Verlag 2010, 372 Seiten, 19,95 Euro. Kaufen bei: Amazon.

Notes:

  1. Für sein vorheriges Buch „Vorsicht Bürgerkrieg!“ hatte er dafür extra eine Webseite mit Links zu allen Nachweisen eingerichtet.
  2. Eine erfreuliche, in den Ergebnissen dann aber auch erschreckende Ausnahme ist die neue Studie des KFN über den Zusammenhang von Religiosität und Gewalt bei muslimischen Jugendlichen.
  3. Als Beleg dafür seien etwa genannt: Kay Sokolowsky: Feindbild Moslem, Sabine Schiffer und andere Beiträge in: Thorsten Gerald Schneiders: Islamfeindlichkeit, einzelne Beiträge in Farid Hafez: Jahrbuch Islamophobieforschung 2010.

7 Comments »

  1. Leser 4. April 2011 at 20:10 - Reply

    Ich bin völlig baff.
    Als ich las, dass es eine Rezension des Buches gibt, erwartete ich einen völligen Verriss in dem Stil : er hetzt, er verunglimpft, Nazi, Ausländerfeind …
    Auch mir hat das Buch eine andere Sicht beschert. Vor allem nach dem Besuch der Quellen, von denen ich vorher einiges nicht für möglich hielt.
    Danke für das Buch und diese Rezension.

  2. Volker 17. September 2011 at 08:50 - Reply

    Ich habe das Buch bis Seite 60 gelesen, dann habe ich mich im Internet umgeschaut ob die Angaben stimmen. Mit entsetzen habe ich festgestellt das es genau so ist wie im Buch beschrieben.
    Wann wird endlich was geändert???

  3. Horst Steininger 10. Dezember 2011 at 18:37 - Reply

    Herr Ulfkotte deckt Wahrheiten auf, alles ist überprüfbar.
    Aber jeder kann heute, das haben Rechtsanwälte bestätigt,bedenkenlos einen Andersdenkenden, der diese Migrationsexplosion ablehnt “ Nazi “ titulieren.Das wäre alles im Rahmen der Meinungsfreiheit.
    Ich werde dann auch von meiner Meinungsfreiheit Gebrauch machen und den heutigen Gutmenschen direkt und ohne Kuschelworthülsen meine Meinung kund tun.

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