Warum der Afghanistan-Einsatz richtig ist

24. Mai 2010 0

Er ist zwar schon drei Wochen alt, aber ich möchte hier doch nochmals auf einen Artikel von Matthias Matussek im Spiegel vom 3. Mai 2010 hinweisen. Er bringt darin einfach auf den Punkt, warum der Militäreinsatz der Vereinten Nationen – mit deutschem Kontingent – in Afghanistan wichtig und richtig ist. Auch wenn ein Großteil der Deutschen den Abzug will:

Deutsche Soldaten kämpfen an einem Brennpunkt der Weltgeschichte. Sie machen Fehler, die bedauerlich und tragisch sind. Aber auch das gilt: Sie sind moralisch alleingelassen, weil sie ohne Unterstützung kämpfen – 70 Prozent der Deutschen sind gegen diesen Krieg, den sie für eine schmutzige Sache halten.

Das ist zu wenig: für die kämpfenden Soldaten, für die Verbündeten, für die deutsche Politik. Jeder Soldat riskiert im Einsatz, getötet zu werden. Krieg ist kein Sozialdienst.

Es macht schon wenig Sinn, die Truppenstärke anhand der Schmerzgrenze möglicher parlamentarischer Mehrheiten dafür zu bestimmen. Und nun sollen je nach Meinungsumfrage unsere Soldanten abgezogen und wieder hingeschickt werden? Außenpolitik hat nun einmal relativ wenig mit direktdemokratischen Elementen zu tun, sondern vielmehr mit Verträgen und Bündnissen.

Es sollte vielmehr Zeil der Politik im Allgemeinen sein, auf die langfristigen Bedürfnisse der Bürger zu hören, unsere Werte zu erhalten und nicht nach der wöchentlichen Beliebtheitsskala zu schielen.

Ansichten & Einblicke aus Berlin

…ist die Kolumne des Citizen Times Chefredakteurs Felix Struening. Er kommentiert regelmäßig das politische Geschehen und Entwicklungen der Bürgergesellschaft. Schwerpunkte sind dabei die Themen Islam und Integration in Deutschland sowie das Spannungsverhältnis zwischen Islamophobie, Islamkritik und Kulturrelativismus.

Als Bundesvorstand der Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT gilt sein Augenmerk natürlich in besonderem Maße der Hauptstadtpolitik.

Leave A Response »