"Was muslimische Migranten wirklich fürchten, ist abgeschoben zu werden"

20. Dezember 2009 2

Fast schon monatlich erscheinen neue Studien und Bücher zu den Problemen bei der Integration von Muslimen in Deutschland und ganz Europa. In Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden sind die Probleme offensichtlich, aber auch im kleinen Dänemark existent. Nach der verheerenden Mohammed-Karikaturen-Krise 2006 gab es einige Änderungen im Umgang mit integrationsunwilligen Muslimen. BuchTest sprach erneut mit dem dänischen Psychologen und Autor Nicolai Sennels über die aktuellsten Entwicklungen.

Citizen Times: Herr Sennels, seit Ihrem Buch „Unter kriminellen Muslimen“ und unserem letzten Interview gab es einige Änderungen in der dänischen Integrationspolitik. So kündigte z. B. die dänische Regierung kürzlich an, die Heimkehrer-Prämie für Migranten zu verzehnfachen. Dies war aber genau einer jener Vorschläge, die Sie in Ihrem Buch zur mangelnden Integration der Muslime in Dänemark und Europa gemacht haben.

Sennels: Es ist offensichtlich, dass mein Buch einen Einfluss auf die Debatte hatte. Viele Politiker zitierten es und man kann vielleicht sogar sagen, dass es die Diskussion ideologisch freier gemacht hat. Meine Erfahrungen von meinen Reisen auf unserem Kontinent, von meinen Vorträgen und natürlich die internatonale Presse zeigen mir, dass Dänemark die Speerspitze Europas darstellt, wenn es darum geht, über die Probleme mit dem Islam und muslimischen Immigranten zu sprechen. Parteien, die diese Themen hier offen ansprechen, haben enormen Zuwachs, während die Parteien, die sich davor drücken, kurz vor der Auflösung stehen. Sogar die zwei größten linken Parteien – die Soziale Demokratie Partei und die Sozialistische Volks Partei – geben an, dass sie die strikten Einwanderungsgesetze der regierenden Dänischen Volkspartei nicht aufheben wollen.

Sehr bald werden wir wahrscheinlich ein Gesetz bekommen, durch das es möglich wird, Immigranten, die die Polizei bei der Arbeit behindern, aus Dänemark abzuschieben. Dieses Gesetz ist sehr wichtig, um die staatliche Kontrolle über die muslimisch dominierten Stadtbezirke wieder zu erlangen. Denn während die Aussicht auf Gefängnis Migranten nicht davon abzuhalten scheint, schwere Verbrechen zu begehen, scheinen sie richtig Angst davor zu haben, nicht mehr in unserem Land leben zu dürfen. Das entspricht auch meinen eigenen Erfahrungen von meiner Arbeit mit kriminellen Muslimen: Was sie wirklich fürchten, ist abgeschoben zu werden.

Unglücklicherweise hält sich die Polizeiführung in den muslimischen Bezirken sehr zurück. Sie geben vor, dass sie kein Benzin ins Feuer schütten wollen. Das mag zwar auf kurze Sicht funktionieren, aber es bedeutet auch, dass islamisches Recht und muslimische Autoritäten in diesen Vierteln jeden Tag an Macht gewinnen.
Meine Erfahrungen aus der psychologischen Arbeit mit Muslimen zeigen mir, dass die islamische Kultur es sehr schwer hat, etwas gleichwertiges neben sich zu akzeptieren. Entweder man ist unter oder über ihr: Man kann also verschieden und ungleichwertig sein, aber nicht verschieden und gleichwertig. Die hiesige Polizeiführung hofft auf eine Art gegenseitiger Anerkennung, aber das kann in Kulturen, die sich unter dem Islam entwickeln, nicht stattfinden.

Citizen Times: Bezüglich dieser no-go-areas – auch für die Polizei – und dem wachsenden Einfluss der islamischen Geistlichen haben Sie kürzlich in Ihrem Blog bei der dänischen Zeitung Jyllands-Posten die Imame bereits als Vierte Macht bezeichnet.

Sennels: Imame, also islamische Priester, haben einen sehr starken Einfluss auf ihre Anhänger. Für viele Muslime sind die Worte eines Imams Gesetz, für noch mehr sind sie Richtlinien für das Leben und die politische Einstellung. Islamische Autoritäten werden von Muslimen oft mehr akzeptiert, als säkulare Gesetze und Normen.

In Dänemark und auch anderswo in Europa werden die Vertreter der staatlichen Behörden in den muslimisch dominierten Bezirken oft angegriffen. Politiker und Polizei sind dort nicht mehr sicher. Polizisten werden beschimpft, erhalten Drohungen und werden oft auch körperlich angegriffen. Wir hatten hier kürzlich das tragisch-komische Ereignis, dass einer unserer am meisten politisch korrekten Politiker, der Bürgermeister von Kopenhagen Jakob Hougaard, im islamischen Getto Tingbjerg angegriffen und mit Steinen beworfen wurde, als er dort einem Journalisten ein Interview gab. Das Ironische ist, dass Hougaard auf „ihrer Seite“ ist und behauptet, dass es keine Gewaltprobleme in Tingbjerg gibt und das Islam nichts mit Terror und Integrationsproblemen zu tun hat. Hougaard versprach sogar dem islamischen Magazin „Akhbar“ religiöse Festivals zu sponsern, wenn er als Bürgermeister am 17. November 2009 wiedergewählt würde – was übrigens nicht passierte.

Polizei und Politiker sind aber nicht die einzigen, die angegriffen und mit Steinen beworfen werden. Auch Krankenwagen und Feuerwehr sowie komplett normale Menschen, die Älteren helfen, werden attackiert. Das Problem, dass die Migranten mit den Menschen haben, die den Älteren helfen, ist offensichtlich, dass diese Helfer Kleidung mit dem Logo des Staates tragen.

Während diese Dinge täglich in Dänemark passieren, haben „islamische Autoritäten“ ganz andere Bedingungen, wenn sie sich um Einfluss auf andere Muslime bemühen. So genannte „Vater-Gruppen“, bestehend aus erwachsenen muslimischen Männern, patrouillieren in den Straßen der muslimisch dominierten Gebiete wie Nørrebro oder Gellerup, ohne angegriffen zu werden. Sie können frei herumlaufen, werden respektiert und können muslimischen Kriminellen sagen, wie sie sich zu benehmen haben oder schicken diese in die Schule. Und dann gibt es halt die Imame, die jeden Freitag ihre Predigten halten. Diese sind aber nicht nur religiös, sondern auch politisch. Rund 10.000 Muslime gehen in Dänemark jede Woche zu diesen Predigten um zu erfahren, welche politischen Sichtweiten zu akzeptieren sind, wie sie auf dieses und jenes reagieren sollten und wie Frauen, Kinder und Nicht-Muslime zu behandeln sind.

Und während nicht-islamische Autoritäten wenig Respekt ernten und angegriffen werden, haben Imame und die Oberhäupter der muslimischen Familien großen Einfluss auf die Mehrheit der Muslime in unseren westlichen Ländern. Diese Macht ist unkontrollierbar und akzeptiert selbst sehr oft nicht die staatlichen Gesetze. Für viele Muslime hat diese Macht einen höheren Stellenwert, als die drei säkularen Mächte in unseren Staaten (Legislative, Exekutive und Judikative).

Diese vierte Macht erfreut sich wachsender Akzeptanz, insbesondere bei Lokalpolitikern und der Polizei. So bezahlen Politiker in Kopenhagen den dänischen Konvertiten und Imam Abdul Wahid Pedersen dafür, dass er Bücher über die „echten islamischen Werte“ für muslimische Kinder in unserer Hauptstadt schreibt. Aber Pedersen verteidigt öffentlich die Steinigung von Frauen und unterstützt Ehrenmorde und Selbstjustiz. Im Namen des Dialoges und weil die Politiker ihren mangelnden Einfluss in den muslimischen Gemeinschaften erkannt haben, wird Pederson auf die Lohnliste gesetzt.

Auf die selbe Art und Weise bezahlt die Polizei Imame, damit diese ihre Anhänger beruhigen, wenn die Polizei Muslime festnimmt, die des Terrorismus verdächtigt werden. Diese Strategie dürfte der Polizei kurzfristig einiges an Extraarbeit ersparen, bedeutet aber, Imame als offizielle gesetzliche Autoritäten zu bestätigen, wenn man sie als Schafhirten anheuert, damit sie ihre Herde beruhigen. Das ist deutlich der falsche Ansatz.

Citizen Times: Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2009 wurde Geert Wilders mit seiner rechts-populistischen Partei zweitstärkste Kraft in die Niederlanden. Kommt jetzt eine neue anti-islamische, Anti-Migrations-Zeit in Europa?

Sennels: Definitiv! Mehr und mehr Europäer merken die Auswirkungen des Islams und der muslimischen Migranten auf ihr eigenes Leben. Dänen werden durch muslimische Vorherrschaft und Kriminalität aus ihren Vierteln vertrieben. Mehr und mehr Menschen haben nahe Freunde oder jemand in der Familie, der durch Muslime bedroht oder verletzt wurde. Mehr und mehr Eltern müssen die Erfahrung machen, dass muslimische Kinder den Schultag ihrer Kinder verderben. Frauen erfahren zunehmend, wie muslimische Männer sie herablassend ansehen oder behandeln. Schließlich sehen die Menschen die Zeichen eines Bürgerkriegs gleichzeitig im Fernsehen und vor ihren eigenen Küchenfenstern.

Die ökonomischen Konsequenzen sind ähnlich katastrophal. Ein Muslim der nach Dänemark migriert, kostet den dänischen Steuerzahler im Durchschnitt 300.000 Euro. Schulen, Krankenhäuser, Altenheime und die Gehälter im öffentlichen Dienst leiden sehr unter diesen Ausgaben.

Fast alles, vor dem Kritiker des Islams und der muslimischen Integration im letzten Jahrhundert warnten, ist heutzutage Realität geworden. Das Einzige, was bisher nicht passierte, ist das Erscheinen einer starken islamischen Partei. Früher oder später wird das auch passieren, soviel ist sicher, aber mein eigenes Gefühl sagt mir, dass der Mangel an Unterstützern in der Regierung verhindern wird, dass diese Partei zu stark wird, wenigstens in Dänemark.

Auf der anderen Seite bin ich mir sicher, dass die Muslime gar keiner starken islamischen Partei bedürfen, um in unseren Städten Chaos und Verwüstung anzurichten und um unsere sozialen Gesellschaften zu zerstören. Man braucht auch keine islamische Partei, um muslimische Parallelgesellschaften zu entwickeln, die sich dem Einfluss nicht-islamischer Autoritäten komplett entziehen. So wie es aussieht, werden Dänemark und andere europäische Länder ihre eigenen Gazastreifen haben. Aufgrund des kulturell-psychologischen Wesenszugs der muslimischen Kultur – dass andere Kulturen und Religionen nicht gleichwertig sein können – werden diese Parallelgesellschaften niemals fähig sein, in friedlicher Koexistenz mit ihrer Umgebung zu existieren.

Wir brauchen letzten Endes auch keine islamische Partei, damit temporär oder dauerhaft Kriegsrecht in einzelnen Regionen Europas gilt. Das Einzige, was wir dafür benötigen, sind politisch korrekte Politiker, eine angsterfüllte Polizei und normale Bürger, die niemanden mit Leserbriefen oder ihrer eigenen Sichtweise des Islams und der kriminellen Muslime an ihren Arbeitsplätzen oder bei ihren Familienessen belästigen.

Nicolai Sennels, 33, ist Psychologe und arbeitete längere Zeit für die Kopenhagener Behörden, davon von 2005 bis 2008 im Kopenhagener Jugendgefängnis Sønderbro. 2008 erschien sein Buch „Unter kriminellen Muslimen“, das derzeit in mehrere Sprachen übersetzt wird.

Dies ist eine Übersetzung des englischsprachigen Original-Interviews.

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