Scharfsinnige Analyse der Islamisierung Europas

18. Mai 2007 0

Rezension zu Udo Ulfkotte: Heiliger Krieg in Europa. Wie die radikale Muslimbruderschaft unsere Gesellschaft bedroht

Keine andere Gruppe hat es in den zurückliegenden Jahrzehnten so gut wie die Muslimbruderschaft verstanden, ein legales und auch ein illegales Netzwerk von Geldzuflüssen zu schaffen. Mit schier unerschöpflichen Finanzmitteln ausgestattet, hat es die Organisation von Südafrika bis zum Nordkap und von den Vereinigten Staaten über Russland bis nach Asien geschafft, die Deutungshoheit über den Islam zu erlangen. Es sind ihre Vordenker, die Fatwen [islamische Rechtsgutachten] erlassen. Es sind ihre Vordenker, die überall in Europa unter mehr als hundert verschiedenen Namen muslimischer Organisationen auftreten. Es sind ihre Vordenker, die Politikern entweder Frieden versprechen oder auch zu Großdemonstrationen aufrufen können.“

Die Islamisierung Europas

Der terroristische Islam ist jeden Tag Thema in den Medien. Anschläge in Irak und Afghanistan, der 11. September 2001, Kofferbomber in Deutschland, die Anschläge von Madrid und London. Doch auch auf politischer Ebene breitet sich die Religion Allahs in Europa mit raschem Tempo aus. Nur das dies kaum einer mitbekommt oder aber nicht wahrhaben will. Udo Ulfkotte ist einer der besten Kenner des politischen Islam, wie kaum ein anderer weiß er über Organisationen, Personen und deren Verstrickungen bescheid. Um die Systematik der islamistischen Unterwanderung Europas darzustellen, hat der Autor nun Hunderte von Fakten zusammengetragen, mit führenden Mitgliedern der Muslimbruderschaft gesprochen und alles sorgfältig aufbereitet.

Entgegen den vielen Selbstbezichtigungen der Europäer bei der Erforschung der Gründe für das Anwachsen des radikalen Islam ist es falsch, diese in sozialen Ursachen zu sehen. Es ist vielmehr ein ideologischer Kampf – der ‚Kampf der Kulturen‘ –, den viele nicht wahrhaben und verdrängen wollen.“

„Heiliger Krieg in Europa“ beginnt mit der ausführlichen Dokumentation des Unrechtes, das täglich in Europa geschieht. Es geht jedoch nicht um Unrecht gegenüber den Immigranten, sondern vielmehr um das, was Udo Ulfkotte den „umgekehrten Rassismus“ nennt: Die Einrichtung von Sonderrechten für Muslime, wie z.B. schariakonformen Stränden. Dies fördert aber nicht nur nicht die Integration, sondern grenzt stattdessen die einheimischen Europäer aus. Die Ausnahmen werden also nicht nur dem geltenden Recht hinzugefügt, sondern beschränken dieses und verbieten europäische Traditionen. Hinzu kommen die unzähligen kleinen und großen Verbrechen, die von Muslimen in Europa begangen werden. Mit der Entschuldigung des kulturellen Hintergrundes erhalten sie dafür Strafmilderungen – sei es ein Ehrenmord oder die grausame Beschneidung junger Mädchen. Wer diese endlosen Fälle liest, kann durchaus verstehen, warum Islamisten den ‚Freien Westen‘ für seine Feigheit verachten und an den Siegeszug des Islam glauben.

Die Muslimbruderschaft

Udo Ulfkotte verdeutlicht mittels seiner Datensammlung, dass die radikale Muslimbruderschaft all jene Rechtsfälle, Demonstrationen und Anschläge systematisch organisiert. Ob es nun um die Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen oder die Regensburger Papstrede geht. Ein Großteil der muslimischen Organisationen ist längst von der Muslimbruderschaft unterwandert bzw. kontrolliert. Somit hat sie die Deutungshoheit über den Islam in Europa erreicht – und nicht nur dort. Auch der islamistische Terror der dritten Einwanderergeneration in Europa entsteht nach Recherchen des Autors nicht spontan aus einen Gefühl der Unterdrückung und Chancenlosigkeit. Stattdessen werden die – immer gut situierten und hervorragend gebildeten – jungen Männer gezielt durch die Muslimbruderschaft und ihre Tarnorganisationen angeworben und koordiniert. Es handelt sich also nicht immer um al-Qaida, auch wenn die beiden islamistischen Organisationen auf vielen Feldern zusammenarbeiten. Im Kampf gegen den westlichen Feind überwindet die Muslimbruderschaft sogar die tiefe islamische Spaltung in Schiiten und Sunniten. Ob nun sunnitische Hamas oder schiitische Hisbollah – sie bekommen alle Geld und organisatorische Unterstützung.

Nicht anderes ist es mit dem Wort ‚Toleranz‘. Toleranz aus der Sicht der Muslimbruderschaft bedeutet Duldung der Unterworfenen als Gedemütigte und Erniedrigte, also als Bürger zweiter Klasse – ‚Dhimmis‘.“

Dabei fährt die Muslimbruderschaft eine Doppelstrategie. Einige ihrer Unterorganisationen sind angeblich friedlich und demokratiekonform. Sie verurteilen die terroristischen Anschläge der anderen Organisationen, die allerdings auch von der Muslimbruderschaft kontrolliert werden. Außerdem wird so ein Bild von großer islamischer Pluralität suggeriert – die wiederum ein großes Problem für europäische Politiker bildet. Mit einer sehr breiten Basis bei den Muslimen finanzieren sich diese Organisationen vor allem über den Betrug in den unzähligen Callshops. Aber auch das shariagerechte ‚Islamic Banking‘ mit seiner neuen Währung – dem islamischen Golddinar – führt ungeheure Geldströme in die Hände der Terroristen. Eine umfassende Überwachung der islamistischen Umtriebe ist den Sicherheitsbehörden und -kräften nicht möglich, zumal die Politik sie ständig im Stich lässt. Angebracht wären vorbeugende politische Maßnahmen, ohne die Angst als ausländerfeindlich zu gelten. Außerdem muss die Europäische Union gemeinsame Methoden und Mittel finden, um gegen den politischen Islam vorzugehen. Ein erster Schritt wäre, die zum großen Teil von der Muslimbruderschaft indoktrinierten Muslime, die die EU beraten, zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen.

Daten & Analyse in gekonnter Kombination

Mit „Heiliger Krieg in Europa“ hat Udo Ulfkotte wieder einmal eine umfangreiche Datensammlung vorgelegt, die jedem Vertreter eines freien Europas als Argumentationsgrundlage dienen kann. Auch dieses Werk profitiert von den guten Kontakten des Autors zu Sicherheitskreisen und Geheimdiensten. Eines seiner letzten Bücher zum Thema, „Der Krieg in unseren Städten“, musste Udo Ulfkotte aufgrund unzähliger Klagen von Muslimen vom Markt nehmen. Die dort geschilderten Fakten beruhten oft auf geheimen Dokumenten, die vor Gericht nicht verwendet werden durften. Daraus hat der Autor gelernt und er benutzt nur öffentlich zugängliche Dokumente und eigene Recherchen. Umso bedrohlicher, dass er trotzdem so viel aufzählen kann. Doch Udo Ulfkotte bleibt nicht beim Aufzählen. In beeindruckender Weise verknüpft er vor allem auf den letzten 100 Seiten des Buches seine Erkenntnisse und liefert eine tiefgehende Analyse. Man kann nur dankbar sein, dass es noch solche mutigen und klar denkenden Kämpfer für unsere Freiheit gibt. Hoffen wir, dass unsere Politiker fähig sein werden, sie zu schützen, so dass sie nicht von fanatischen Muslimen abgeschlachtet werden, wie es dem Islamkritiker Theo van Gogh erging. Bleibt nur noch mit den Worten des Autors zu schließen: „Demokratie muss wehrhaft sein, wenn sie für die kommenden Generationen erhalten werden soll. Wir alle sind aufgerufen, die Werte, die uns wichtig sind, die Freiheit und unsere demokratische Kultur offensiv gegen ihre Feinde zu verteidigen.“

Udo Ulfkotte: Heiliger Krieg in Europa. Wie die radikale Muslimbruderschaft unsere Gesellschaft bedroht, Eichborn, 2007, 19.90 Euro.

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